26.11.2015

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Buchtipp: Die Nachfolge nicht dem Zufall überlassen

Eine ungeregelte Nachfolge ist ein unternehmerisches Risiko“, warnt Andreas Wiesehahn, Mitherausgeber des Buches "Unternehmensnachfolge - Praxishandbuch für Familienunternehmen" aus dem Verlag Springer Gabler. Das Problem kann soweit eskalieren, dass der Unternehmenslenker Insolvenz anmelden muss.

Häufig sind Familienunternehmen sehr durch die Person des Unternehmers geprägt. Wenn dieser dann nicht bereit ist, seine Nachfolge zu planen oder durch eine unerwartete Katastrophe der Nachfolgefall eintritt und dafür keine Pläne gemacht wurden, kann das Unternehmen in eine existenzbedrohende Schieflage geraten.

Wesentliche Ursache: Der demografische Wandel
Aktuelle Studien prognostizieren bis 2018 etwa 27.000 Nachfolgen in deutschen Familienunternehmen pro Jahr. Gleichzeitig finden Unternehmer immer seltener einen Nachfolger in den eigenen Reihen. Eine wesentliche Ursache ist der demografische Wandel, erklärt Andreas Wiesehahn im Interview mit dem Wissensportal Springer für Professionals:

„Die Alterung der Bevölkerung führt dazu, dass immer mehr Unternehmer das Ruhestandsalter erreichen – zudem wird die Altersgruppe, aus der die potenziellen Nachfolger stammen, immer kleiner.“ Unternehmer müssen also auch andere Nachfolgeformen aktiv prüfen und in den Nachfolgeprozess integrieren.

Empirische Befragung unter mittelständischen Unternehmern
Mit dem bei Springer Gabler erschienenen Band "Unternehmensnachfolge" stellt Wiesehahn gemeinsam mit Jürgen Wegmann ein Praxishandbuch vor, das Familienunternehmen bei der Herausforderung Unternehmensnachfolge unterstützt. Die Fachbeiträge werden dabei durch Ergebnisse einer empirischen Befragung unter mittelständischen Unternehmern sowie ausgewählten Einzelinterviews ergänzt.

Wenn der Generationenwechsel angegangen wird, steht bei der überwiegenden Zahl der Unternehmer der Wunsch im Vordergrund, das Unternehmen durch eine familieninterne Nachfolge weiterzugeben. „Dieser Wunsch wird sich aber – wie Hochrechnungen zeigen – nur in etwa 50 Prozent der Fälle erfüllen“, schreiben die Autoren im Vorwort des Buches. Der demografische Wandel als ursächlicher Faktor reduziere dabei nämlich nicht nur quantitativ die Gruppe potentieller Nachfolger. Hinzu kommt nach Meinung von Wiesehahn, dass sich für die jüngere Generation der Sinn des eigenen Handelns nicht mehr nur auf das reine Geldverdienen beschränkt: „Individuelle Lebensplanungen stehen heute viel stärker im Vordergrund als noch vor zwanzig Jahren – ein Angestelltenverhältnis ist im Vergleich zur Selbständigkeit in der Regel recht risikolos und lässt Zeit für Hobbies.“

Verschiedene Formen der Unternehmensnachfolge
Das Buch will Unternehmer unterstützen, die Nachfolge in allen wichtigen betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, organisatorischen, steuerlichen und psychologischen Fragen zu meistern und eine individuelle Nachfolgestrategie zu entwickeln. Die verschiedenen Formen der Unternehmensnachfolge – etwa familien-interne Lösungen, Verkauf oder die Gründung einer Stiftung – werden praxisnah dargestellt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Finanzierung der Unternehmensnachfolge, wobei sowohl traditionelle Finanzierungswege als auch alternative Lösungen wie Private Equity-Beteiligungen vorgestellt werden.

Textquelle: Springer Gabler; Bildquelle: © David Woolley /gettyimages



Jürgen Wegmann | Andreas Wiesehahn (Hrsg.)
Unternehmensnachfolge
Praxishandbuch für Familienunternehmen

2015
Softcover 44,99 Euro
ISBN 978-3-658-07819-5
Auch als E-Book erhältlich



Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): versicherungsmagazin.de
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