Definition: Grobe Fahrlässigkeit
 
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1. Begriff: G. liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer die erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt und dabei den gesunden Menschenverstand außer Acht lässt. Beispiel: Eine brennende Kerze bleibt länger als 15 Minuten ohne Aufsicht.

2. Konsequenzen: G. führt zu Einschränkungen in der Entschädigungsleistung des Versicherers (Quotenregelung).

3.
Aktuelle Entwicklungen: Während der Versicherer in der Vergangenheit bei G. leistungsfrei war, sieht das neue Versicherungsvertragsgesetz (VVG) eine Entschädigungsleistung mit einer Kürzung unter Berücksichtigung der Schwere des Verschuldens vor.

4. G. in der Haftpflichtversicherung:
In der Haftpflichtversicherung ist die G. abgedeckt.

 

 
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DER HERAUSGEBER
Prof. Dr. Fred Wagner ist Inhaber des Lehrstuhls für Versicherungsbetriebslehre an der Universität Leipzig als auch Vorstand des dortigen Instituts für Versicherungswissenschaften. Prof. Wagner ist Mitglied im Fachbeirat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Versicherungen im Deutschen Rechnungslegungs-Standards-Committee. Seine Forschungsschwerpunkte sind insbesondere Rechnungswesen im Versicherungsunternehmen (incl. IAS/IFRS), Versicherungscontrolling, Risk Management und Wertorientierte Steuerung im Versicherungsunternehmen.
 
DIE AUTOREN
Dieter Beck
Vorstandsmitglied
HUK-Coburg-Allgemeine Versicherung AG, Coburg

Dr. Monika Sebold-Bender
Vorstandsmitglied
Westfälische Provinzial Versicherung AG, Münster

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