Hanse Merkur schafft operative Führungsholding

Mit dem Ziel der strategischen Neuausrichtung will die ihren Bestand rückwirkend zum 1. Januar 2008 auf die neu zu gründende Hanse Merkur Krankenversicherung AG übertragen. Unterhalb des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG) führt Hanse Merkur eine operative Führungsholding mit den Gruppengesellschaften ein. Die zur Umstrukturierung nötigen Aufsichtsratsbeschlüsse bedürfen nach Unternehmensangaben noch der Genehmigung der Hauptversammlung und des Bundesamtes für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

In der neuen Struktur bleibe die Hanse Merkur Krankenversicherung aG Eigentümer der Gruppe bei Bewahrung des Gegenseitigkeitsgedankens, berichtet der Versicherer. Mit einem Konsortialvertrag zwischen der Hanse Merkur Krankenversicherung aG und der Hanse Merkur Holding AG werde zunächst für 30 Jahre ausgeschlossen, dass der VVaG Anteile an der Holding verkauft, heißt es weiter. Der Versicherungsverein verpflichte sich zudem, für die nächsten drei Jahrzehnte eine Mehrheit der Stimmrechte an der Holding zu halten.

Einheitliche Konzernstruktur
"Mit der Umstrukturierung gibt sich die Hanse Merkur Gruppe eine einheitliche Konzernstruktur, um in einem Versicherungsmarkt, der starken Veränderungen unterworfen ist, flexibel agieren zu können", begründet Vorstandsvorsitzende Fritz Horst Melsheimer den strategischen Schritt. "Mit einem 30-jährigen Konsortialvertrag behalten wir die Sicherheit eines VVaG und stärken zudem langfristig die Rechte unserer Mitglieder über einen Versicherungsverein als Eigentümer. Und über eine Holding als Aktiengesellschaft, die bei Führung der Gruppengesellschaften über weitreichende finanzielle Möglichkeiten verfügt, gewinnen wir maximalen unternehmerischen Handlungsspielraum".

Autor(en): Angelika Breinich-Schilly

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