Automatisiertes Fahren: Win-Win-Situation für alle?

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Das automatisierte beziehungswesie autonome und vernetzte Fahren wird sicherlich die Verkehrssicherheit erhöhen, die Verkehrseffizienz steigern, Emissionen reduzieren, den Innovationsstandort Deutschland fördern und moderne, nachhaltige Mobilität ermöglichen. Davon ist jedenfalls die Bundesregierung überzeugt. Das belegt ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP.

Von der Einführung derartiger Fahrzeuge werden auch alle Menschen profitieren. Insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen und Menschen mit Behinderung entstehen durch automatisierte und autonome Fahrzeuge neue Mobilitätskonzepte und -Lösungen. Diese bieten neue, bessere und vielfältigere Möglichkeiten, am Verkehr und somit auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Projekt zielt auf wirtschaftliche Verkehrsanbindung ländlich geprägter Räume

Im Rahmen des Forschungsprogramms zur Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Projekt "Automatisiertes Fahren in peripheren Siedlungsstrukturen (Auto FipS)" gefördert. Das Projekt zielt laut dem Deutschen Bundestag auf eine wirtschaftliche Verkehrsanbindung ländlich geprägter Räume an urbane Oberzentren, was im Zuge des demographischen Wandels immer schwieriger wird. Besonders für mobilitätseingeschränkte Personengruppen bieten automatisierte Fahrzeuge große Chancen, mobiler zu sein/werden und die Standortattraktivität auf dem Land aufrechtzuerhalten.

Die Grundlagenstudie untersucht geeignete Standorte im Ballungsraum Dresden, sinnvolle Erprobungsszenarien bzw. Verwertungskonzepte sowie den voraussichtlichen Nutzen und die Kosten eines Testfeldes von Anwendungsfällen des automatisierten Fahrens auf dem Land. Dabei werden zielgruppenspezifisch infrage kommende Fahrzeugkonzepte, Bedienformen und Geschäftsmodelle untersucht. In dem Projekt soll untersucht werden, welche technologischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten das automatisierte Fahren in peripheren Siedlungsräumen sowie für die dort lebenden immobileren Bevölkerungsgruppen (Kinder, Senioren, Menschen mit Behinderung) bietet.

Reger Austausch mit Vertretern der Automobilindustrie

Die Bundesregierung tauscht sich in diesem Kontext auch mit Vertretern der Automobilindustrie über verschiedene Bereiche des automatisierten, autonomen und vernetzten Fahrens aus. Dabei werden auch zukünftige Mobilitätskonzepte thematisiert, die den Bürgern nützen können.

Wie es mit der gesellschaftlichen Akzeptanz und der Teilhabe des/am autonomen Fahren(s) aussieht, werden darüber hinaus im Plenum des Runden Tisches „Automatisiertes Fahren“ erörtert, an dem zahlreiche Institutionen aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Verwaltung mitwirken. Für weitere Fragestellungen tritt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit den relevanten Interessengruppen auch bilateral in Kontakt.

BMVI entwickelt aktuell einen Rechtsrahmen

Das BMVI entwickelt in der aktuellen Legislaturperiode einen Rechtsrahmen zum autonomen Fahren für bestimmte Anwendungsfälle, um den ersten Schritt zum Regelbetrieb autonomer Fahrzeug zu gehen.

Unser Veranstaltunsghinweis für Sie

Auch auf der Tagung "chassis.tech plus 2019", eine Veranstaltung aus dem Haus ATZlive Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, spielt das Automatisierte Fahren eine zentrale Rolle. Werfen Sie doch einmal ein Blick ins Programm!

Quelle: Der Bundestag, ATZ live

Autor(en): Versicherungsmagazin

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