25.01.2013

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
   NEWSLETTER

Die Strategien der Versicherer: Bring-your-own-device

Die Verbreitung mobiler, internetfähiger Geräte nimmt immer mehr zu. So lag beispielsweise der Absatz von Tablet-PCs 2012 allein in Deutschland bei 3,2 Millionen. Mit dem veränderten Kommunikationsverhalten wächst jedoch auch der Anpassungsdruck auf bestehende Geschäftsprozesse und IT-Systeme. Wie die Assekuranz mit dieser Aufgabe umgeht, wurde auf der 2. Fachkonferenz "Mobile IT in der Versicherungswirtschaft" in Leipzig diskutiert.

Fast alle Versicherer haben mittlerweile die Vorteile erkannt, die mobile Geräte insbesondere für ihren Außendienst bieten: Mit Smartphones können die Vertriebsmitarbeiter jederzeit und von jedem Ort aus auf ihre Kontaktdaten, Termine und Aufgaben zugreifen. Einige Versicherungsunternehmen setzen Tablets bereits verstärkt im Vertrieb ein, wodurch sich völlig neue Möglichkeiten der Kundenansprache ergeben. Ausgestattet mit entsprechenden
Beratungs-Apps können Vertriebsmitarbeiter nicht nur komplexe Themen anschaulich darstellen, sondern vor allem auch ihre Kunden stärker als bisher in das Beratungsgespräch einbinden.

Größere Freiheit für Nutzer
Auch Hans-Holger Jörgens, Leiter Produkte, Programme, Prozesse und Vertriebs-IT bei AWD, verfolgt diesen Trend. So setzt sein Unternehmen bereits seit einiger Zeit auf die Bring-your-own-device-Strategie (BYOD), bei der private Geräte auch für dienstliche Zwecke genutzt werden können. BYOD soll den Nutzern eine größere Wahlfreiheit bringen und der Organisation eine bessere Orientierung an persönlichen Bedürfnissen ermöglichen.

Nach Ansicht von Steffen von Blumröder vom Bitkom e.V. wird das Besetzen geeigneter Anwendungsfelder für mobile Lösungen mittelfristig zum geschäftlichen Erfolgsfaktor avancieren. Seiner Meinung nach sollten Kunden durch Transparenz und einen spürbaren Mehrwert an das Unternehmen gebunden sowie Differenzierungsfaktoren gegenüber Vergleichsportalen aufgebaut werden. Durch mobile Services ergäben sich neue Kommunikationskanäle zum Kunden und damit die Möglichkeit, die Markenbekanntheit zu steigern.

Laut Wolfgang Percy Ott von Cisco Systems definiert der neue BYOD-Trend den Zustand "im Büro zu sein" völlig neu. Laut einer Befragung des Unternehmens von 4.900 IT-Entscheidern aus neun Ländern schätzen 69 Prozent der IT-Entscheider das Thema BYOD als sehr positiv ein und ermöglichen bereits 89 Prozent der IT-Abteilungen ihren Mitarbeitern das Arbeiten via BYOD.

Im Einsatz: Mobile Management Dashboards
Sönke Volquartz von der HanseMerkur Versicherungsgruppe und Roman Schlömmer von Holisticon widmeten sich dagegen der Frage, wie man Mobile Management Dashboards baut und wie man sie in der Praxis sinnvoll einsetzt.
Ihrer Meinung nach, bieten Mobile Management Dashboards insbesondere bei der Prozessoptimierung als auch im operativen Management des Tagesgeschäfts, etwa um den Betrieb laufender Prozesse zu unterstützen oder ad-hoc-Eingriffe bei Engpässen und Fehlern zu steuern, einen Mehrwert. Sie tragen zur Reduktion der Reaktionszeit und Kostensenkung bei und steigern zugleich die Kundenzufriedenheit.

Always online!
So lautet die Strategie der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). Reiner Neusser, Abteilungsdirektor
Vertriebsunterstützung bei der DVAG, erläuterte in seinem Vortrag anschaulich, wie sein Unternehmen die Entwicklung maßgeschneiderter IT-Lösungen für ihre Vermögensberater vorantreibt u. a. am Beispiel der DVAG-Beratungs-App.
Mit dieser App können DVAG-Berater Animationen und Beispielrechnungen zu komplexen Themen, Unternehmenspräsentationen und Videos jederzeit abrufen.

Ein Muss: Integration weiterer Komponenten in der IT-Landschaft
Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte, insbesondere im Vertrieb, zwingt Versicherungsunternehmen,
weitere Komponenten in ihre IT-Landschaft zu integrieren. Technische Restriktionen mobiler Zugangswege, wie eingeschränkte Bandbreiten, Leistungsfähigkeit und Displaygrößen der Endgeräte, machen nicht nur granulare
Service-Schnittstellen notwendig, sondern erfordern auch effiziente Protokolle, vor allem wenn mobile Anwendungen über die jeweiligen nativen Betriebssysteme laufen sollen. Bei der Einbindung von Mobile Devices sollten bestimmte
Funktionalitäten so gestaltet werden, dass sie beispielsweise über Apps auch offline verfügbar sind. Denn nicht immer haben Vertriebsmitarbeiter Zugriff via 3G oder WiFi.

Quelle: Versicherungsforen Leipzig GmbH; Bild: @ Gerd Altmann / PIXELIO
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): versicherungsmagazin.de
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

FIRMEN RECHERCHIEREN


BranchenIndex - B2B-Firmensuche für Industrie und WirtschaftDie B2B-FIRMENSUCHE für Industrie und Wirtschaft
In Kooperation mit der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Kostenfrei in über 300.000 Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren:


 » Zur Business-to-Business-Firmensuche
MEHR ZUM THEMA
Die Versicherungswirtschaft macht ernst mit der Digitalisisierung. "Für die meisten Versicherer ist die Digitalisierung eine der höchsten Prioritäten, wenn nicht die höchste", so Dr. Christian Kinder, Partner und Leiter der Praxisgruppe Versicherungen bei Bain & Company. Das...  » mehr
19.05.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Der Schutz gegen Hacker, Datenverlust oder Betriebsunterbrechung durch IT-Ausfall für mittelständische Unternehmen wird breiter. So haben die Hamburger Funkgruppe und der internationale britische Versicherer Markel mit Niederlassung in München neue Konzepte vorgelegt....  » mehr
12.05.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Der Kostendruck wird weiter zunehmen. Die Folge: Immer mehr Versicherer steigen aus wenig lukrativen Sparten aus und konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen. Das Resultat: Vielleicht noch sechs Marktteilnehmer werden in Zukunft 80 Prozent der Versicherungsangebote...  » mehr
21.04.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich die Versicherer von der Optimierung ihrer IT zahlreiche Vorteile in Bezug auf die Verwaltung und den Vertrieb erwarten: Dabei soll die Servicequalität verbessert, das Neugeschäft gesteigert und Bestandskunden stärker an das Unternehmen...  » mehr
01.04.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Viele Unternehmen unterschätzen immer noch die Gefahren im Netz. Die GDV-Tochter VdS Schadenverhütung GmbH hat hierzu ein Verfahren veröffentlicht, das Firmen für ihre Gefahrensituation sensibilisieren soll. Ein Quick-Check der VdS hilft, die getroffenen Maßnahmen zur Cyber-...  » mehr
28.03.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Kunden von Versicherern und Banken stehen Fintech-Unternehmen aufgeschlossen gegenüber. Je jünger sie sind, desto mehr hoffen sie von der Entwicklung digitaler Lösungen für Finanz- und Versicherungsprodukte zu profitieren. Dies ist ein Ergebnis des "Yougov-FinTech Tracker".  » mehr
22.03.2016
   WebTV   Bildergalerie  
 
 LOGIN
Benutzername
Passwort
 
Award Finanzvertrieb
Vorbilder gesucht! Vorbilder gesucht!

Vertrieb ist nicht alles - doch ohne Vertrieb ist alles nichts. Leider ist in der Vergangenheit viel Vertrauen in die Finanzvertriebe verloren gegangen. Auch 2016 sucht Versicherungsmagazin gemeinsam mit Bankmagazin und Service Value die vorbildlichsten Finanzvertriebe Deutschlands.
VM digital
Das neue E-Magazin von Versicherungsmagazin Das neue E-Magazin von Versicherungsmagazin

Digital, interaktiv, mobil: Ab sofort erhalten alle Abonnenten das neue E-Magazin kostenlos zusätzlich zu jeder gedruckten Ausgabe. Jetzt informieren und ausprobieren!
NEWSLETTER
Newsletter Der Versicherungsmagazin Newsletter informiert Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Versicherungsszene. Natürlich kostenlos!

  
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Gabler Wirtschaftslexikon Online: Lexikon und Definition für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht und SteuernDas Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen