Kfz-Versicherung: Nur sieben Prozent der Autofahrer wollen wechseln

Am 30. November ist wie jedes Jahr Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherungen. Doch die Deutschen verspüren keinen Grund dazu: Nur sieben Prozent der Autofahrer wollen sich nach einer neuen Versicherung umschauen.

Dabei könnte sich gerade im Hinblick auf die neuen Unisex-Tarife kann für manche Autobesitzer ein Wechsel lohnen. Jedoch kennt nur jeder zweite die Regelung, die Ende des Jahres in Kraft tritt. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt mobile.de.

Lediglich sieben Prozent der deutschen Autofahrer geben aber an, dass sie ihre Versicherung wechseln wollen. Bei den Befragten bis 29 Jahre zeigt sich eine größere Wechselbereitschaft. In dieser Altersgruppe plant mehr als jeder Zehnte, sich für eine neue Kfz-Haftpflicht zu entscheiden.

Zu hohe Preis Wechselgrund Nummer eins
Der Hauptgrund für eine neue Versicherung sind für die Umfrageteilnehmer zu hohe Preise (87 Prozent), gefolgt von einem nicht zufriedenstellenden Leistungspaket (33 Prozent). Mehr als 14 Prozent der Befragten entscheiden sich für einen neuen Anbieter, da sich die Typklasse geändert hat. Bei vielen Versicherungen kann dies zu erheblichen Preissteigerungen geführt haben, denn erstmals werden das Alter des Halters und des jüngsten Fahrers berücksichtigt.

"Ein Vergleich der Angebote kann sich tatsächlich lohnen. Selbst wenn Autobesitzer mit den Prämien zufrieden sind, bietet eine andere Versicherung vielleicht ein besseres Leistungspaket zu den gleichen Konditionen", rät Malte Krüger, Geschäftsführer der mobile.international GmbH. Vor allem die Frauen wünschen sich von ihrer Versicherung einen größeren Leistungsumfang (53 Prozent) und einen besseren Kundenservice (26 Prozent) und planen häufiger als Männer einen Wechsel.

Unisex: Nur jeder Zweite weiß Bescheid

Für viele Autofahrer noch ganz neu: die Unisex-Tarife. Nur jeder zweite Autofahrer kann laut Umfrage mit dieser Neuregelung etwas anfangen. In der Altersgruppe der bis 29-Jährigen, die von den neuen Tarifen in der Kfz-Versicherung hauptsächlich betroffen sein werden, sind es fast 60 Prozent. Unisex bedeutet, dass spätestens ab dem 21. Dezember 2012 für Männer und Frauen die gleichen Kriterien gelten müssen und das Geschlecht kein Grund für eine unterschiedliche Berechnung sein darf. Bei der Kfz-Haftpflicht beeinflussen zwar viele Faktoren die Prämienhöhe, doch Alter und Geschlecht können sich schon darauf auswirken.

Autor(en): versicherungsmagazin.de

 

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