23.11.2015

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Hausratversicherung: Versicherer sollten Kümmerer sein

71 Prozent der deutschen Bevölkerung sind im Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung. Die Zahl derjenigen, die eine Hausratversicherung abgeschlossen haben, ist mit 72 Prozent sogar noch etwas höher. Sie gehört für Privatkunden neben der privaten Haftpflicht- und der Kfz-Versicherung zu den drei wichtigsten Versicherungsprodukten.

Etwa zwei Fünftel (38 Prozent) stuft die Hausratversicherung als besonders bedeutend ein. Darüber hinaus kann sich jeder Neunte ohne Hausratschutz (zwölf Prozent) einen Versicherungsabschluss in den kommenden zwölf Monaten vorstellen. Die Bereitschaft hierzu steigt mit dem Einkommen. Welche Produktmerkmale den Deutschen beim Thema Hausratversicherung wichtig sind, zeigt die aktuelle Studie "Markteinblicke bei Privathaftpflicht- und Hausratversicherungen" des Marktforschungsinstituts Yougov.

Diebstahlschutz an erster Stelle
An erster Stelle steht bei der Hausratversicherung bei allen Privatkunden der Diebstahlschutz: Sieben von zehn Befragten (73 Prozent) halten dieses Produktmerkmal für "äußerst wichtig" bezeihunsgweise "sehr wichtig". Von ebenfalls sehr hoher Bedeutung ist die Absicherung gegen Blitzschlag sowie Überspannungs- und Elementarschäden (69 Prozent).

An dritter Stelle steht die Absicherung von Wertsachen (etwa Bargeld, Schmuck). Ein verlängertes Widerrufsrecht (26 Prozent) oder eine Mindestvertragslaufzeit kürzer als zwölf Monate (23 Prozent) sind im Merkmalsvergleich bei den Befragten von eher geringer Priorität. Bevorzugte Versicherer, die für die Befragten beim Abschluss einer Hausratversicherung in die engere Wahl kommen würden sind Allianz, Cosmos Direkt, DEVK, Ergo sowie Huk-Coburg (genannt in alphabetischer Reihenfolge).

Schadenmanagement spart Kosten
"Speziell beim Thema Hausratversicherung sollten die Gesellschaften den Versicherungsbedarf verdeutlichen und die wichtigsten Produktmerkmale sowie Zusatzleistungen hervorstellen. Versicherer sollten sich durch Assistance-Leistungen als der Kümmerer vor Ort positionieren, um sich vor möglichen Angriffen durch Service-arme Fintechs abzusichern", sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei Yougov.

Insbesondere Frauen, Familien und vermittlerorientierte Kunden weisen eine relevante Zahlungsbereitschaft für Assistance-Leistungen rund um den Schadenfall auf. "Schadenmanagement ist nicht nur kostensparend, sondern kann auch eine schnelle und unkomplizierte Schadenbeseitigung darstellen. Außerdem erleben Kunden es als einen höherwertigen Service, wenn sie sich nicht um alles selbst kümmern müssen", so Gaedeke weiter.

Für die Studie wurden 1.235 Personen im Juni 2015 befragt.

Quelle: Yougov
Bildquelle: © Jean Kobben/Fotolia
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Autor(en): versicherungsmagazin.de
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