22.09.2015

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Gewerbeversicherung: Kleinstunternehmer überfordert

Kleinstunternehmen mit unter zehn Beschäftigten stellen mit 3,3 Millionen Betrieben die größte Firmengruppe in Deutschland dar. Viele dieser Kleinunternehmer fühlen sich überfordert in der Wahl einer Gewerbeversichung für ihre Firma. Dies hat die Studie "Zielgruppen-Insights Firmenkunden: Kleinstunternehmen" des Marktfoschungsinstituts Heute und Morgen ergeben. "Nicht nur große Betriebe, sondern insbesondere das enorme Potenzial an Kleinstunternehmen in Deutschland, bietet zahlreich Marktchancen", verdeutlicht Heute und Morgen-Geschäftsführer Axel Stempel die Relevanz für die Assekuranz.

Einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der kleinen Gewerbetreibenden können Versicherungsvermittler leisten, denn der Beratungsbedarf ist groß: Ein Drittel der Kleinstunternehmer ist unsicher, welche Gewerbeversicherungen für den eigenen Betrieb notwendig und vorteilhaft sind. Jeder fünfte Kleinstunternehmer würde gerne mehr für seine Absicherung tun, fühlt sich in Versicherungsfragen aber überfordert. In Betrieben ab fünf bis neun Beschäftigten ist dies sogar mehr als jeder Vierte (28 Prozent). Jungunternehmer, die ihr Unternehmen unter fünf Jahre führen, sind sich zu 44 Prozent unsicher, welche Gewerbeversicherung sie brauchen.

Offene Fragen
Sowohl bei "alten Hasen" als auch bei Jungunternehmern herrscht vor allem bei diesen Punkten Unsicherheit:
  • Welche Versicherungen sind wirklich notwendig?
  • Leistet der Versicherer im Schadenfall?
  • Unübersichtliches Angebot von Anbietern und Produkten

Die Top-Drei der Kleinunternehmer-Ängste betreffen die Risiken, aufgrund einer Krankheit länger auzufallen, einen wichtigen Kunden zu verlieren sowie die Betriebsstätte aufgrund eines Schadens länger nicht betreten zu können. Moderate Sorgen machen sich die Befragten über folgende Szenarien:
  • Kunde zahlt eine Rechnung nicht
  • IT-Systeme durch einen Virenangriff lahmgelegt
  • Mitarbeiter fällt wegen Krankheit aus
  • Kunde verklagt das Unternehmen
  • Betrug durch Mitarbeiter
  • Datendiebstahl durch Virenangriff
  • Kosten für eigene Leistung steigen


Eine Versicherung gegen Cyber-Risiken ist vor allem für Unternehmer aus der Dienstleistungsbranche spontan ansprechend, denn viele haben bereits negative Erfahrungen mit Hackern machen müssen.

Hat der Vermittler das nötige Fachwissen?
Wie stellen sich die Kleinunternehmer einen idealen Versicherungsberater vor? - wollten die Studienmacher wissen. 37 Prozent wünschen sich, dass er alleine kommt und Antworten zu spezifischen Fragen nach Klärung mit einem Spezialisten liefert - Bei den Unternehmern aus der Dinestleistungsbranche sind es sogar 43 Prozent. 31 Prozent möchten, dass er alleine kommt und im Beratungsgespräch alle Fragen direkt beanwortet. 18 Prozent wäre es am liebsten, wenn er je nach Thema einen Spezialisten mitbrächte.

Um den potenziellen Kunden Branchenexperise zu beweisen, "könnten Zertifikate, Kooperationen mit IHKen und Branchenverbänden sowie die Darstellung von Referenzen auf der Homepage ...für die Gewerbekunden wichtige Orientierung und Vertrauen schaffen", schlagen die Studienmacher vor.

Die Studie
Für die Studie "Zielgruppen-Insights Firmenkunden: Kleinstunternehmen" wurden über 300 Eigentümer und Geschäftsführer von Unternehmen mit unter zehn Beschäftigten im August 2015 zu ihrem Versicherungsverhalten befragt. Separate Zielgruppenanalysen wurden für die Branchen, Dienstleistungen, Handwekr/Baugewereb und Handel erstellt.

Quelle: Heute und Morgen GmbH
Bild: Birgit Cordt





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Autor(en): versicherungsmagazin.de
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

am 22.09.2015 07:51:26 von H. Braun: Nicht nur Kleinstunternehmer überfordert

Diese Situation triftt die Realität auch in anderen Versicherungsbereichen nach §34d aber auch Anlageberechen nach §34f . Es wird sogar noch eine deutliche Verschärfung dieser Tatsache eintreten durch den zunehmenden Vermittlerrückgang. Solange man die Bezahlung und Haftung der Vermittler nicht ändert, wird die Gesellschaft in Form von Steuern für diese Versäumnisse in der Zukunft zahlen müssen.
mehr ...
am 22.09.2015 12:35:49 von Endres: Wunschdenken ...

Kommentar zu: Nicht nur Kleinstunternehmer überfordert

Diese Situation triftt die Realität auch in anderen Versicherungsbereichen nach §34d aber auch Anlageberechen nach §34f . Es wird sogar noch eine deutliche Verschärfung dieser Tatsache eintreten durch den zunehmenden Vermittlerrückgang. Solange man die Bezahlung und Haftung der Vermittler nicht...
Das Leben ist leider kein Ponyhof! Das die meisten Klein- bzw. Kleinst-Gewerbe- Kunden es bevorzugen würden, direkt vom persönlichen Berater alle Fragen zu notwendigen Versicherungen beantwortet zu bekommen ist klar. Leider ist das oftmals aber gar nicht darstellbar, da sich zu etlichen Branchen die Gesellschaften Direktionsanfragen vorbehalten etc.etc.! Zum anderen ist der "normal sterbliche" Vermittler meist auch zeitlich und finanziell gar nicht in der Lage, für die wenigen Fälle im Jahr (zumindest auf dem Land), wo er mit so etwas konfrontiert wird, sich das benötigte Fachwissen zu verschaffen.
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