Big Data: Keine Angst vor den Neuen

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65 Prozent der Geschäftsführer von Versicherungsunternehmen sehen die neuen Marktteilnehmer in der Branche wie Fintechs als eine Bedrohung ihrer Wachstumschancen, zudem zeigen sich 94 Prozent wegen einer Überregulierung des Sektors besorgt. So jedenfalls der Tenor einer pwc-Studie.

Das Aufkommen von Big Data hat ein verstärktes Interesse an einem verbesserten Datenmanagement geweckt. Big Data hat das Potenzial, neue Bedingungen im Versicherungsmarkt zu schaffen. Die wachsende Menge generierter und auswertbarer digitaler Informationen ermöglicht tiefgreifende Einblicke in das Verbraucherverhalten und kann die Ergebnisse sowohl für Kfz-Versicherer als auch Versicherungsnehmer verbessern.

Entscheidender Vorteil gegenüber neuen Wettbewerbern

Nitin Rakesh, Geschäftsführer und Präsident von Syntel, einem Unternehmen für digitale Modernisierungen und IT-Dienstleistungen, zufolge haben etablierte Versicherungsunternehmen riesige Datenbanken mit historischen Informationen, die ihnen einen entscheidenden Vorteil gegenüber neuen Wettbewerbern verschaffen.

„Der wesentliche Grundpfeiler der Versicherungsindustrie ist eine präzise Risikobewertung und traditionellen Versicherern stehen dafür eine Fülle von Daten zur Verfügung“, sagt Rakesh. „Ihre Unternehmen sind stark von den Daten abhängig und Versicherer müssen sie darum wirksamer einsetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Kunden im digitalen Zeitalter zu binden.“

Neue innovative Geschäftsmodelle entwickeln
Die moderne IT-Landschaft erfordert von Versicherungsfirmen, dass sie sich an die neuen Kunden anpassen, ihnen den nachgefragten leichteren Zugang zu ihren Dienstleistungen und Informationen bieten und zudem neue innovative Geschäftsmodelle entwickeln, die neue wettbewerbsfähige Nischen in der ganzen Branche schaffen.

Eine Innovation in diesem Stil ist die „pay-as-you-drive“ Versicherung, die am Fahrzeug angebrachte Telematikgeräte nutzt, welche Versicherern erlauben Echtzeitdaten zu den tatsächlichen Fahrgewohnheiten zu sammeln. Diese Daten ermöglichen Versicherern eine genauere Risikobewertung vorzunehmen und somit konkurrenzfähigere Preise für die Versicherungsprämien anzubieten, sowie ihre Kundenbindung zu erhöhen.

Berge an Echtzeitdaten analysieren
Allerdings ist dieses Modell datenaufwendig. Um die benötigten Informationen und Einblicke für sachkundige Entscheidungen zu erlangen, müssen Berge an Echtzeitdaten analysiert werden. Dies verlangt von den Versicherern, dass sie die Analysen ihrer immens großen Datenbanken effektiv gestalten.

„Big Data ermöglicht Versicherungen einen Wettbewerbsvorsprung durch den Vergleich, die Gewinnung und das wirkliche Verständnis der Kundendaten, mit dem sowohl der Kundenkomfort erhöht als auch die Kosteneinsparungen an den Kunden weitergegeben werden können“, sagt Rakesh. Versicherer, die eine digitale Strategie verfolgen, werden davon profitieren.“

Textquelle: Syntel; Bildquelle: © Sergey Nivens / fotolia

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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