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Biometrisches Risiko

1. Begriff: Ereignisse, die mit grundlegenden Veränderungen der biologisch bedingten Lebensverhältnisse einhergehen, also z.B. Tod, Invalidität, Geburt eines Kindes, Auftreten einer (bestimmten) Erkrankung, Eintritt von Pflegebedürftigkeit.

2. Merkmale:
In der Versicherungswissenschaft steht der Begriff Biometrie nicht für die möglichst eindeutige Vermessung und Charakterisierung eines Individuums durch eine Gruppe körperlicher Merkmale (Fingerabdruck, Iris, DANN etc.), sondern ist der Oberbegriff für eine Gruppe von Risiken, die eng mit dem Lebensablauf zusammenhängen und über deren Eintrittswahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit von verschiedenen Kriterien umfangreiches statistisches Material vorliegt.

3. Anwendungszwecke:
In der Personenversicherung sind Leistungsverpflichtungen i.d.R. an den Eintritt von B. gebunden. Die Analyse ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten, ihrer Veränderungen im Zeitablauf (Trends) und der sie bestimmenden Risikokriterien ist daher fundamentale Voraussetzung für die Beitragskalkulation und die Reservebewertung.

4. Ähnliche Begriffe:
Häufig werden dem Begriff auch das Nicht-Eintreten oder der Wegfall eines originären B. zugeordnet. Beispielhaft seien genannt: das Erlebensfallrisiko (Nicht-Eintreten des Todes in einem bestimmten Zeitpunkt), das Langlebigkeitsrisiko (Überschreiten eines bestimmten Lebensalters) oder das Re-Aktivierungsrisiko (Beendigung einer Invalidität oder Pflegebedürftigkeit).

 

 

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