07.04.2014

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Bei zehn Jahren Stornohaftung zahlen Vermittler drauf

Derzeit wird ein Paket an Gesetzesänderungen beraten, um die Sondersituation bei Bewertungsreserven aus festverzinslichen Wertpapieren neu zu regeln. Dabei soll das Paket durch Einschnitte bei den Abschlusskosten für Verbraucher schmackhafter gemacht werden, darunter wird wohl auch eine Verlängerung der Stornohaftungszeit diskutiert. Das hätte fatale Folgen.

Die Zahl der Versicherungsvermittler ist neuesten Zahlen zum 31. März 2014 zufolge wieder gesunken, auf jetzt 244.317 ins Vermittlerregister Eingetragenen. Das sind gegenüber dem Jahresende 2013 insgesamt ein Prozent oder 2.459 Eingetragene weniger.

Vermittlerbestand schrumpft kontinuierlich seit über drei Jahren
Das Minus geht auf das Konto der erlaubnisfreien gebundenen Vertreter (-2.344) und der Vertreter mit Erlaubnis (-242), während Makler (+84), produktakzessorische Vermittler (+34) und Berater (+9) leicht zulegten. Wenn auch das Vermittlerregister kein vollständiges Bild aller Arten von Versicherungsvermittlern liefert, so zeigt sich doch im längerfristigen Vergleich ein spürbarer Wandel im Vermittlermarkt. Seit dem bisherigen Höchststand der Registrierten Anfang 2011 ist deren Anzahl um gut 19.000 oder 6,3 Prozent geschrumpft.

Dieser Trend könnte sich bald deutlich beschleunigen. Denn das zur Zeit, Medienberichten zufolge, im Bundesfinanzministerium vorbereitete Paket zur Änderung der Beteiligung der Versicherten an den Bewertungsreserven bei Auszahlung des Rückkaufswerts oder der Ablaufleistung sieht bisherigen Informationen zufolge auch deutliche Einschnitte bei den Vermittlervergütungen vor. Dazu zählen eine Deckelung der Promillesätze wie auch anscheinend eine Verlängerung der Stornohaftzeiten, während derer ein Vermittler die vorab erhaltene Abschlussprovision anteilig wieder zurückzahlen muss, wenn der Vertrag frühzeitig wieder gekündigt wird.
Momentan sieht das VVG zum Schutz der Interessen der Frühstornierenden vor, dass die gesamten Abschlusskosten einschließlich der Provisionen nur über die ersten fünf Jahre verteilt abgezogen werden dürfen. Parallel ist seit 1.April 2012 im VAG die Pflicht der Versicherer verankert, mit ihren Vermittlern eine analoge Rückzahlung anteiliger Abschlussprovisionen zu vereinbaren.

Bei schwankenden Einnahmen teure Stornofolgen
Sollte diese Frist nun auf zehn Jahre angehoben werden, kann dies fatale Folgen haben. Das Problem liegt darin, dass Vermittler oft deutlich schwankende Einnahmen und dementsprechend sehr unterschiedliche Spitzensteuersätze zu zahlen haben. Das kann dazu führen, dass zugeflossene Abschlussprovisionen hoch besteuert werden, bei einer Rückforderung in einem ertragsschwachen Jahr aber keine adäquate Steuerrückerstattung geltend gemacht werden kann.
Folgendes Beispiel soll dies illustrieren, bei dem zu Vereinfachungsgründen nur die Einkommensteuer eines Einzelkaufmanns betrachtet wird. Die Gewerbesteuer und die steuerliche Situation bei Kapitalgesellschaften bleiben hier unberücksichtigt, was aber an der Grundaussage wenig ändert.



830 Euro für ein Jahr Vertragsbesitz bezahlt

Angenommen ein Vermittler hat im Jahr 1 grundsätzlich einen Gewinn aus Gewerbebetrieb von 50.000 Euro erzielt. Durch Vermittlung eines großen Lebensversicherungsvertrags kommen 10.000 Euro Abschlussprovision hinzu. Diese zusätzlichen 10.000 Euro werden mit 4.411 Euro Einkommensteuer belastet (Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag, keine Kirchensteuer, Alleinstehender, Quelle: Bundesministerium der Finanzen, bmf-steuerrechner.de).

Das bedeutet, dass sich der Vermittler im Jahr 1 über netto 5.589 Euro mehr freuen kann. Wird nun aber bei zehnjähriger Stornohaftzeit der Vertrag nach einem Jahr gekündigt, hat er 9.000 Euro Abschlussprovision zurückzubezahlen. Dies führt allerdings auch zu einer Steuerersparnis.
Wenn nun aber das Jahr der Stornierung ein ohnehin ertragsschwaches Jahr beispielsweise mit nur 25.000 Euro Gewinn aus Gewerbebetrieb ist, führt der Abzug der 9.000 Euro Stornoprovision nur zu einer Steuerersparnis von 2.581 Euro. Mit anderen Worten, der Vermittler wird im Stornojahr mit netto 6.419 Euro belastet – unter dem Strich hat er damit für die Kundengewinnung, Kundenberatung, Produktauswahl, Antragsaufnahme, ein Jahr erfolgreiches Bestehen des Vertrages, diverse Verwaltungsvorgänge für den Kunden 830 Euro verloren.

Etwas besser kommen höher verdienende Vermittler davon. Hat unter denselben oben genannten Bedingungen ein Vermittler im Abschlussjahr 80.000 Euro zu versteuerndes Einkommen plus die Abschlussprovision, im Stornojahr aber nur die Hälfte oder 40.000 Euro abzüglich der Stornoprovision, beträgt der Verlust netto noch 198 Euro. Bei einer Stornierung nach zwei Jahren hätte der Vermittler unter gleichen Bedingungen erstmals 462 Euro verdient – für zwei Jahre Vertragsbesitz und alle sonstigen genannten Mühen, die für die Vertragsgewinnung und -einrichtung aufzubringen waren.

Druck in Richtung alternativer Vergütungen
Eine zehnjährige Stornohaftungszeit ist auch sonst kaufmännisch überaus bedenklich, wird doch hier ein existenzgefährdendes Potenzial an drohenden Verbindlichkeiten geschaffen. Sollte eine solche gesetzliche Vorgabe kommen, ist jedenfalls unter kaufmännischen Gesichtspunkten eine vollständige Neukalkulation des Vergütungssystems mit zeitbefristet oder vertragslebenslänglich laufenden Vergütungen sinnvoll.
Alle Ansätze reduzieren aber den Anreiz deutlich, überhaupt erst einmal Kunden zu gewinnen und entsprechend umfangreiche Bemühungen anzustellen, die vorfinanziert werden müssen.

Aus diesem Grund ist es verständlich, dass aus der Versicherungswirtschaft derzeit eher Signale in Richtung einer Ablehnung eines solchen Pakets zu vernehmen sind. Die Generali beispielsweise hat sich öffentlich so positioniert, dass sie lieber auf die Neuregelung der Bewertungsreserven verzichten als die Provisionen in dieser Art umgestalten möchte
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Autor(en): Matthias Beenken
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

am 07.04.2014 06:54:10 von H. Braun: Einfache Lösung: Umstellung auf ratierliche Auszahlung

Anscheinend gibt es immer noch Vermittler, die sich ihre Provision vordiskontiert auszahlen lassen. Oder die Versicherer lassen in der Ausschließlichkeit eine ratierliche Provisionzahlung nicht zu, weil das Abrechnungssystem das angeblich nicht zuläßt. Nach der Umstellung auf ratierliche Zahlung wird sich jeder Vermittler genau überlegen, ob er für die paar Cent noch eine LV/RV verkauft.
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am 07.04.2014 12:11:46 von Alexander Kirschweng: Ratierliche Provision

Kommentar zu: Einfache Lösung: Umstellung auf ratierliche Auszahlung

Anscheinend gibt es immer noch Vermittler, die sich ihre Provision vordiskontiert auszahlen lassen. Oder die Versicherer lassen in der Ausschließlichkeit eine ratierliche Provisionzahlung nicht zu, weil das Abrechnungssystem das angeblich nicht zuläßt. Nach der Umstellung auf ratierliche Zahlung...
Die ratierliche Zahlung ist die einfachste Lösung. Das sollte jede Gesellschaft anbieten, und zwar verzinst. Wer sein Geld vordiskontiert haben möchte, sollte einen Abschlag erhalten (z.B. mit einer jährlichen Abzinsung von 5%-8%). Dann kann jeder frei wählen. Außerdem sollte jeder Berater auch Stornorücklagen bilden und das dem Finanzamt auch mitteilen. Kurzum: 10 Jahre Stornohaftung halte ich für ok, doch die Gesellschaften sollten ratierliche Provisionen (am besten jährlich nachschüssig) auch "belohnen".
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am 07.04.2014 12:35:42 von Thomas Kammann: Wofür bezahlt uns der Versicherer eigentlich?

Ist es nicht die Beratung, für die ein Versicherer dem Vermittler Geld bezahlt? Also dafür das dem Unternehmen neue Kunden zugeführt werden? Das kostet nun mal Zeit und somit Geld. Was aber war an der Beratung des Kunden falsch, wenn dieser nach 2-jähriger Laufzeit seinen Vertrag bedingt durch Scheidung oder andere Lebensereignisse nicht mehr finanzieren kann?
Für mich gilt schon lange, dass ich nicht mehr für das "Schicksal" meiner Kunden einstehen möchte und mir damit einen finanziellen Bumerang einhandel möchte.
Wer gute Beratung haben möchte, soll dafür auch bezahlen (Verusrsacherprinzip) und wenn es eben ein Honorar ist, dann würde die Gesellschaft nur noch Nettotarife anbieten und das Gejammer im vorzeitigen Fall einer Kündigung wäre von Heute auf Morgen aus der Welt.
Man überlege sich nur mal, warum der Hausmakler wohl keine Stornohaftung hat?
Gruß aus Hamburg
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am 07.04.2014 12:51:38 von Andreas Naumann: Wieso überhaupt haften?

Kommentar zu: Wofür bezahlt uns der Versicherer eigentlich?

Ist es nicht die Beratung, für die ein Versicherer dem Vermittler Geld bezahlt? Also dafür das dem Unternehmen neue Kunden zugeführt werden? Das kostet nun mal Zeit und somit Geld. Was aber war an der Beratung des Kunden falsch, wenn dieser nach 2-jähriger Laufzeit seinen Vertrag bedingt durch...
Warum muß ein Berater überhaupt für Provision haften ? Er hat doch seine Beratungsleistung erbracht ? Und warum bei Verteilung 10 Jahre auf mein Geld warten ? Warum haftet der Organleiter, Bezirksdirektor und Landesdirektor nicht ? Die bedienen sich ja auch aus den Kosten der Police. Oder wodurch wird sonst sein Gehalt bezahlt. Schafft diese ganzen Orgafuzzis ab, dann ist Geld genug da. Die sind eh völlig unnötig.
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am 07.04.2014 18:26:41 von Peter Raaber: dem kann ich nur zustimmen...

Kommentar zu: Wieso überhaupt haften?

Warum muß ein Berater überhaupt für Provision haften ? Er hat doch seine Beratungsleistung erbracht ? Und warum bei Verteilung 10 Jahre auf mein Geld warten ? Warum haftet der Organleiter, Bezirksdirektor und Landesdirektor nicht ? Die bedienen sich ja auch aus den Kosten der Police. Oder wodurch...
alle schimpfen auf die Strukis... ich auch....

Sobald man einen Vertrag bei einem VU einreicht, verdienen
nicht nur wir bösen Vermittler... sondern vor allem die
ganzen "Vertriebs-Angestellten", angefangen vom Maklerbetreuer,
über den Orgaleiter bis ganz nach oben.... (Fast wie bei den Strukis)
und da können schon mal 30%o - 40%o zusätzlich irgenwo hängen bleiben...!!
Langsam überlege ich auch, auf Honorar umzustellen!
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am 08.04.2014 09:03:30 von Marco M.: Honorar klappt im besten Fall wenn alle Honorar anbieten und es keine Provisionen mehr gibt.

Kommentar zu: dem kann ich nur zustimmen...

alle schimpfen auf die Strukis... ich auch....

Sobald man einen Vertrag bei einem VU einreicht, verdienen
nicht nur wir bösen Vermittler... sondern vor allem die
ganzen \"Vertriebs-Angestellten\", angefangen vom Maklerbetreuer,
über den Orgaleiter bis ganz nach oben.... (Fast wie bei den...
Mit Honorar wirst Du untergehen. Solange es andere gibt, die auf Provision arbeiten, wirst Du keine Kunden finden die ein anständiges Honorar bereit sind zu zahlen. Selbst wenn es nur noch Honorarberatung gäbe, wird ein Großteil der Vermittler verschwinden, weil das Geld nochmal deutlich schwieriger verdient werden müsste. Ich kenne viele "Nebenbei-Honorarberater" und keiner verdient "normal". Das sind alles Peanuts was da umgesetzt wird mit Honorarberatung und leben kann davon keiner.

Eins ist sowieso klar. Versicherungen werden die nächsten Jahre unter gehen und entsprechend Ihre Vertriebsstruktur! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Es will nur noch keiner sehen. Sie sägen auf dem Ast, auf dem sie sitzen - die Versicherer.

Alleine die Verlängerung auf 5 Jahre BU Haftungszeit und 5 Jahre PKV Haftungszeit schlägt deutlich ein bei uns vermittlern. Wobei dann immer noch die Frage bleibt "was kann ich dafür, wenn der Kunde ins Ausland geht oder unter die JAEG fällt?". Mein Umsatz liegt bei durchschnittlich 5.000 Euro im Monat. Wenn dann der ein oder andere Storno kommt, abzüglich weiterer Bürokosten etc. bleibt jetzt schon nicht mehr viel und dabei ist die Provision gerade mal ein Vorschuss oder zinsfreies Darlehen??? Was ich zustätzlich noch versteuern muss??? Verrückt! Verständlich, dass sich das kein junger Makler mehr antut. Und ich bin mittlerweile 10 Jahre im Geschäft mit 36 Jahren. Trotzdem reicht es nicht zum leben in München, woanders macht mach keine 5.000 Euro mehr Umsatz in diesem Geschäft.

Ich tu mir das auch nicht mehr lange an. Sollen doch die Versicherer selbst sehen wie sie ihr Zeug beraten und verkaufen.

Hier kannst mal sehen, was der Angestellte in einer Versicherung verdient im Durchschnitt.

http://www.versicherungsmagazin.de/Aktuell/Nachrichten/195/21126/Was-Vermittler-verdienen.html

Da reden wir von durchschnittlich 63.500 Euro beim Angestellten in einer Versicherung.

Mehr als ich an Vorschuss pro Jahr erhalte und dafür mit enormen Risiken gerade stehen muss. Zudem arbeite ich deutlich mehr als 8 Stunden am Tag, Wochenende etc.. Bruttobeitrag in der BU wurden auch gekürzt bei allen Versicherern. Riester wird seit Jahren niedergemetzelt. Tja, das ist die Branche des Untergangs liebe Leute und es wird noch härter.

Wenn mich jemand frägt, ob Versicherungsmakler ein guter Job ist. Ganz ehrliche Meinung, ich kann heutzutage niemanden mehr dazu raten. Lasst die Finger davon und werdes lieber Sachbearbeiter in der Versicherung. Gleiches Geld bei viel weniger Stress und keinem Risiko.

Könnte mich jetzt noch weitere Stunden hier ausk.... - muss aber wieder an die Arbeit um meinen Vorschuss für nächsten Monat zu sichern.

Gruß,
M.



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am 08.04.2014 09:11:05 von M.Plößer: Immer auf die "Großen" :-)

Kommentar zu: dem kann ich nur zustimmen...

alle schimpfen auf die Strukis... ich auch....

Sobald man einen Vertrag bei einem VU einreicht, verdienen
nicht nur wir bösen Vermittler... sondern vor allem die
ganzen \"Vertriebs-Angestellten\", angefangen vom Maklerbetreuer,
über den Orgaleiter bis ganz nach oben.... (Fast wie bei den...
Alle Vorstände und Vertriebe, leben vom Wachstum und erhöhen sich dadurch Ihre Boni, ich habe noch nie gelesen, dass an diesen Gehältern, Bonis oder Zulagen, gespart werden soll!
Alle diese, Vorstände, Strukis, Orgaleiter usw. verdienen am Vertreter oder Makler, der als einziger, das wichtigen, den Kunden bringt, alle Kosten, die Zeit und sein Wissen investiert und dann wenn der, VS nach 3 Jahren Arbeitslos wird und seine Versicherung kündigt, noch seine versteuerte Provision zurückzahlen muss. Wie bescheuert ist das denn, da muss man sich nicht wunder, dass in der Branche bald keiner mehr arbeiten kann. Warum soll alles, nur auf dem selbständigen Makler, ausgetragen werden, der kein Festgehalt, Urlaubs- Weihnachtsgeld, 6 Wochen Urlaub und auch noch eine Familie hat.
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am 08.04.2014 09:24:07 von Maro M.: 100 % Deiner Meinung lieber Kollege M. Plößer

Kommentar zu: Immer auf die \"Großen\" :-)

Alle Vorstände und Vertriebe, leben vom Wachstum und erhöhen sich dadurch Ihre Boni, ich habe noch nie gelesen, dass an diesen Gehältern, Bonis oder Zulagen, gespart werden soll!
Alle diese, Vorstände, Strukis, Orgaleiter usw. verdienen am Vertreter oder Makler, der als einziger, das wichtigen,...
Die "alten Maklerkollegen" haben Ihre Schäfchen durch großen Bestand größtenteils im Trockenen. Die "jungen Maklerkollegen" - denen bleibt keine Chance mehr.
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am 08.04.2014 09:58:15 von Torsten Stank: Provisionen gesetzlich abschaffen!

Kommentar zu: 100 % Deiner Meinung lieber Kollege M. Plößer

Die \"alten Maklerkollegen\" haben Ihre Schäfchen durch großen Bestand größtenteils im Trockenen. Die \"jungen Maklerkollegen\" - denen bleibt keine Chance mehr.
Warum werden Provisionen generell nicht einfach abgeschafft / verboten. Mit einem gerechten Honorar wäre allen geholfen, außer evtl. den Versicherern. Aber die verdienen eh genug Geld. Ein Handwerker oder sonstiger Dienstleister würde niemals eine Rechnung "auf 10 Jahre" akzeptieren.

10 Jahre Stornohaftung bedeutet die Pleite für jeden Zweiten Makler. Die Agenturen in der Ausschließlichkeit werden wieder profitieren (die Versicherer, die dahinter stecken). Dass bedeutet das Aus für 70 % aller Makler. Das Problem ist, dass die Makler es erst merken, wenn es zu Spät ist. Pleite, alles weg !!!

Alles Gute denjenigen, die hieraus verstehen und auf Honorar umstellen, auch ohne das generelle Provisionsverbot.
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am 08.04.2014 13:13:08 von Michelfelder: Nettopolizen

Kommentar zu: Einfache Lösung: Umstellung auf ratierliche Auszahlung

Anscheinend gibt es immer noch Vermittler, die sich ihre Provision vordiskontiert auszahlen lassen. Oder die Versicherer lassen in der Ausschließlichkeit eine ratierliche Provisionzahlung nicht zu, weil das Abrechnungssystem das angeblich nicht zuläßt. Nach der Umstellung auf ratierliche Zahlung...
Dann werden künftig nur noch Nettopolicen verkauft. Ich habe bereits jetzt schon "erweiterte AGB", die u.a. besagen, dass bei einer Beitragsfreistellung oder Kündigung dem Kunden die noch offene Provision in Rechnung gestellt wird. Wenn er das nicht will, soll er gehen. Unabhängig davon fovorisiere ich momentan eh einen Sparplan in Investmentfonds. Hier werde ich mir dann auch künftig die Beratung bezalen lassen.

Wir sind Unternehmen und müssen uns entsprechend verhalten.
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am 08.04.2014 15:17:05 von M.N.: Genau so ist es !!!

Kommentar zu: Honorar klappt im besten Fall wenn alle Honorar anbieten und es keine Provisionen mehr gibt.

Mit Honorar wirst Du untergehen. Solange es andere gibt, die auf Provision arbeiten, wirst Du keine Kunden finden die ein anständiges Honorar bereit sind zu zahlen. Selbst wenn es nur noch Honorarberatung gäbe, wird ein Großteil der Vermittler verschwinden, weil das Geld nochmal deutlich...
Seit 20 Jahren die gleichen Courtagen, immer mehr Haftung und abgewälzte Verwaltung. Anträge etc. selber ausdrucken.
Dann wirklich schön nach Tarifvertrag arbeiten, dickes Geld ohne ständig in der schon existenzbedrohenden Haftung zu stehen, 30 Tage Urlaub und eine BAV statt Zwangsbeitrag zur IHK und VS-Hv..............u.s.w. u.s.f.
2 Std. Arbeit mit Beratungsprotokoll für eine Hausratvers. von 100,-?
für klägliche 20-25,-?
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am 08.04.2014 18:51:09 von Marco M.: Wer profitiert von 10 Jahren Haftungszeit?

Die großen wie die Allianz, die eh weniger mit Maklern zusammenarbeitet und viel auf die eigene Ausschließlichkeit setzt. Wessen Idee ist das nun mit den 10 Jahren??? Alles zurück in die Hände unserer Großkonzerne. Kleine unabhängige Makler auslöschen. Auch wenn Sie unabhäniger dem Kunden die Vorteile vermitteln können, welche eine Allianz nicht unbedingt immer hat - die Unabhänigkeit. Wer diktiert das denn immer unseren Hampelmännern in der Politik?
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am 09.04.2014 19:25:11 von Marion Sombrutzki: Der Gesetzgeber muss hier saubere Lösungen schaffen

Es kann nicht sein, dass generell der gesamte Berufsstand als "Verbrecher" in der Öffentlichkeit hingestellt wird.
Als Makler mit Angestellten und als Ausbildungsbetrieb tragen wir viel Verantwortung, auch in sozialer Hinsicht auf den Erhalt der Arbeitsplätze.
Wenn der Gesetzgeber hier Verlängerung der Haftzeiten fordert und weg möchte vom Modell der Provisionszahlungen überhaupt, dann soll der Gesetzgeber für die Honorarberatung eine saubere Gebührenordnung, ähnlich derer der Ärzte, Steuerberater und Rechtsanwälten einführen.

Nur dann werden wir Honorare überhaupt durchsetzen können und nur dann wird langsam die Akzeptanz des Berufsstandes in den Köpfen der Verbraucher erhöht.

Solange wir hier KEINE Unterstützung erhalten, sehe ich keine Zukunft mehr für unsere Dienstleistung am Kunden.
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am 29.08.2014 14:23:54 von Halbe / Halbe: Der Glanz ist weg.

Ich habe über 30 Jahre in der Branche auf dem Buckel, und kenne die Zeit im Außendienst, als auch die Zeit in der Sachbearbeitung/Innendienst.

Wer glaubt das die 45 - 65 K im Innendienst leicht verdientes Geld ist, der irrt gewaltig. Viel zu groß ist der Arbeitsdruck und die Kontrolle jedes einzelnen SB geworden, und das alles Dank immer perfideren EDV Systemen.

Schaut man sich beispielsweise den Hamburger Arbeitsmarkt an, sind in den letzten Jahren hunderte, ja sogar tausende Arbeitsplätze freigesetzt worden. Da quälen sich mittlerweile tausende Vers.kfm, Vers.BW oder sogar Vers.FW durch prekäre Arbeitsverhältnisse! Und das bei einer Bezahlung die teilweise unterirdisch ist! Stichwort Tarife für Zeitarbeit!

Ich habe selber beruflich mit diesen Leuten zutun gehabt. Da sind Leute bei gewesen, die konnten neben ihrer fachlichen Qualifikation teilweise bis zu vier (!) Sprachen in Wort und Schrift, dennoch sind die mit einem Minigehalt nach Hause gefahren, und haben bei Vater und Mutter die Füße unter den Tisch gestellt weil Sie sich keine eigene Wohnung leisten können.

Und zum Thema Stornohaftzeiten.....

Es spielt ohnehin keine Rolle mehr ob die Vermittler fünf oder zehn Jahre haften. Wenn der Euro bzw die Weltwirtschaft abraucht, dann sind die Vermittler sowieso alle oberpleite.
Es langt schon in einer solchen Situation, wenn 30 bis 40 Prozent der in den letzten Jahren besuchten Kunden, aus finanziellen Gründen ihre Beiträge nicht mehr zahlen können.

Sie sollten sich mal alle mit dem Thema beschäftigen, wie die Versicherer Ihr Geld anlegen MÜSSEN.
Die Eurokrise ist noch lange nicht ausgestanden, und wer meint das nur Greece und Co pleite sind, der soll sich mal mit den Pension und Renten bzw. den Zahlungsverpflichtungen der Bundesrepublik auseinandersetzen.

Das wird noch ein Heidenspass.......
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am 28.10.2014 18:11:22 von Ronny: Besser Kann man es nicht erläutern,SUPER

Kommentar zu: Honorar klappt im besten Fall wenn alle Honorar anbieten und es keine Provisionen mehr gibt.

Mit Honorar wirst Du untergehen. Solange es andere gibt, die auf Provision arbeiten, wirst Du keine Kunden finden die ein anständiges Honorar bereit sind zu zahlen. Selbst wenn es nur noch Honorarberatung gäbe, wird ein Großteil der Vermittler verschwinden, weil das Geld nochmal deutlich...
Genau so ist es, mehr muss ich nicht zu deinen Beitrag kommentieren. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Ein Kollege.
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am 03.11.2015 23:32:28 von Prediger: Deutschland verrecke

Das Finanzgewerbe ist ledidlich -- e i n A u s l ä u f e r --
gemäß der Aussage: Deutschland schafft sich ab (von TS).
Merkel veranschaulicht es mit Ihrer USRael angeordneten Flüchtlingspolitik
Na wirds euch langsam klar war hier läuft und das ist keine
Veschwöhrungs "Theorie" nein das ist schon die Praxis.
---- Wacht endlich auf, ihr Sklaven der Politiker, geht auf die Straße, noch ist es nicht zu spät ---
mehr ...
am 08.01.2016 20:03:42 von wittM: Antwort zu Marion Sombrutzki

Kommentar zu: Der Gesetzgeber muss hier saubere Lösungen schaffen

Es kann nicht sein, dass generell der gesamte Berufsstand als \"Verbrecher\" in der Öffentlichkeit hingestellt wird.
Als Makler mit Angestellten und als Ausbildungsbetrieb tragen wir viel Verantwortung, auch in sozialer Hinsicht auf den Erhalt der Arbeitsplätze.
Wenn der Gesetzgeber hier...
Wenn Sie das wollen, dann verlieren fast alle Makler Ihren Job. Wenn ich mir die Vertriebsnetze von den Maklern ansehe, dann wird mir schlecht. Manche haben noch nicht einmal eine funktionierende Internetseite. Social Media kennen die meisten auch nicht. Ich denke man kann noch einiges tun. Mit der Haftung auf 10Jahre kann ich persönlich auch nicht verstehen. Soviel steht fest, verlangt mein Makler Provision von mir auch wenn ich vorher Kündige war es das. Dann wird die Maklervollmacht gekündigt und ich mach das alles alleine.
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