12.01.2012

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Flucht aus der PKV ist "Milchmädchenrechnung"

Der von einigen Medien verbreitet Exodus aus der Privaten Krankenversicherung (PKV) in die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) hat nicht stattgefunden. Nach Angaben des PKV-Verbandes haben die privaten Kassen sogar im ersten Halbjahr einen Nettozuwachs von 54.000 Kunden erzielen können, was einem Plus von 20 Prozent entspricht.

Den Trend zum Privatschutz bestätigt Marktführer Debeka aus Koblenz. Das Unternehmen konnte 2011 über 22.000 Kunden mehr aus der GKV gewinnen, als abgegeben werden mussten. Gleichzeitig verweist die Debeka darauf, dass viele Wechsler nicht freiwillig, etwa wegen Unzufriedenheit aus dem PKV-System ausscheiden, sondern weil sie gesetzlich dazu gezwungen werden. Das gilt etwa für Auszubildende oder Studenten, die ins Berufsleben einsteigen und noch ein Einkommen unterhalb der Pflichtversicherungsgrenze erzielen.


GKV-Marktführer gewinnen
Bei dem angeblich vermehrten Zustrom von PKV-Kunden in die GKV, handelt es sich tatsächlich um Wettbewerbsgewinne der beiden Marktführer Techniker Krankenkasse und Barmer GEK. So versicherten sich 2011 bei der Bamer GEK 27.600 ehemalige Privatpatienten. Bei der Techniker Krankenkasse waren es sogar 68.000. Gleichzeitig konnte die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland, die DAK Gesundheit, deutlich weniger ehemalige Privatversicherte gewinnen.

Zusatzbeitrag von acht Euro schreckt ab
In den letzten beiden Jahren stagnierte die Zahl bei rund 11.000. In den Jahren davor waren deutlich mehr ehemalige PKV-Kunden zur DAK-Gesundheit gestoßen, wie das Unternehmen bestätigt. Grund ist nach Einschätzung der Kasse der Zusatzbeitrag von acht Euro pro Monat, den die DAK Gesundheit aber im April abschafft. "Wir haben nicht mehr Anfragen von ehemaligen Privatkunden, als in den letzten Jahren", bestätigt auch Sascha Kirmeß, Pressesprecher der AOK-Baden-Württemberg, die im Ranking der großen Kassen Rang fünf hält.

Ärger in der PKV
Tatsächlich müssen aber über die Hälfte aller PKV-Kunden mit deutlichen Beitragserhöhungen kämpfen, die laut PKV-Verband zwar im Schnitt nur bei 4,5 Prozent liegen, im Einzelfall aber durchaus zweistellig ausfallen können. Ein Ausstieg aus dem PKV-System ist aber aufgrund einer Beitragserhöhung nicht möglich. Die Kunden können ihr Wechselrecht nutzen und in einen günstigen Paralleltarif umsteigen. Hier gibt es laut dem Bund der Versicherten (BdV) aber große Probleme. So werde der Wechsel systematisch behindert. Dies wird von vielen Mitgliedern des Kölner Bundesverbandes der Versicherungsberaters (BVVB) bestätigt.

Bild: Techniker
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Autor(en): Uwe Schmidt-Kasparek
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am 13.01.2012 11:53:20 von Winfried Stangl: Flucht aus der PKV

Es ist generell unmöglich nach einer Anzahl von Jahren in der PKV in einen anderen Tarif zu wechsel z.B. um Beitrag zu sparen. Praktisch gibt es aber sehr, sehr oft Probleme bzw. lohnt es sich nicht. Das hängt u.a. zusammen mit eventuell nun vorhandenen kleinen "Zipperleichchen" - die Gesellschaften haben ja lückenlose Info daeüber bei langjährig Versicherten (dann "saftige" Zuschläge für neuen Tarif, sinnvolle Alternativen in der gleichen Gesellschaft sind ev. gar nicht vorhanden, es gibt auch sehr oft Probleme mit einem eventuellem Selbstbehalt (wenn im neuen Tarif, auch mit schlechteren medizinischen Leistungen, der Selbstbehalt geringer ist bedeutet das für die Gesellschaft ein Leistungspluss und Beantwortung neuer Gesundheitsfragen welche in der Regel bei schlechteren medizinischen Leistungen, und einen geringerem Selbstbehalt nicht zu eiener echten Beitragsersparnis führen - oft ist der Preis dann sogar höher je nach aktuellem Gesundheitszustand. Oftmals werden auch neue gute und noch preiswerte Tarife für Altkunden mit teilweise nicht sehr sauberen mitteln blockiert um sie "sauber" zu halten für potentiell Neukunden. 2 große Gesllschaften eine fängt mit A und die andere mit D an sind da besonders negativ laut meinen Erfahrungen. Ich bin kein Fan der GKV, sehe die Entwicklung, wenn die Beitragsteigerungen so weiter gehen und u.a. die Gier vieler Ärzte und Pharmakonzerne immer mehr auf dem Rücken der privat versicherten ausgetragen wird, speziell für ältere langjährig PKV-Versicherte, aber sehr , sehr kritisch für die Zukunft!
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