08.09.2015

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
   NEWSLETTER

Bei der Altersvorsorge nicht auf eine Erbschaft spekulieren

Eine überwiegende Mehrheit der Deutschen geht davon aus, dass Erbschaften in Deutschland sehr ungleich verteilt sind. Das zeigt jedenfalls eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

76 Prozent der Deutschen meinen, dass die sehr großen Erbschaften auf nur wenige Personen entfallen, wodurch die Einzelerbschaft für die Mehrheit der Erben vergleichsweise niedrig ist und damit wenig Ersatz für eigene Altersvorsorge bietet.

Mehr für den eigenen Konsum ausgeben
Ebenfalls eine Mehrheit (67 Prozent) hält die langfristige Entwicklung des Erbschaftsvolumens für unsicher, weil nachrückende Erben immer länger leben und mehr für den eigenen Konsum ausgeben. Daher werden die Erbschaften trotz der 3,1 Billionen Euro, die von 2015 bis 2024 zur Vererbung anstehen, tendenziell niedriger ausfallen. 16 Prozent der Befragten stimmten dieser Einschätzung voll und ganz zu, 51 Prozent mit Abstrichen. Unter jüngeren Menschen ist diese Auffassung hingegen weniger verbreitet. In dieser Altersgruppe rechnen nur 60 Prozent mit einer zunehmenden Unsicherheit künftiger Erbschaften.

Ungleichheit in der Gesellschaft fördern
Dagegen sind mehr Jüngere der Auffassung, dass Erbschaften die Ungleichheit in der Gesellschaft fördern, weil diese tendenziell dazu beitragen, dass bereits Vermögende zusätzliches leistungsloses Vermögen erhalten. Dem stimmten 61 Prozent der 18- bis 25-Jährigen voll und ganz beziehungsweise eher zu. In der Altersgruppe, aus der vor allem die Erben stammen (46 bis 65 Jahre) ist diese Auffassung dagegen weniger verbreitet (58 Prozent).

Hintergrundinformation
Das DIA hat kurz vor der Veröffentlichung seiner neuen Erbenstudie vom Meinungsforschungsinstitut
Yougov Deutschland die oben dargestellte Umfrage durchführen lassen.



Auch in der April-Ausgabe von Versicherungsmagazin steht das Thema Erbschaften und Ruhestandplanung auf der Agenda. Unter der Überschrift "Bewusstes Entsparen will gelernt sein" wird gezeigt, dass viele Vermittler noch nicht bereit sind für die Zilegruppe 50 plus, obwohl diese lukrative und enorm wachsende Kundengruppe darstellen: Hier ein kurzer Blick in den Beitrag:

"Trotz der wachsenden und vermögenden Zielgruppe der Generation 50 plus sind Vermittler noch nicht auf das Thema Ruhestandsplanung eingestellt. Ein Grund dafür ist, dass die von den Vermittlern beherrschten Beratungsansätze in der Altersversorgung nicht mehr greifen. Statt Sparen geht es nämlich um bewusstes und geplantes Entsparen.

Das Spannende an der Zielgruppe 50 plus ist nicht nur, dass sie die einzig wachsende Zielgruppe ist, sondern auch die mit dem höchsten durchschnittlichen Nettogeldvermögen. „Die Babyboomer kommen“, freut sich Olaf Neuenfeldt von der Initiative Ruhestandsplanung, der bis 2014 bei Aegon das Thema Ruhestandsplanung vertrieblich betreute. Und 52 Prozent (!) wird der Anteil der über 50-Jährigen an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2050 betragen – ein Wachstumsmarkt ohnegleichen.

... Störfaktoren können in der Zielgruppe 50 plus der Verlust der Gesundheit sowie der Mobilität sein, erläuterte Neuenfeldt. Auch das Thema Immobilie mit seniorengerechtem Wohnen spiele eine Rolle. Darüber hinaus müssen auch unangenehme Themen wie Testament, Patientenverfügungen und ebenso die Pflege angesprochen werden.

Textquelle: DIA und Versicherungsmagazin; Bildquelle: © picturealliance / zb
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): versicherungsmagazin.de
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

FIRMEN RECHERCHIEREN


BranchenIndex - B2B-Firmensuche für Industrie und WirtschaftDie B2B-FIRMENSUCHE für Industrie und Wirtschaft
In Kooperation mit der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Kostenfrei in über 300.000 Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren:


 » Zur Business-to-Business-Firmensuche
MEHR ZUM THEMA
Scharf geht der Bundesverband der Immobilienfinanzierer e.V.(bvdif) mit der neuen Wohnimmobilienkreditrichtlinie ins Gericht.  » mehr
28.09.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Die Canada Life sieht sich trotz Niedrigzinskrise gut aufgestellt. "Die Probleme der deutschen Lebensversicherer haben wir nicht", sagte der Markus Drews (Bild) Hauptbevollmächtigter der Canada Life Assurance Europe Limited aus Köln auf einem Presseworkshop.  » mehr
27.09.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Beratung und Vertrieb von Versicherungen und Kapitalanlagen sind teuer. Und nach Ansicht der europäischen Regulierer anfällig für Interessenkonflikte.  » mehr
26.09.2016
   WebTV   Bildergalerie  
In Berlin wird aktuell die Umsetzung der neuen EU-Richtlinie für den Versicherungsvertrieb (IDD) ins nationale Recht vorbereitet. Welche Auswirkungen die IDD auf die Kundenberatung und die Aus- und Weiterbildung der Branche bereithält, zeigten Marktakteure auf einer...  » mehr
26.09.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Der Arag-Konzern reagiert mit einer Umstrukturierung auf die Niedrigzinsphase und trennt sich von seinem Lebensversicherungsgeschäft. Künftig will sich das Unternehmen auf die profitablen Bereiche Sach- und Krankenversicherungen konzentrieren.  » mehr
23.09.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Vom 23. September bis 9. Oktober findet das Cannstatter Volksfest statt, mit vier Millionen Besuchern ist es das zweitgrößte Volksfest in Deutschland, gleich nach dem Oktoberfest. Und wieder lockt ein Versicherer mit einer situativen Versicherung, dieses Mal die SV...  » mehr
22.09.2016
   WebTV   Bildergalerie  
 
 LOGIN
Benutzername
Passwort
 
Makler-Champions 2017
Versicherer und Pools auf dem Prüfstand! Versicherer und Pools auf dem Prüfstand!

Versicherungsgesellschaften versprechen seit Jahren, ihre Maklerorientierung zu verbessern. Doch was hat sich bislang konkret getan? Zum siebten Mal hat Versicherungsmagazin gemeinsam mit Servicevalue eine unabhängige Maklerbefragung gestartet, um die Gesellschaften zu finden, die "Makler-Champions" sind.
VM digital
Versicherungsmagazin als E-Magazin Versicherungsmagazin als E-Magazin

Digital, interaktiv, mobil: Ab sofort erhalten alle Abonnenten das neue E-Magazin kostenlos zusätzlich zu jeder gedruckten Ausgabe.
NEWSLETTER
Newsletter Der Versicherungsmagazin Newsletter informiert Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Versicherungsszene. Natürlich kostenlos!

  
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Gabler Wirtschaftslexikon Online: Lexikon und Definition für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht und SteuernDas Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen