Digitalisierung: Unternehmen auf Industrie 4.0 vorbereiten

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Unser Wohlstand hängt von der Digitalisierung ab, sagt Angela Merkel. Aber gibt es genügend Fach- und Führungskräfte in Deutschland, um Industrie 4.0 und das Internet der Dinge (IoT) bewältigen zu können? Nach Ansicht von Thomas Becker und Carsten Knop ist es 'fünf vor zwölf'.

"Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen das Thema jetzt gemeinsam nach vorne tragen", schreiben die beiden Herausgeber im Vorwort ihres neuen Springer Gabler-Sachbuchs "Digitales Neuland". Das Buch liefert Antworten für alle, die wissen wollen, wie die Zukunft der deutschen Wirtschaft aussehen könnte. Vorstandsvorsitzende deutscher DAX30-Konzerne, Familienunternehmer, Wissenschaftler und CEOs von Banken gewähren in ihren Beiträgen Einblick in die jeweiligen Branchen und ihre Konzepte zur Industrie 4.0.

Technologische Infrastruktur muss vorhanden sein

Wie sieht die Autobahn der Zukunft aus? Und wie die digitale Fabrik? Wo steht Deutschland im internationalen Vergleich und welche Chance und Risiken ergeben sich daraus? Dies alles sind Fragen, die nicht nur die einschlägigen Messen wie Cebit oder Hannover Messe beschäftigen, sondern auch die Aufsichtsräte, Vorstandsvorsitzende, CEOs, Familienunternehmer und Wissenschaftler, die im Buch zu Wort kommen. Die wichtigsten Ergebnisse fasst Thomas Becker in drei Punkten zusammen: "Die technologische Infrastruktur muss zwingend gegeben sein. Zudem ist es für die einzelnen Marktteilnehmer unabdingbar, eine Analyse zu starten, welche disruptiven Geschäftsmodelle das Unternehmen morgen gefährden können. Last but not least liegt eine Herausforderung darin, andere Managertypen zu gewinnen, die in der Lage sind, künftige Geschäftsmodelle zu bewerten und aufzubauen."

Nachfrage nach digital ausgebildeten Managern größer als Angebot
Organisatorisch stehen Unternehmen in Deutschland noch immer am Beginn des Umbaus, so Becker. Es gelte, die jeweiligen Unternehmensbereiche auf allen Ebenen jetzt auf Industrie 4.0 vorzubereiten: "Die Nachfrage nach digital ausgebildeten Managern und Mitarbeitern wird schon bald weitaus größer sein als das Angebot." Darüber hinaus werde sich ein ganz neuer Managertyp durchsetzen. Höchste Ausprägungen bezüglich Intellekt, Durchsetzungsstärke, Führung, positive Aggressivität und Empathie müsse er in einer Art 'Kür' miteinander verknüpfen.






Auch in der Titelgeschichte in der November-Ausgabe von " nimmt das Thema "Digitalisierung" einen breiten Raum ein. Unter der Überschrift: "Zukunft digital - Vertrieb neu denken" wird beleuchtet, wie sich der Vertrieb durch die digitale Entwicklung vehement verändern wird.
Nachfolgend ein kurzer Blick ins Heft:


"Dr. Nikolas Beutin und Dr. David Pumberger von Price Waterhouse Coupers sind davon überzeugt, dass künftig nicht nur die Kunden, sondern auch die Verkäufer „ihren Alltag im Netz verbringen werden“. Und sie sind gleichfalls überzeugt, dass das Internet kein neuer Vertriebskanal, sondern „eine zweite, integrierte Natur des Vertriebs“ sein wird. „Die Auswirkungen auf die Organisation und die Größe des Vertriebs werden enorm sein, wenn Produkte oder Services nur noch per App bestellt werden können. Auch wird der Ort der Arbeit weitestgehend irrelevant. So können in Zukunft Innendienst oder Kundendienst an praktisch jedem Ort der Welt sitzen und aus der Entfernung auf Konten und Rechner der Kunden zugreifen, um (kaufmännische) Probleme zu lösen“.

Textquellen: Springer Gabler, Meris Neininger, Price Waterhouse Coupers;

Bildquellen: © Sergey Nivens/Fotolia.com, © Springer Gabler

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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