Junge Frauen sollten an ihre Altersvorsorge denken

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Je eher man für das Alter vorsorgt, desto besser. Das ist den meisten Menschen inzwischen bewusst. Doch viele junge Frauen studieren zuerst, nehmen einen Einsteigerjob mit einer häufig schlechten Bezahlung an und planen danach ihre familiäre Zukunft. Für die private Altersvorsorge fehlt da oft das Geld. Doch gerade in der Familienphase darf die Vorsorge nicht vernachlässigt werden beziehungsweise sollte sich sogar erhöhen, denn die Nachteile der gesetzlichen Rente müssen ausgeglichen werden.

"Der Ausgleich betrifft nicht nur die Elternzeit, sondern oft auch die Zeit danach. Viele Mütter gehen, wenn die Kinder noch klein sind, in Teilzeit arbeiten und das wirkt sich natürlich auch auf das Familienkonto und die Rente im Alter aus", so Margit Winkler vom Institut Generationenberatung IGB. Hier sind die wichtigsten Hinweise, die junge Frauen für ihre Altersvorsorge beachten sollten.


Renteninformation
Einmal im Jahr bekommt jeder Arbeitnehmer eine Renteninfo von der Deutschen Rentenversicherung zugeschickt. Entscheidend sind für Mütter die Kindererziehungszeiten, welche unbedingt berücksichtigt sein sollten. Über Einzahlungen in die Riester-, Rürup- und Betriebsrente wird man ebenfalls jährlich vom Anbieter informiert.

Förderungen
Riester-, Betriebs- und Rürup-Renten werden in Form von Zulagen, Steuervorteilen oder Sozialabgabenersparnisse vom Staat gefördert. Diese sollte man sich nicht entgehen lassen.

Sparen mit verschiedenen Anlageformen
Wer langfristig Geld sparen möchte und nicht jeden Cent umdrehen muss, sollte verschiedene Anlageformen wählen, um so das Risiko zu streuen.

Vorsorgefinanzierung für Hausfrauen
Wenn Frauen auf die eigene Erwerbstätigkeit verzichten möchten, sollte der Lebensgefährte/Ehemann eine Altersvorsorge für sie finanzieren. Wichtig ist, dass diese für ein gutes Leben im Alter ausreicht und eigenständig Bestand hat. Schließlich kann niemand sagen, ob eine Partnerschaft oder Ehe auch bis zum Rentenbeginn hält.

Mütter profitieren von Riester-Rente
Wer riestert, erhält eine jährliche Grundzulage von 154 Euro und der Beitragserhalt ist garantiert. Daher besteht hier ein besonderer Anreiz für jedermann. Die Kinderzulage macht das Riestern für Mütter zudem noch interessanter, da sie für jedes kindergeldberechtigtes Kind pro Jahr 300 Euro erhalten (185 Euro für bis Ende 2007 Geborene) und das auch in der Eltern- sowie Pflegezeit. Voraussetzung ist hierbei, dass der Partner auch riestert und die Frau einen geringen Beitrag einzahlt.

Für die volle staatliche Förderung sparen Arbeitnehmer jährlich vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens. Gutverdiener können sich über Steuervorteile freuen, die bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung berücksichtigt werden.

Betriebsrente für langjährige Arbeitnehmerinnen

Eine Betriebsrente ist vor allem für Mitarbeiterinnen mit einer langen Firmenzugehörigkeit geeignet. Grundsätzlich gilt aber, dass jeder Arbeitnehmer den Anspruch auf eine Betriebsrente hat und der Arbeitgeber diese gewährleisten muss. Die Art und der Anbieter der betrieblichen Altersversorgung werden von den Unternehmen bestimmt (Möglichkeiten: Direktzusage, Pensionskasse, Unterstützungskasse, Pensionsfonds, Direktversicherung). Der große Vorteil liegt hier eindeutig in den steuer- und sozialabgabenfreien Beiträgen sowie in der Arbeitgeberbeteiligung.

Zusätzlicher Hinweis
Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Rürup-Rente (beispielsweise für langfristig gut verdienende Selbstständige und Freiberuflerinnen) sowie die Wohn-Riester für Frauen, die ein Eigenheim finanzieren oder dafür ansparen möchten.

Fazit
Für das Alter kann auch mit einem kleinen Beitrag vorgesorgt werden. Sobald eine finanziell gesicherte Situation besteht, sollten Frauen über mehrere Anlageformen nachdenken und alle Förderungen mitnehmen.

Bildquelle: © Cumulus

Autor(en): Margit Winkler, Institut für Genrationenberatung IGB

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