02.11.2015

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VSAV: Drei Viertel weniger Berater bis 2025

Eine ausgeprägte Schrumpfkur bei Vermittlern, stockende Transparenz sowie Verbraucherschutz prägen den Markt der Zukunft für Vermittlung und Beratung bei Finanzdienstleistungen.

Die Zahl der Vermittler in den Bereichen der Ausschließlichkeitsorganisation wird deutlich sinken. Das glaubt die Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler e. V. (VSAV). In anderen Bereichen können kurzfristige Verschiebeeffekte auftreten, wodurch der Markt bereinigt wird und die qualifizierten und unabhängigeren Finanzberater "überleben" werden. Der Altersdurchschnitt der Vermittler ist heute schon relativ hoch, und es sind nur wenige Neuzugänge seit der Regulierung zu verzeichnen. Viele der älteren Vermittler werden ohne Nachfolger in den Ruhestand gehen. Einige werden die Geschäftsfähigkeit deshalb aufgeben, weil sie den regulatorischen Anforderungen nicht mehr nachkommen werden und können.

Letzte Chance: Spezialisierung
Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben und auf dem Markt eine Chance zu haben, wird eine Spezialisierung unabdingbar. Da die einzelnen Beratungsthemen immer komplexer werden, werden sie von Einzelnen nicht mehr in der notwendigen Tiefe fassbar sein. Daher bieten sich Spezialisierungen auf Fachbereiche und Zielgruppen an.

Ohne ein Verständnis der Kunden für wirtschaftliche Zusammenhänge ist jede Offensive für mehr Transparenz eine gesellschaftliche Illusion. Hierzu bedarf es bereits im schulischen Bereich einer kulturellen Änderung im Umgang mit Wirtschaftsthemen. Transparenztreiber werden in begrenztem Rahmen die Fintechs und Berater mit offen gelegter Vergütung sein.

Zehn Zukunftsthesen für die Finanzdienstleistungsbranche

These 1: Zahl der Vermittler sinkt bis 2025 auf etwa 100.000.

These 2: Ohne Anpassung an digitalisierte Prozesse wird 2025 kein Berater existieren können.

These 3: Eine höhere Spezialisierung der Vermittler wird unerlässlich sein.

These 4:
Die Bedeutung der Qualifikation wird stark zugenommen haben.

These 5: Es werden sich mehr Netzwerke gebildet haben.

These 6: Beratung und Vermittlung gegen Honorar wird nur wenig an Bedeutung gewonnen haben.

These 7: Vollständige Transparenz wird auch 2025 nicht erreicht sein.

These 8: Strengere Gesetze und mehr Verbraucherschutz im Jahr 2025.

These 9: Klassische Lebensversicherungen werden durch neue Produkte abgelöst sein.

These 10: Anbietermarkt und Produktangebote werden übersichtlicher.

Quelle: Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler e.V. (VSAV)
Bildquelle: © Kaarsten / Fotolia.com
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Autor(en): versicherungsmagazin.de
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

am 02.11.2015 10:58:53 von Höhlein Günter: Abbau der Vermittler

Warum soll ein erfolgreicher Vermittler abgebaut werden????

Für den Nachwuchs müssen, die Unternehmen etwas tun!!!!!!!

Ich kann diese Voraussicht nicht zustimmen.
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am 02.11.2015 11:25:46 von Henrik Baumgärtel: nicht die erfolgreichen, sondern die erfolglosen, und davon gibts genug

Kommentar zu: Abbau der Vermittler

Warum soll ein erfolgreicher Vermittler abgebaut werden????

Für den Nachwuchs müssen, die Unternehmen etwas tun!!!!!!!

Ich kann diese Voraussicht nicht zustimmen.
Die Vermittler werden nicht abgebaut, sondern sie hören von selbst auf, weil das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.
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am 02.11.2015 11:47:57 von Ilona Mattner-Kutscher: erfolgreiche MA werden überleben

Kommentar zu: nicht die erfolgreichen, sondern die erfolglosen, und davon gibts genug

Die Vermittler werden nicht abgebaut, sondern sie hören von selbst auf, weil das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.
M.E. sollte ein MA schneller erfolgreich ausgebildet werden, da dem
MA und dem Versicherer Kosten erspart werden. Doch so lange ein
Vorgesetzter nach der Anzahl der eingestellten MA beurteilt wird,
sehe ich hier für keinen eine Verbesserung.
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am 02.11.2015 12:13:59 von Uwe meier: sehe ich genauso

Kommentar zu: nicht die erfolgreichen, sondern die erfolglosen, und davon gibts genug

Die Vermittler werden nicht abgebaut, sondern sie hören von selbst auf, weil das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert.
... aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten und mit dem Blick über die nächsten 5 Jahre hinaus ist es häufig wirklich am sinnvollsten und vernünftigsten, von selbst aufzuhören..... sonst wird das Fass ohne Boden immer grösser.
Als Ausschließlichkeitsvermittler - im schlechtesten Fall nur Inhaber - hast du doch heute schon kaum mehr eine Chance.
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am 03.11.2015 18:54:58 von Matthias Pols: Keine Lust mehr am Kunden zu arbeiten

Kommentar zu: Abbau der Vermittler

Warum soll ein erfolgreicher Vermittler abgebaut werden????

Für den Nachwuchs müssen, die Unternehmen etwas tun!!!!!!!

Ich kann diese Voraussicht nicht zustimmen.
Versicherer müssen ihren Vermittlern zukunftsfähige Konzepte bieten. Das reine outsourcen von Verwaltungstätigkeiten incl. Policierung ist eine Einbahnstraße, da in der Regel nur einer profitiert. Vertriebszeit leidet darunter. Sinkende Provisionen erhöhen das Risiko weiter. Im Zweifel helfen da wiederum nur größere Bestände, die dann im Service mit Hilfskräften bearbeitet werden. Schöne neue Welt, tschüss Mittelstand!
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am 12.05.2016 23:12:29 von Dursun Sario: Von diesen 75 % sind min. 80 % Nebenberufler: Karteileichen; Schichtler, Bürokfm., Metzger, Bäcker

1.Keine Nebenberufler/Tippgeber unter dem Dach v. Finanzdienstleistern
2.Bessere Vergütung für Vermittler
Fazit nur noch qualifizierte Vermittler und das sind die 25 % die auch jetzt erfolgreich sind, guten Job und dann auch besser verdienen und sich dann auch eine oder zwei Bürokräfte mehr einstellen (von den eheml. Nebenberuflern). ;-)

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