15.01.2016

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
   NEWSLETTER

Risken für Unternehmen wandeln sich durch Globalisisierung und Digitalisierung

Nichts fürchten Unternehmer mehr als Betriebsunterbrechungen (BU). Dieses Ergebnis zeigt das "Allianz Risk Barometer 2016" der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS). Die BU steht bereits im vierten Jahr auf Platz eins der größten Risiken für Unternehmen weltweit und in Deutschland auf Platz zwei. Mittlerweile haben "neue" Risiken die traditionellen wie Feuer oder Naturgefahren auf die hinteren Ränge verdrängt. Die zunehmende Digitaliisierung und Globalisierung der Unternehmen hat die Gefahr erhöht, die von Cyberangriffen oder geopolitischer Instabilität ausgeht.

Laut der Untersuchung stellt BU unverändert das größte Risiko für Unternehmen dar. Diese verursachen immer höhere Schäden in Unternehmen. Nach einer aktuellen Analyse von AGCS ist ihr Anteil am Gesamtschaden heute viel höher als noch vor zehn Jahren und in vielen Fällen überträfen die Kosten des Stillstands sogar die unmittelbaren Sachschäden. Laut der Umfrage fürchten Unternehmen vor allem Elementarereignisse (51 Prozent) als Auslöser von BU, dicht gefolgt von Feuer/Explosionen (46 Prozent). Multinationale Unternehmen sind besonders von Kriegen oder Unruhen betroffen. Diese wirken sich auf ihre Lieferketten aus. Terrorakte können ihre Mitarbeiter oder Standorte betreffen.

Marktentwicklungen werden relevant
Für mehr als ein Drittel der Antworten (34 Prozent) sind Marktentwicklungen eines der drei wichtigsten Geschäftsrisiken 2016. Die erstmals abgefragte Risikokategorie erreichte auf Anhieb auf Platz zwei im Ranking. Aus Sicht der 120 deutschen Befragten handelt es sich sogar um das größte Risiko für Unternehmen in der Bundesrepublik. Von hohem Wettbewerbsdruck sind eine Reihe von Branchen betroffen, für die dieses Risiko jeweils zu den drei größten zählt: Maschinenbau, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Logistik und Schifffahrt sowie der Pharma- und Transportsektor.

"Die Risikolandschaft für Unternehmen wandelt sich, weil viele Industriezweige vor einer grundlegenden Neuausrichtung stehen." Chris Fischer Hirs, CEO AGCS



Ein weiterer Grund zur Besorgnis bei Unternehmen weltweit sind Cybervorfälle; darunter fallen Cyberkriminalität oder Datenschutzverstöße, aber auch technisches IT-Versagen. Cybervorfälle legten elf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr zu und sind zum ersten Mal in der Gruppe der Top 3 Unternehmensrisiken weltweit (28 Prozent) vertreten. Sie werden ausserdem als das wichtigste Langzeitrisiko für Unternehmen in den kommenden zehn Jahren genannt.

Im ersten Barometer 2012 nannte gerade einmal ein Prozent der Befragten Cybervorfälle als Risiko. Vor allem der Reputationsverlust (69 Prozent) wird als Hauptgrund für wirtschaftliche Schäden nach einem Cybervorfall angesehen, gefolgt von Betriebsunterbrechungen (60 Prozent) und Haftungsansprüchen infolge einer Datenschutzverletzung (52 Prozent). Laut Umfrage sind Unternehmen besonders besorgt über die zunehmende Raffinesse von Cyberkriminalität.

Interne Pannen nicht unterschätzen
Gleichwohl sollten Unternehmen die Folgen eines intern verursachten IT-Ausfalls nicht unterschätzen. "Einfaches technisches Versagen oder ein Anwenderfehler können zu einem weitreichenden IT-Systemausfall führen, der Lieferketten unterbricht oder die Produktion zum Stillstand bringt", sagt Volker Münch, AGCS-Experte für Sachversicherung. Frühwarn- und bessere Kontrollsysteme seien daher notwendig, um große BU-Schäden durch Cybervorfälle zu vermeiden.

Der "Allianz Risk Barometer 2016"
Die Allianz Global Corporate & Specialty hat die jährliche Befragung zum fünften Mal erstellt. Über 800 Risikomanager und Versicherungsexperten aus über 40 Ländern haben sich beteiligt. Zusätzlich zu regionalen Analysen hat das Allianz Risk Barometer 2016 auch branchenspezifische Risiken untersucht, beispielsweise für die produzierende Industrie, den Maschinenbau, den Energiesektor, Finanzdienstleister, das Transportwesen oder die Schifffahrt.

Quelle: AGCS SE

Bidlquelle: © iStock / Arkadi BojarAlinov / Getty Images / Thinkstock
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): versicherungsmagazin.de
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

FIRMEN RECHERCHIEREN


BranchenIndex - B2B-Firmensuche für Industrie und WirtschaftDie B2B-FIRMENSUCHE für Industrie und Wirtschaft
In Kooperation mit der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Kostenfrei in über 300.000 Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren:


 » Zur Business-to-Business-Firmensuche
MEHR ZUM THEMA
Die deutschen Schaden- und Unfallversicherer können auf ein zufriedenstellendes Jahr 2015 zurückblicken, so die Marktanalyse 2016 der Ratingagentur Assekurata. Vor dem Hintergrund der angespannten Lage in der Lebens- und Krankenversicherung gewinnt die Sparte für die...  » mehr
24.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Vermittler sollten die private Pflegeversicherung weiterhin aktiv vermitteln und nicht auf die Reform der Pflegegrade und Leistungen zum 1. Januar 2017 warten. "Sie müssen Ihren Kunden aber ganz deutlich machen, dass die private Pflegeversicherung mit der Reform deutlich...  » mehr
24.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Wer sportelt, wird belohnt NACHRICHT
Mit niedrigeren Versicherungsbeiträgen und Rabatten von Handelspartnern will die Generali Deutschland Kunden zu einem gesunden und aktiven Lebensstil verführen. Zum 1. Juli führt der Lebensversicherer sein Programm "Generali Vitality" ein - als Bestandteil der...  » mehr
24.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
VERANSTALTUNG
Versicherer zwischen Innovationszwang und Kostendruck, Digitalisierung und Fintech- Wettbewerb, die Situation und die strategischen Handlungsoptionen in den einzelnen Sparten, die Zukunft der Lebensversicherung, bAV und Kapitalanlage angesichts der Null-Zins-Politik,...  » mehr
20.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Der aktuelle "Marktausblick zur Lebensversicherung" der Kölner Rating-Agentur Assekurata konstatiert einen Rekordwert, den die Versicherer für die Zinszusatzreserve bereitstellen müssen. Nach Ansicht der Rater wird es Zeit, die Berechnung der Zuführungen auf den Prüfstand zu...  » mehr
20.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Wenn alle und Alles miteinander vernetzt sind, entstehen für Unternehmen neue Gefahren, als diejenigen, die bislang im Fokus standen. Wie können Firmen diese Risiken vermeiden und wie Versicherer ihnen dabei helfen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Studie "Cyber and...  » mehr
17.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
 
 LOGIN
Benutzername
Passwort
 
VM digital
Das neue E-Magazin von Versicherungsmagazin Das neue E-Magazin von Versicherungsmagazin

Digital, interaktiv, mobil: Ab sofort erhalten alle Abonnenten das neue E-Magazin kostenlos zusätzlich zu jeder gedruckten Ausgabe. Jetzt informieren und ausprobieren!
NEWSLETTER
Newsletter Der Versicherungsmagazin Newsletter informiert Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Versicherungsszene. Natürlich kostenlos!

  
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Gabler Wirtschaftslexikon Online: Lexikon und Definition für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht und SteuernDas Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen