22.10.2015

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Maklerkommunikation 4.0: Schneller, effizienter, sicherer?

Der Datenaustausch zwischen Maklern und Versicherungsunternehmen soll durch einheitliche technische Standards schneller, effizienter und vor allem sicherer werden. Wie die Maklerkommunikation in Zukunft (besser) funktionieren kann und soll, skizziert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV). Das Pilotprojekt des Verbandes heißt "Maklerkommunikation 4.0".

Ziel des Maklerprojektes 4.0 ist eine standardisierte, elektronische Kommunikation zwischen Maklern und Versicherern. Zukünftig finden Makler alle Kunden- und Vertragsdaten schnell und bequem in einem zentralen Maklerverwaltungsprogramm. Der Datenaustausch, zum Beispiel bei der Vertragsverwaltung oder in der Schadenbearbeitung, soll dadurch einfacher und sicherer werden.

Makler und Versicherer tauschen höchst sensible Kundendaten aus, beispielsweise nach einem Verkehrsunfall. Damit sich Versicherungskunden, Makler und Unternehmen auf einen sicheren Datenaustausch verlassen können, sind eine sicherheitszertifizierte IT-Infrastrukur und einheitliche Kommunikationsstandards entscheidend.

Einzige Voraussetzung: Computer mit Internet-Anschluss
Eine sichere IT-Infrastruktur ist Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation zwischen Maklern und Versicherungsunternehmen. Der Versicherungsverband GDV hat dafür die "Trusted German Insurance Cloud" (TGIC). Versicherungsvermittler, aber auch Werkstätten, Anwälte oder Gutachter, können sicher und geschützt mit Versicherungsunternehmen Daten austauschen und benötigen dafür lediglich einen Computer mit Internet-Anschluss.

Damit der Informationsfluss in der Praxis rund läuft, müssen auch die Prozesse klar geregelt sein. Versicherer, Vermittler und Dienstleister haben dazu allgemeingültige elektronische Prozessabläufe zur Übertragung von fachlichen Daten und Dokumenten zwischen Maklern und Versicherern entwickelt. Die ausgetauschten Datensätze sind auf Basis allgemein akzeptierter Normen des Brancheninstitutes für Prozessoptimierung (Bipro) standardisiert.





Nutzer muss sich zweifach authentifizieren
Herzstück der TGIC ist eine zentrale Authentifizierungs-Schnittstelle, das Insurance Trust Center (ITC): Möchte der Nutzer eine Nachricht versenden, überprüft die Schnittstelle, ob der Nutzer registriert ist und authentifiziert ihn. Das funktioniert nicht allein mit einem Passwort: Der Nutzer muss sich außerdem auf einem zweiten Weg authentifizieren: entweder einer mobilen Transaktionsnummer per SMS auf das Handy oder bei der Kommunikation von Maschinen per Sicherheits-Zertifikat. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Online-Banking.

Nach erfolgreicher Authentifizierung erhält der Nutzer vom ITC einen Schlüssel, der nur vom Empfänger wieder entschlüsselt werden kann. Mit diesem Schlüssel wird die Nachricht abgesichert und mit einem Verschlüsselungsprotokoll über das Internet zum Empfänger übertragen. Der Benutzer hat damit quasi ein Vorhängeschloss für seine Nachricht, das nur der Empfänger öffnen können soll.

Standardisierte Authentifizierungsmechanismen sollen Schutz gewährleisten

Die TGIC wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert - als erste Cloud-Lösung in Deutschland überhaupt. Laut GDV erfüllt sie damit die höchsten Sicherheitsstandards. Standardisierte Authentifizierungsmechanismen und eine Verschlüsselung der Daten sollen den Schutz gewährleisten.

Textquellen: GDV; Bildquellen: © GDV, © knee0 / fotolia
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): versicherungsmagazin.de
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