02.09.2014

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Kommentar: Rentenversicherung ist keine Anlage

Die Versicherer kalkulieren derzeit neue Tarife, die dem Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) entsprechen. Die Absenkung des Höchstrechnungszinses, aber auch der gezillmerten Abschlusskosten werfen Fragen für den Vertrieb auf.

Noch ist es zu früh, dass die Lebensversicherer ihre neuen Tarifgenerationen präsentieren, mit denen sie das LVRG umsetzen. Aufgrund dieses Gesetzes wird der Höchstrechnungszins, der wettbewerbsbedingt auch als Garantiezins verwendet wird, von 1,75 auf 1,25 Prozent gesenkt.

Garantiezinssenkung macht Kosten erkennbarer
Durch diese Absenkung wird einmal mehr für den Kunden offensichtlich, dass eine Lebensversicherung auch mit Kosten verbunden ist. Denn diese Kosten brauchen auch bei längeren Laufzeiten den Garantiezins auf. Wenn man ausschließlich auf die Garantieverzinsung setzt und keine weiteren Überschussbeteiligungen erwartet, wäre es auf den ersten Blick Kapitalvernichtung, in eine Lebens- oder Rentenversicherung anzulegen.

Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass es keine Überschussbeteiligungen gibt, denn jedenfalls nach Ansicht des Bundes der Versicherten kalkulieren Versicherer die Sterblichkeit viel zu konservativ. Mit anderen Worten, es müssten nicht unerhebliche Sterblichkeitsgewinne entstehen. Und an diesen Überschüssen müssen die Versicherten künftig mit mindestens 90 statt bisher 75 Prozent beteiligt werden.

Senkung der Vergütung unvermeidlich
Um die Lebens-/Rentenversicherung dennoch selbst in den Garantiewerten attraktiver zu gestalten, sollen die Abschlusskosten sinken, so der erklärte Wille des Gesetzgebers. Die Abschlusskosten werden teilweise vorab zu Vertragsbeginn und teilweise laufend einkalkuliert. Die einmalig vorab einkalkulierten Kosten dürfen in den neuen Tarifen nur noch maximal 25 statt bisher 40 Promille der Beitragssumme ausmachen. Derzeit rätseln insbesondere Vertriebsverantwortliche über Möglichkeiten, diese Absenkung mit verschiedensten Tricks zu verpacken, ohne die Vergütungen abzusenken.

Das wird allerdings nicht funktionieren. Denn die Provisionen und Courtagen müssen abgesenkt werden. Besonders überdurchschnittlich teure Vertriebsketten wie Pools mit Overhead-Vergütungen auf die vollmundig versprochenen Höchst-Courtagen stehen auf dem Prüfstand. Kein Vertriebsweg dürfte mit einer Absenkung der Zillmerkosten um 15 Promille um eine Beschneidung der Vermittlervergütungen herumkommen.

Zweck einer Rentenversicherung: Nicht primär die Rendite
In diesem Zusammenhang lohnt es sich darüber nachzudenken, was überhaupt der Sinn einer Rentenversicherung ist. Mit dieser kauft der Kunde nicht etwa eine Rendite, vielmehr kauft er sich ein Anrecht auf eine Versorgung durch ein Kollektiv.

Und die Versorgung durch ein Kollektiv ist erheblich günstiger, als die Versorgung selbst zu organisieren. Ein Beispiel: Ein 30-jähriger Kunde möchte mit 65 in Rente gehen und anschließend eine vorschüssige Jahresrente von 12.000 Euro erhalten. Dafür hat er im Prinzip drei Vorsorgemöglichkeiten:
Erstens kann er sich in seiner aktiven Zeit ein Vermögen aufbauen, aus dem er ohne Kapitalverzehr und nur aus den Zinsen lebenslänglich die gewünschte Rente sicherstellen kann. Angenommen, mit einer Kapitalanlage könnten nachhaltig zwei Prozent Zins erzielt werden, dann braucht der Kunde im Alter 65 ein Kapital von 12.000 Euro geteilt durch zwei Prozent oder 600.000 Euro. Mit demselben Zinssatz lässt sich daraus eine jährliche Sparrate von knapp 11.800 Euro vorschüssig ermitteln.

Zweitens könnte der Kunde zwar ebenfalls ein Vermögen aufbauen, dieses aber bis zu einem bestimmten Alter verzehren. Dieses Alter müsste er aber sehr vorsichtig wählen.
Wenn der Kunde beispielsweise den Kapitalverzehr bis Alter 120 plant, dann sinkt das benötigte Vermögen unter sonst gleichen Bedingungen auf knapp über 406.000 Euro und die jährliche Sparrate auf knapp 8.000 Euro.

Drittens könnte sich der Kunde mit anderen Kunden in einem Kollektiv zusammenschließen, spricht eine Rentenversicherung erwerben. Wenn die Kunden des Kollektivs durchschnittlich 90 Jahre alt würden, sinkt dennoch der Kapitalbedarf unter sonst gleichen Bedingungen auf rund 239.000 Euro oder die Sparrate auf knapp 4.700 Euro.







Billigste Vorsorgemöglichkeit
Das bedeutet, dass für einen bisher nicht vermögenden Kunden, der sich durch Sparen aus seinem Erwerbsvermögen ein Vorsorgekapital erst aufbauen muss, die Rentenversicherung die mit Abstand billigste Möglichkeit dazu darstellt. Je geringer die langfristige Zinserwartung ist, desto deutlicher sind die Unterschiede zwischen den drei aufgezeigten Varianten.

Allerdings könnte man einwenden, dass die Rentenversicherung mit Kosten verbunden ist. Das ist richtig. Allerdings sind auch alle anderen Anlageformen mit Kosten verbunden. Selbst wenn ein Anleger keinerlei professionelles Anlagemanagement in Anspruch nimmt, muss er Kosten in Gestalt von Informationsbeschaffung, Zeit, Nerven und teuren Rückschlägen hinnehmen.

Gewichtige Gründe sprechen für die Rentenversicherung
Schließlich ist ein Einwand denkbar, dass die Rentenversicherung zu geringe Zinsen erreicht. Das mag richtig sein. Allerdings muss dabei bedacht werden: Unter sonst vergleichbaren Bedingungen müsste der Kunde Im obigen Beispiel, allein mit der Lösung 2, also dem bis Alter 120 reichenden Vermögen, nachhaltig über 90 Jahre hin 1,4 Prozentpunkte mehr Verzinsung erreichen als im Kollektivsparen. Und mit der Lösung 1 müssten sogar 1,8 Prozentpunkte mehr erreicht werden. Nach Steuern, nach Kosten, nach Risiken wie zwischenzeitlichem Vermögensverlust. So betrachtet gibt es für die Rentenversicherung viel gewichtigere Argumente als die vordergründige „Rendite“.

Bildquelle: ©Cumulus
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Autor(en): Matthias Beenken
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

am 02.09.2014 13:41:02 von Günter Heimpel: Rentenversicherung ist keine Anlage

Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben ja Recht, dass die Rentenversicherung grundsätzlich keine Anlage darstellt. Auch den Vergleich der verschiedenen Anlagemöglichkeiten zur Erzielung einer lebenslangen Rente finde ich gut. Aber eine Berechnung auf ein Endalter von 120 !! Jahren finde ich absurd. Jeder Kunde dem ich dies so vorrechne würde glauben, daß ich ihn veralbern wollte. Also bitte, wie immer, realistische Zahlen verwenden. 95 Jahre oder 100 Jahre kann ich dem Kunden noch plausibel machen. 120 Jahre nicht. Damit machen Sie alles vorherige unglaubwürdig. Schade !
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am 02.09.2014 16:57:31 von Dr. Wolfgang P. Warth: Das Ende der konventionellen Lebensversicherung

Sehr geehrter Herr Prof. Beenken,
indirekt machen Sie mit Ihrem Artikel deutlich, daß die Lebensversicherung konventioneller Prägung (lange Laufzeit, Garantiezins) am Ende ist. In der anhaltenden Niedrigzinsphase, die noch länger anhalten dürfte, wird es einem Versicherer kaum möglich sein, eine attraktive Rendite auszuweisen und einen Kunden zu befriedigen, der das Produkt nicht primär als Todesfallabsicherung erwirbt. Die Kosten sind schlicht zu hoch. Da ist es dann schon vorteilhafter, weil die Kosten geringer ausfallen, auf Staatsanleihen zu setzen. Tut man dies, so hat man aber auch Nachteile, zwar geringere Kosten, dafür aber auch einen Steuernachteil, es sei denn, man hat ohnehin nur sehr geringe Kapitaleinkünfte. Und es wird dann auch klar, daß man die erwünschte Rendite mit Risiko (bspw. Inflation oder einer Staatspleite) einkauft. Und dann wird einem bewußt, in welchem Dilemma auch der Versicherer steckt, denn dieses hat ja selbst die gleichen Anlageentscheidungen zu treffen. Wer anlegen will und vorsorgen muß, dem bleiben also lediglich Beteiligungen, insb. Aktien. Zurecht weisen Sie darauf hin, daß nach dem Wegfall der Einkommen im Alter dann eine andere Situation besteht und ein Kunde mit der Langlebigkeit als Risiko konfrontiert ist. In einem solchen Fall ist dann sicherlich eine Rentenversicherung von Vorteil. Fazit: Die fondsgebundene Rentenversicherung ist damit das richtige Vehikel, aber dazu sind die Kosten dramatisch zu reduzieren, um das Produkt attraktiv zu machen.
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am 02.09.2014 18:09:39 von Pirchmoser Hubert: Lebensversicherung/Rentenversicherung

Absenkung der Provisionssätze ist nicht die Kostenbremse. Vielleicht bei den großen Vertrieben oder Pools mit Zusatzprovisionen. Wir kleinen Makler oder Mehrfachvermittler haben nicht die üppigen Provisionen!
Wie wäre es wenn die Gesellschaften mal bei den Vorständen und Ihren Glaspalästen einsparen würden!? Da liegen die hohen Kosten für unsere
Kunden. Gesellschaften verlangen 30-50% an Kosten vom Vertrag des Kunden und unsere Provision macht gerade mal 4-5% aus und haben noch die Stornohaftung von 5jahren! Also wer verdient sich da eine goldene Nase? Die Gesellschaften können Ihre Verlustanlagen in Zukunft selbst vertreiben ohne uns seriösen Vermittler!1
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am 02.09.2014 23:00:24 von Steffen Wildt: ... da wäre noch Variante 4

... diese kombiniert die erste und die dritte. Es ist nämlich am besten, selbst erst einmal renditestark anzusparen und dann z.B. mit 65 in eine sofort beginnende Rentenversicherung einzuzahlen. Übrigens gehen einige Anbieter im Riester-Bereich mit den Fondssparplänen genau diesen Weg. Ansparen, dann Auszahlplan bis 85 und anschließende Rentenversicherung. Das kann man sich auch selbst "bauen".
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am 03.09.2014 07:53:47 von Dieter Rüping: Kann es sein...

dass Sie bei Ihrer Kalkulation schlicht die Inflation vergessen haben?
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am 03.09.2014 08:00:11 von Matthias Beenken: Inflation trifft alle Anlageformen

Kommentar zu: Kann es sein...

dass Sie bei Ihrer Kalkulation schlicht die Inflation vergessen haben?
Die Inflation habe ich nicht vergessen, sondern außen vor gelassen, weil sie jede Form der Vorsorge gleichermaßen betrifft, das heißt die Grundaussage bleibt gleich. Die Lebenshaltungskosten steigen nicht etwa deshalb unterschiedlich, weil ich entweder mit Rentenversicherungen oder mit Kapitalanlagen oder Immobilien oder auf sonstige Art vorsorge.
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am 03.09.2014 08:12:00 von Matthias Beenken: Ein beliebter, aber schwieriger Rat

Kommentar zu: ... da wäre noch Variante 4

... diese kombiniert die erste und die dritte. Es ist nämlich am besten, selbst erst einmal renditestark anzusparen und dann z.B. mit 65 in eine sofort beginnende Rentenversicherung einzuzahlen. Übrigens gehen einige Anbieter im Riester-Bereich mit den Fondssparplänen genau diesen Weg. Ansparen,...
Den Vorschlag einer Kombination aus renditeorientiertem Sparen und einer Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag höre ich häufiger. Ein Gedankenexperiment: Wenn sich alle Vorsorgesparer auf einen Schlag an diesen Rat halten und den Rentenversicherern nur noch zum Renteneintritt Einmalbeiträge anbieten würden, woher sollten die Rentenversicherer dann eine über die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Zins aus sicheren Anlageformen hinausgehende Rendite anbieten? Wenn also beispielsweise aktuell heute ein Rentner seine Ersparnisse als Einmalbeitrag anlegen wollte, könnte der Versicherer dies in Anleihen mit Renditen kaum über 1 Prozent anlegen. Zu anderen Zeiten hätten Rentner vielleicht etwas mehr Glück. Dass die Rentenversicherer aktuell immer noch rund 3,5 bis 4 Prozent bieten können, liegt an den positiven Hebeleffekten laufender Beitragszahlungen und am Ausgleich nicht nur im Kollektiv, sondern vor allem in der (langen) Zeit. Ganz abgesehen davon, dass es kaum Anleger gibt, die ihr ganzes Berufsleben lang in der nötigen Dimension liquide Ersparnisse anhäufen, ohne sie nicht doch von Zeit zu Zeit für Konsumwünsche anzugreifen. Wirklich überdauern werden bei den meisten Menschen nur langfristige Sparverträge mit Bestrafungselementen bei vorzeitiger Entnahme (deshalb ist es richtig, dass man bei vorzeitigem Versicherungsabbruch Verluste erleidet), Immobilien und andere wenig tangible Anlageformen.
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am 03.09.2014 10:27:39 von Elke Schlegelmilch: Dank Gesundheitsmodernisierungsgesetz auch auf den zweiten Blick Kapitalvernichtung

Für potentielle und (Alt)Kunden von Lebensversicherern kann eine "RENTENVERSICHERUNG" sehr wohl KAPITALVERNICHTUNG sein, denn dank des sogenannten Gesundheitsmodernisierungsgesetzes werden Betroffene seit 2004 (sogar rückwirkend) zur Kasse gebeten. Die ausgezahlte Summe wird nach ihrer Fälligkeit, mit VOLLEN Beiträgen, sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmeranteil, zur gesetzlichen Kranken- (z.Zt. 15,5 %) und Pflegeversicherung (z.Zt. 2,05% bzw.2,3 %) herangezogen. Es werden also auch Beiträge zur Pflegeversicherung für Zeiträume gefordert, als die Pflegeversicherung noch gar nicht eingerichtet war!
Die Verluste für Versicherte (von denen die meisten Mitglied der GESETZLICHEN KRANKENKASSE sind) :
Bei Auszahlung der Versicherungssumme + evtl. Gewinnanteile wurde/wird die GESETZLICHE KRANKENKASSE von der Versicherungsgesellschaft über den Auszahlungsvorgang in Kenntnis gesetzt. Die zuständige Krankenkasse erstellt nun einen Beitragsbescheid und fordert, verteilt auf 10 Jahre (Versicherungssumme + Gewinnanteile) : 120 Monate)) = Bezugswert/Monat zur Berechnung der monatlichen Beiträge, von der bezugsberechtigten Person einen monatlichen Beitrag, nach den jeweils gültigen Tarifen. Hier entstehen Monatsbeiträge in Höhe von ca. 70 - 160 Euro und mehr!!!
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am 03.09.2014 12:00:41 von Tim Tasche: Pauschal falsch

Kommentar zu: Dank Gesundheitsmodernisierungsgesetz auch auf den zweiten Blick Kapitalvernichtung

Für potentielle und (Alt)Kunden von Lebensversicherern kann eine \"RENTENVERSICHERUNG\" sehr wohl KAPITALVERNICHTUNG sein, denn dank des sogenannten Gesundheitsmodernisierungsgesetzes werden Betroffene seit 2004 (sogar rückwirkend) zur Kasse gebeten. Die ausgezahlte Summe wird nach ihrer...
Dies ist pauschal falsch.

Es kommt auf den Durchführungsweg an und es kommt auch darauf an, ob Sie freiwillig in der GKV sind.
Als freiwillig GKV versicherter werden generell alle Einnahmen herangezogen.
Als bspw. pflichtversicherter Rentner haben Sie da nichts zu befürchten, außer wir reden von einer bAV.
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am 03.09.2014 12:11:59 von Dr. Wolfgang P. Warth: Das Ende der Lebensversicherung

Kommentar zu: Ein beliebter, aber schwieriger Rat

Den Vorschlag einer Kombination aus renditeorientiertem Sparen und einer Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag höre ich häufiger. Ein Gedankenexperiment: Wenn sich alle Vorsorgesparer auf einen Schlag an diesen Rat halten und den Rentenversicherern nur noch zum Renteneintritt Einmalbeiträge...
Sehr geehrter Herr Prof. Beenken,
daß die Versicherer heute eine noch vergleichbar hohe Verzinsung anbieten, liegt an den Anlageentscheidungen der Vergangenheit und den aufgebauten stillen Reserven, die bald erschöpft sein werden. ES ist also für den Versicherer nicht zwingend, Rentenversicherungen mit laufender Beitragszahlung anzubieten. Die Vorsorgeentscheidung wird im heutigen fragilen Kapitalmarktumfeld vorteilhafter, wenn man auf Kapitalanlagen setzt und später eine Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag abschließt. Dann aber werden wohl Versicherer mit einem höheren Eigenkapital abbeiten müssen, um Zinsgarantien abgeben zu können, weil der Aufbau von Reserven schwierig wird. Dies beweist, wie schwierig es ist, die Marktposition zu halten.
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am 03.09.2014 15:02:18 von Steffen Wildt: beliebt vielleicht, schwierig auf keinen Fall

Kommentar zu: Ein beliebter, aber schwieriger Rat

Den Vorschlag einer Kombination aus renditeorientiertem Sparen und einer Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag höre ich häufiger. Ein Gedankenexperiment: Wenn sich alle Vorsorgesparer auf einen Schlag an diesen Rat halten und den Rentenversicherern nur noch zum Renteneintritt Einmalbeiträge...
...Wenn sich alle Vorsorgesparer auf einen Schlag an diesen Rat halten und den Rentenversicherern nur noch zum Renteneintritt Einmalbeiträge anbieten würden, woher sollten die Rentenversicherer dann eine über die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Zins aus sicheren Anlageformen hinausgehende Rendite anbieten?...

Lieber Herr Beenken, die von Ihnen angesprochene Rendite der Versicherer benötigt der Kunde gar nicht, da er ja alternativ ggf. mehr erwirtschaften kann. Des Weiteren erhält er den genannten Zins ja nur auf den Sparanteil und dieser liegt je nach Gesellschaft bei deutlich unter 100% des Beitrages. Die reale Beitragsverzinsung liegt mitunter deutlich darunter. Und wir sind dann auch schnell beim Thema Garantie. Diese wird ja immer mehr heruntergefahren-die Versicherer dürfen bald nur noch etwas über 1% garantieren. Was darüber hinausgeht ist völlig offen und somit für den Kunden nicht planbar. Und wie schon angesprochen arbeiten die großen Anbieter von Riesterfondssparplänen so, wie ich es skizziert habe. Dort funktioniert das Modell der sofort beginnenden Rentenversicherung doch prima. Die Versicherer kalkulieren doch sowieso nicht anders. Es wird geschaut, was am Ende da ist und danach bemisst sich die Gesamtrente. Und auf Basis der dann gültigen Sterbetafel ergibt sich eine Rente. Wenn dies gut kalkuliert ist muss es sogar gänzlich ohne neue Beitragszahler funktionieren. Letzten Endes können wir alle nur froh sein, wenn die Zinsen weiter fallen, da dann der Zinsanteil in den Produkten des täglichen Lebens langfristig auch sinkt. Die allermeisten von uns sind Nettozinszahler, da sie übers Jahr mehr an Zinsen zahlen als sie mit ihren Anlagen verdienen. Das wird allerdings schon fast ein neues Thema...
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am 03.09.2014 16:30:01 von Elke Schlegelmilch: Aussage ist keineswegs pauschal falsch!

Kommentar zu: Pauschal falsch

Dies ist pauschal falsch.

Es kommt auf den Durchführungsweg an und es kommt auch darauf an, ob Sie freiwillig in der GKV sind.
Als freiwillig GKV versicherter werden generell alle Einnahmen herangezogen.
Als bspw. pflichtversicherter Rentner haben Sie da nichts zu befürchten, außer wir reden von...
Schätzungsweise 6 Millionen Direktversicherte werden/wurden nach meiner Kenntnis auf die von mir geschilderte Weise abgezockt. Wenn Ihnen die wirklichen Sachverhalte nicht bekannt sein sollten, dann können Sie sich beispielsweise genauer via Internet auf der Homepage der bundesweit agierenden Interessengemeinschaft GMG-Geschädigten Direktversicherte informieren. GMG steht übrigens für Gesundheitsmodernisierungsgesetz!
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am 04.09.2014 11:04:45 von Tim Tasche: Nichts gegenteiliges gesagt.

Kommentar zu: Aussage ist keineswegs pauschal falsch!

Schätzungsweise 6 Millionen Direktversicherte werden/wurden nach meiner Kenntnis auf die von mir geschilderte Weise abgezockt. Wenn Ihnen die wirklichen Sachverhalte nicht bekannt sein sollten, dann können Sie sich beispielsweise genauer via Internet auf der Homepage der bundesweit agierenden...
Ich erster Kommentar suggerierte mir, dass dies auf alle Rentenversicherungen zutrifft. Dem ist jedoch nicht so.
Haben Sie sich bitte nicht so.
Ich gehe mit Ihnen konform, dass dieses rückwirkende Gesetz für die betreffenden Altverträge ein Schlag ins Gesicht war.
Bei heutigen Neuabschlüssen kennt man die Lage, und sollte sich bewusst über die Verschiebung der GKV Beiträge sein.

Nur ist jeder Fall anders. Ihr erster Beitrag war einfach zu pauschal.

Guten Tag.
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am 05.09.2014 11:50:02 von Elke Schlegelmilch: Genau das ist der Punkt: Jeder Fall ist ANDERS, und Gewinner sind in jedem Fall die Versicherer

Kommentar zu: Nichts gegenteiliges gesagt.

Ich erster Kommentar suggerierte mir, dass dies auf alle Rentenversicherungen zutrifft. Dem ist jedoch nicht so.
Haben Sie sich bitte nicht so.
Ich gehe mit Ihnen konform, dass dieses rückwirkende Gesetz für die betreffenden Altverträge ein Schlag ins Gesicht war.
Bei heutigen Neuabschlüssen...
Genau das ist der Punkt: Jeder Fall ist ANDERS, und Gewinner sind in JEDEM Fall die Versicherer. Nach wie vor informieren Versicherungsunternehmen übrigens bei Neuabschlüssen, jedenfalls meines Wissens, allenfalls im Kleingedruckten oder auf ausdrückliche Nachfrage über die "Falle" der Verbeitragung bei Auszahlung. Sogenannte Altkunden werden von ihren Versicherern über die Beitragspflicht erst bei Auszahlung in Kenntnis gesetzt ... am meisten sind diejenigen gelackmeiert, die über sogenannte berufsständische Versorgungswerke/kassen eine Pflichtversicherung abschließen MUSSTEN, etwa lt. Tarifverträgen, und deshalb zwischenzeitlich nicht aus der Versicherung aussteigen können/konnten - um ihr Geld besser anzulegen ... etwa in Immobilien. Das sind nun mal die Fakten!
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am 05.09.2014 14:01:54 von Tim Tasche: Deshalb fachmännischer Rat...

Kommentar zu: Genau das ist der Punkt: Jeder Fall ist ANDERS, und Gewinner sind in jedem Fall die Versicherer

Genau das ist der Punkt: Jeder Fall ist ANDERS, und Gewinner sind in JEDEM Fall die Versicherer. Nach wie vor informieren Versicherungsunternehmen übrigens bei Neuabschlüssen, jedenfalls meines Wissens, allenfalls im Kleingedruckten oder auf ausdrückliche Nachfrage über die \"Falle\" der...
Ich trenne jetzt mal Versicherer und Berater.

Das mag wohl bei vielen Versicherern als kleiner Hinweis stehen.... ich finde hier ist der Berater gefragt den Kunden aufzuklären! Ohne wenn und aber.
Für alles gibt es heute Tools die durch Berater/Verkäufer genutzt werden können. Diese Tools zeigen bspw. Beitragsaufwand und die Netto Rente im Vergleich der Schichten auf. So kann der Kunde seine Präferenzen setzen.
Es wird nie die perfekte Altersvorsorge existieren.

Wenn es künftig Änderungen geben sollte, kein Problem. Darauf kann man reagieren. Nur das sollte der Bestand außen vor bleiben.
Das GMG war dementsprechend ein Schlag ins Gesicht und eine echt miese Nummer.

Schönes Wochenende!
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am 07.09.2014 18:16:22 von Elke Schlegelmilch: Korrekt :"Eine echt miese Nummer"

Kommentar zu: Deshalb fachmännischer Rat...

Ich trenne jetzt mal Versicherer und Berater.

Das mag wohl bei vielen Versicherern als kleiner Hinweis stehen.... ich finde hier ist der Berater gefragt den Kunden aufzuklären! Ohne wenn und aber.
Für alles gibt es heute Tools die durch Berater/Verkäufer genutzt werden können. Diese Tools zeigen...
Nur leider: Ihre Aussage, dass das GMG "dementsprechend eine echt miese Nummer war" ist m. E. korrekt, aber sie hilft den Millionen Betroffenen nicht weiter ... Versicherer/Berater haben bislang "die Beine schön still gehalten", denn kurzfristig war das GMG für sie ja nicht geschäftsschädigend. Das wird sich zunehmend ändern. Immer mehr betroffene Kunden wachen auf ... und die Krankenkassen-Abzocke spricht sich bei (ehemaligen) Kollegen sowie im Bekannten- und Familienkreis mehr und mehr herum ... Wenn die Versicherer/Berater bei der Politik ähnlichen Druck gemacht hätten, wie in Sachen Bewertungsreserven, dann hätte die Politik das (rückwirkende) GMG längst korrigiert, wie es etwa die aba seit Jahren fordert! Aber Versicherer/ Berater haben offenbar in diesem Fall die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt.
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