06.01.2016

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Zahl der Erwerbstätigen auf Höhenflug

Das Statistische Bundesamt (Destasis) meldet: Rund 43 Millionen Personen mit Wohnsitz in Deutschland waren 2015 erwerbstätig. Nach ersten vorläufigen Berechnungen der Behörde waren seit der Wiedervereinigung noch nie so viele Menschen in einem Beschäftigungsverhältnis. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im vergangenen Jahr um 324. 000 Personen (0,8 Prozent) höher als im Vorjahr. Damit setzte sich der seit über zehn Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit fort, wenn auch die Zunahme 2015 geringfügig niedriger ausfiel als im Jahr 2014 (plus 0,9 Prozent).

Die Zahl der Erwerbslosen ist im Jahresdurchschnitt um 140.000 Personen (minus 6,7 Prozent) gesunken. Sie liege damit erstmals seit der Wiedervereinigung bei unter zwei Millionen Personen, so Destasis. Die Erwerbslosenquote (Anteil der Erwerbslosen an der Zahl der Erwerbspersonen) ist von 4,7 Prozent auf 4,3 Prozent gesunken. Die Zahl der aktiv im Arbeitsmarkt verfügbaren Erwerbspersonen (Summe von Erwerbstätigen und Erwerbslosen) hat sich im gleichen Zeitraum um 184.000 Personen (plus 0,4 Prozent) auf 44,9 Millionen Menschen erhöht. Durch die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt liegt die Erwerbslosenquote hierzulande bei knapp der Hälfte des EU-Durchschnittswertes.

Weniger Arbeitslose
Erfreulich: Die Zahl der marginal Beschäftigten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen mit Arbeitsgelegenheiten) ist weiter rückläufig. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Die Zahl der Arbeitnehmer mit Wohnort in Deutschland wuchs im Jahresdurchschnitt 2015 um 421.000 Personen (plus 1,1 Prozent) auf 38,7 Millionen. Dagegen sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger im selben Zeitraum um 97.000 Personen (minus 2,2 Prozent) auf 4,3 Millionen.

Mit Arbeitsort in Deutschland waren durchschnittlich erstmals etwas über 43 Millionen Personen erwerbstätig - dies waren 329.000 Personen (plus 0,8 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Die Differenz zwischen der Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort und der Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erklärt sich durch den Saldo der erwerbstätigen Ein- und Auspendler über die Grenzen Deutschlands. Im Jahresdurchschnitt 2015 war die Zahl der Erwerbstätigen, die aus dem Ausland nach Deutschland zur Arbeit pendeln um 68.000 Personen größer als die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland, die im Ausland arbeiten.

Dienstleistungsbereiche wachsen, Forstwesen und Fischerei schrumpft
Am stärksten stieg die Zahl der Erwerbstätigen in den Dienstleistungsbereichen (plus 341. 000 Personen; plus 1,1 Prozent). Den größten Anteil daran hatten unternehmensnahe Dienstleistungen (plus 145.000; plus 2,6 Prozent) gefolgt von den öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit plus 128.000 Erwerbstätigen (plus 1,3 Prozent) sowie von Handel, Verkehr und Gastgewerbe (plus 79.000; plus 0,8 Prozent). Im Bereich Finanz- und Versicherungsleistungen sank die Zahl der Erwerbstätigen im vergangenen Jahr um 4.000 Personen (minus 0,4 Prozent). Im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen 2015 um 16.000 Personen (+ 0,2 Prozent). Im Baugewerbe sank die Anzahl der Erwerbstätigen erstmals seit sechs Jahren um durchschnittlich 12.000 Personen (minus 0,5 Prozent), in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei verringerte sie sich im Jahresdurchschnitt 2015 um 16.000 Personen (minus 2,5 Prozent).

Quelle: Destasis

Bildquelle: © Stauke/Fotolia.com
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Autor(en): versicherungsmagazin.de
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