19.01.2016

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Immobilien machen Arbeit - und erwirtschaften Rendite!

Die Welt der Versicherer hat sich dramatisch verändert: Noch vor wenigen Jahren haben Investitionen in empfunden risikofreie europäische Staatsanleihen vier bis sechs Prozent Rendite erwirtschaftet. Deutsche Immobilienanlagen haben damals nach Bereinigung der Transaktionskosten nur durchschnittlich drei bis vier Prozent Rendite erzielt und haben dabei noch viel Arbeit gemacht. Aber die Welt hat sich geändert.

Heute bringen Anleihen keine Auszahlungsrendite mehr, aber Immobilien erwirtschaften immer noch ihre Mietrenditen - zusätzlich sind heute sogar Wertsteigerungen möglich. Die Auswahl des Objekts und die Bewirtschaftung sind zwar immer noch ein mühseliges Geschäft, doch es rentiert sich mehr als die sicheren Staatsanleihen.

Das Portfolio diversifizieren
Hinzu kommt der positive Aspekt der Diversifikation. Immobilien bewegen sich nicht im Gleichklang mit Aktien und Anleihen, institutionelle Anleger können durch Streuung über mehrere Anlageklassen damit das gesamte Risiko ihres Portfolios reduzieren.

Die neue Richtlinie Solvency II verzerrt jedoch die Risiken. Anlagen in Immobilien werden im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen zu risikoreich bewertet. Grund dafür ist zum einen die verwendete Datenmenge - für Solvency II wurde lediglich der britische Markt für Gewerbeimmobilien betrachtet - und zum anderen ist die unseres Erachtens bestehende geringe Korrelation zwischen Immobilien und anderen Assetklassen nicht ausreichend berücksichtigt.

In manchen Regionen wird es knapp
Opportunitäten zum Einstieg sind weiter vorhanden. Allerdings muss man klar sagen: In Ballungszentren wird es langsam eng, aber selbst dort gibt es nach wie vor Chancen. Und insbesondere B- oder C-Städte bieten viele geeignete Objekte. Wir sehen gerade in studentisch geprägten Standorten, in Universitätsstädten, attraktive Optionen sowohl im Wohnbereich als auch im Einzelhandel. Hier bieten sich noch interessante Anlagemöglichkeiten für die Assekuranz.

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld bieten höhere Immobilienquoten institutionellen Investoren die beste Option, um sichere und langfristige Renditen zu erwirtschaften. Vor allem per indirekter Investition (durch Fonds) profitieren Anleger von der Diversifikation und Renditeoptimierung dieser Anlageklasse.

Sascha Wilhelm ist Chief Executive Officer der Corestate Capital Group. Die Studie "Auswirkungen von Solvency II auf die Immobilienanlagen europäischer Versicherer", die in Kooperation mit der Irebs unter wissenschaftlicher Leitung von Professor Dr. Tobias Just erstellt wurde, ist online kostenlos verfügbar:
https://www.corestate-capital.ch/category/research-de/

Bildquelle: © Cumulus
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Autor(en): Sascha Wilhelm
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