11.05.2015

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Makler weichen ins Sachgeschäft aus

Die aktuelle Asscompact-Studie zur privaten Sachversicherung zeigt nicht nur, welche Versicherer bei den freien Vermittlern besonders beliebt sind. Vielmehr hinterlässt das Lebensversicherungsreformgesetz auch hier seine Spuren.

An der Onlinebefragung der bbg Betriebsberatungs GmbH nahmen 434 Makler und Mehrfachvertreter teil. Sie kennzeichnet, dass sie mit fast 52 Jahren ein hohes Durchschnittsalter und mit knapp 24 Jahren auch eine dementsprechend lange Praxiserfahrung aufweisen. Die Befragten beziehen ein Zehntel ihrer Courtageerläse aus der Kfz-Versicherung und gut zwölf Prozent aus der gewerblichen Kompositversicherung. Die Private Kompositversicherung mit den vier wichtigsten Zweigen Wohngebäude, Privathaftpflicht, Hausrat und Unfall macht ein Viertel der Umsätze aus.

Welche Kriterien die Zufriedenheit der Makler beeinflussen
Die Bewertung der Anbieter erfolgte nach 13 Einzelkriterien, von denen aber durchaus nicht alle eine spürbare Relevanz für die Gesamtzufriedenheit aufweisen. Die Zufriedenheit erklärt nicht allein, aber doch recht gut, warum Makler mit bestimmten Versicherern zusammenarbeiten.
Die höchste statistische Relevanz für die Zufriedenheit hat mit 20 Prozent Erklärungsanteil die Courtageabwicklung, gefolgt von der Qualität des Bestandskundenservice und dem Image des Versicherers mit jeweils zwischen 16 und 17 Prozent Erklärungsanteil.

Auch die Abwicklungsqualität des Neugeschäfts, der Schadenregulierung und der Tarifpolitik haben einen deutlichen Einfluss. Rein statistisch irrelevant für die Zufriedenheit ist beispielsweise die Breite der angebotenen Produktpalette - der Makler kann gezielt verschiedene Anbieter aussuchen und braucht keine Allroundanbieter – oder die Qualität der vorvertraglichen Information.

Haftpflichtkasse Darmstadt mehrfach Sieger
Die bbg lässt in die Bewertung sowohl diese Einzelbewertungen als auch die Reichweite einfließen, die der Versicherer bei Vermittlern hat, also wie viel Geschäft für den jeweiligen Versicherer vermittelt wird. Die Topanbieter sind danach in der Hausrat- sowie in der Privathaftpflichtversicherung Haftpflichtkasse Darmstadt, VHV und Interrisk. In der Unfallversicherung ist lediglich die Reihenfolge des Zweit- und Drittplatzierten vertauscht. Bei Unfall fällt allerdings auf, dass spürbar weniger Vermittler diesen Versicherungszweig überhaupt vermitteln.

In der Wohngebäudeversicherung steht kein Versicherer, sondern mit der Domcura ein Konzeptanbieter auf dem ersten Platz. Ihm folgen allerdings auch wieder VHV und Interrisk.

Makler kompensieren Einnahmeausfälle im Vorsorgegeschäft
Die Bedeutung des Kompositgeschäfts nimmt spürbar zu. Während rückblickend vor fünf Jahren nur knapp 62 Prozent der Befragten der Kompositsparte eine hohe Bedeutung in ihrem Vermittlungsgeschäft bescheinigen, sind es aktuell 87 Prozent, und künftig erwarten über 90 Prozent eine wichtige Bedeutung.

Der wichtigste Grund für diesen Bedeutungszuwachs wird im Lebensversicherungsreformgesetz gesehen. Knapp 62 Prozent geben dies an. Offenbar versuchen viele Makler, rückläufige Umsätze aus der Leben-Sparte mit Kompositgeschäft auszugleichen. Damit dürfte sich der Wettbewerb vor allem mit den etablierten Ausschließlichkeitsorganisationen verschärfen, die bisher im Kompositgeschäft den größten Anteil am Vermittlungskuchen aufweisen.

Bildquelle: ©vrd/Fotolia

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Autor(en): Matthias Beenken
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