09.03.2016

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
   NEWSLETTER

Nachfrage an Pflegeplätzen steigt stark

Im Jahr 2030 werden in Deutschland rund 3,6 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Dies sind rund 930.000 mehr als 2014. Ein Drittel dieser 3,6 Millionen wird voraussichtlich in einer Pflegeeinrichtung leben, das sind 1,2 Millionen Pflegebedürftige. Demgegenüber stehen heute rund 13.030 Pflegeheime mit aktuell rund 900.000 Plätzen. Dies ist ein Ergebnis des "Pflegeheim-Atlas 2016", den Wüest & Partner Deutschland zusammen mit Ottenströer Immobilienwirtschaft/Regionalökonomie erstellt hat.

Um die entstehende Lücke von 300.000 Pflegeplätzen zu füllen, müssten Pflegeheime neu gebaut und bestehende Einrichtungen erneuert und modernisiert werden, fordern die Studienmacher. Demnach müssten bis zum Jahr 2030 rund 2.550 weitere Pflegeheime mit je rund 100 Betten geschaffen werden, allein um den kommenden demografischen Zusatzbedarf decken zu können.

Höchster Zusatzbedarf in den Großstädten
Die Studie beschreibt auf Landkreisebene Prognosen zum Bedarf an Pflegeheimen und Pflegeplätzen in den Jahren 2025 und 2030. In absoluten Zahlen ergibt sich der höchste Zusatzbedarf in Berlin mit 11.800 und in Hamburg mit 4.100 zusätzlich benötigten Pflegeplätzen 2030. Auch die Städte München und Köln mit je mehr als 2.000 zusätzlich benötigten Betten sowie Bremen, Dresden und Leipzig mit einem Zusatzbedarf von 1.500 bis 1.700 Pflegeplätzen müssten ihren Bestand erheblich aufstocken, um die zu erwartende Nachfrage decken zu können. Auf Landesebene bestehe vor allem in Nordrhein-Westfalen, Bayern und in Baden-Württemberg Entwicklungsbedarf.

Betrachtet man den künftigen Bedarf im Verhältnis zur heute bereits vorhandenen Zahl an Pflegeplätzen steche vor allem Brandenburg mit hohem Aufholpotenzial hervor: In den Landkreisen Barnim, Potsdam-Mittelmark und Havelland im so genannten Speckgürtel von Berlin müsse der aktuelle Bestand an Pflegeplätzen bis 2030 um rund die Hälfte aufgestockt werden.

Auch andere Faktoren bestimmen den Zusatzbedarf
Abhängig ist der Zusatzbedarf laut der Studienmacher auch von einer Reihe von Faktoren, wie der Entwicklung der Heimquote, gesetzlichen Vorgaben sowie dem Bedeutungszuwachs von ambulanter Pflege im Vergleich zu stationärer Pflege. Jüngst hat der Gesetzgeber etwa die bisherige Klassifizierung Pflegebedürftiger in drei Pflegestufen angepasst auf fünf. Offen sei noch, ob und wie stringent Pflegeeinrichtungen die länderspezifisch festgelegten Quoten an Einzelzimmern oder Obergrenzen für die Bettenzahl nach den Übergangsfristen umsetzen müssten.

Die Studie steht auf www.wuestundpartner.com/deutschland zum Download bereit.

Quelle: Wüest & Partner Deutschland
Bildquelle: Birgit Cordt
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): versicherungsmagazin.de
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

FIRMEN RECHERCHIEREN


BranchenIndex - B2B-Firmensuche für Industrie und WirtschaftDie B2B-FIRMENSUCHE für Industrie und Wirtschaft
In Kooperation mit der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Kostenfrei in über 300.000 Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren:


 » Zur Business-to-Business-Firmensuche
MEHR ZUM THEMA
Ältere Menschen sind nicht nur durch Pflegebedürftigkeit von Armut bedroht. Auch mangelnde private Altersvorsorge ist ein Armutsrisiko. Acht Tipps für jedermann, um der Altersarmut vorzubeugen.  » mehr
14.03.2017
   WebTV   Bildergalerie  
Die Richtlinie MiFID II verunsichert Makler und Vermittler und belastet den Geschäftsverlauf. "Die Inhalte der MiFID II sind bis jetzt nur in Umrissen erkennbar und das bereitet heftiges Kopfzerbrechen", kommentiert Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft...  » mehr
09.03.2017
   WebTV   Bildergalerie  
Fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen gibt es seit Anfang des Jahres in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Noch immer erfolgt die Einstufung durch einen Hausbesuch des Gutachters. Für Pflegebdedürftige, Angehörige aber auch Versicherungsvermittler hat die...  » mehr
23.02.2017
   WebTV   Bildergalerie  
Einen erweiterten betrieblichen Versicherungsschutz sowie Schutz vor einer Einkommenslücke bei länger andauernder Arbeitsunfähigkeit bieten zwei neue Versicherungsprodukte.  » mehr
20.02.2017
   WebTV   Bildergalerie  
Manuel Nothelfer (37) leitet ab sofort den Vertrieb der Ergo Direkt Versicherungen. Er soll die Online-Aktivitäten des Versicherers weiter ausbauen.  » mehr
17.02.2017
   WebTV   Bildergalerie  
Mediziner, Juristen und Wirtschaftsingenieure schneiden nach dem Studium beim Verdienst am besten ab, so das Ergebnis des Stepstone-Gehaltsreports. Die Fach- und Führungskräfte der Assekuranz gehören nicht zu den Spitzenverdienern in Deutschland.  » mehr
14.02.2017
   WebTV   Bildergalerie  
 
 LOGIN
Benutzername
Passwort
 
Agentur-Champions 2017
Versicherungsagenten beurteilen ihre Versicherer Versicherungsagenten beurteilen ihre Versicherer

Es gibt viele Gründe, warum Agenten für ihren Versicherer tätig sind und Produkte vermitteln. In dieser Partnerschaft können Versicherer punkten, wenn sie einen guten Service bieten. Welche Unternehmen nehmen diese Aufgabe ernst und bei welchen besteht Verbesserungsbedarf? Helfen Sie mit, den Markt transparenter zu gestalten. Die anonyme Online-Befragung dauert nur wenige Minuten.
Innovationspreis
Auf der Suche nach neuen Ansätzen Auf der Suche nach neuen Ansätzen

Zum vierten Mal sucht Versicherungsmagazin in Kooperation mit den Analysten von Morgen & Morgen die innovativsten neuen Versicherungsprodukte. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einige Neuerungen. Einsendeschluß für Bewerbungen zum Innovationspreis der Assekuranz ist der 31. Mai 2017.
Award
Unternehmer-Ass 2017 Unternehmer-Ass 2017

Auch 2017 wird der renommierte Unternehmer-Ass-Award für die beste deutsche Versicherungsagentur und den besten deutschen Versicherungsmakler verliehen. Die Teilnahme ist bis 30. April möglich.
Fahrerassistenzsysteme
Die Zukunftsstrategien der Versicherer Die Zukunftsstrategien der Versicherer

Die 3. Internationale ATZ-Fachtagung Automatisiertes Fahren, die von Versicherungsmagazin und der Zeitschrift ATZ veranstaltet wird, beschäftigt sich mit den Trends Telematik, Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren. Diskutiert wird dort auch über: Versicherungskonzepte für automatisiertes Fahren, Innovationen in der Kfz-Versicherung, Neue Mobilität und traditionellen Versicherer. Auf dieser Tagung erwarten Sie spannende Vorträge hochkarätiger Experten aus der Versicherungs- und Automobilbranche.
VM digital
Versicherungsmagazin als E-Magazin Versicherungsmagazin als E-Magazin

Digital, interaktiv, mobil: Ab sofort erhalten alle Abonnenten das neue E-Magazin kostenlos zusätzlich zu jeder gedruckten Ausgabe.
NEWSLETTER
Newsletter Der Versicherungsmagazin Newsletter informiert Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Versicherungsszene. Natürlich kostenlos!

  
Award-Bewerbung
So bewerben Sie sich für einen Award! So bewerben Sie sich für einen Award!

Sie kennen bereits die drei Awards von Versicherungsmagazin: „Makler-Champions“, „Innovationspreis der Assekuranz“ und „Vorbildlicher Finanzvertrieb“. Doch wie sehen die Prüfkriterien für diese Awards im Detail aus? Wer kann sich bewerben und welches Profil müssen die Interessenten vorweisen, um mitwirken zu können? Die Details.
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Gabler Wirtschaftslexikon Online: Lexikon und Definition für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht und SteuernDas Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen