AO ist weiterhin häufigster Vertriebsweg

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Im Neugeschäft der Assekuranz dominiert weiterhin der Ausschließlichkeitsvertrieb. Dies zeigt die Vertriebswegestatistik 2016, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vorgestellt hat.

In der Lebensversicherung und in der Krankenversicherung entfallen über 90 Prozent des Neugeschäfts auf Einfirmenvermittler, Makler oder Mehrfachvertreter. Im vergangenen Jahr konnten die Ausschliesslichkeitsvermittler ihren Anteil am Vertriebswegemix in der Lebensversicherung leicht um 0,4 Prozent auf 41,4 Prozent erhöhen. 26,3 Prozent der vermittelten Neugeschäfts kam über Makler, dies ist eine Steigerung von 0,2 Prozent gegenüber 2015. Gemessen an der Beitragssumme wurde knapp 20 Prozent des Neugeschäfts über Kreditinstitute abgeschlossen (20,7 Prozent 2015). Der Marktanteil des Direktvertriebs (inklusive der Vergleichsportale steigerte vielvon drei auf 2,3 Prozent. Auch in der privaten Krankenversicherung (PKV) dominieren die Ausschliesslichkeitsvermittler mit 57 Prozent ((+ 0,4 Prozent) vor Maklern (26,6 Prozent) und dem Direktvertrieb (6,1 Prozent).

Kfz-Policen werden häufig direkt gekauft
In der gesamten Schaden-/Unfallversicherung ist der Anteil der Direktabschlüsse mit 13,9 Prozent im Vergleich zu anderen Sparten überdurchschnittlich hoch. In der Kfz-Versicherung kam im vergangenen Jahr ein knappes Fünftel (18,5 Prozent) des Neugeschäfts aus dem Direktvertrieb oder über Vergleichsportale. Damit setzt sich dort der Trend der Vorjahre deutlich fort. Die Zahlen zeigen, dass der persönliche Kontakt beim Abschluss einer Versicherung für die Kunden weiterhin wichtig ist.

Dabei sind Digitalisisierung und Kontakt zum Vermittler kein Widerspruch: "Die Digitalisierung des Versicherungsvertriebs hat auch die klassischen Vertriebswege erreicht", sagt Elisabeth Stiller, Leiterin Vertrieb beim GDV. Viele Vermittler nutzten für die Kommunikation mit ihren Kunden selbstverständlich soziale Netzwerke und Messenger-Apps. Diese Dimension der Digitalisierung bilde eine reine Abschluss-Statistik nicht ab.

Autor(en): Alexa Michopoulos

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