Big Data: Neue Anforderungen an Aktuare

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Die steigende Digitalisierung in vielen Lebensbereichen und der damit einhergehende Wandel zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen sind für die Versicherungswirtschaft Themen von zentraler Bedeutung. Dies betrifft auch die Aktuare, deren Tätigkeitsgebiete immer stärker durch komplexe statistische Analysemethoden und Anwendungen rund um Big Data geprägt werden.

In den vergangenen Jahren standen die Einführung des neuen risikobasierten Aufsichtsregimes Solvency II sowie die Auswirkungen der anhaltenden Tiefzinsphase im Mittelpunkt der Diskussionen in der Versicherungswirtschaft. "Diese Entwicklungen, so wichtig sie sind, dürfen jedoch nicht den Blick von dem Kern des Versicherungsgedankens ablenken - der Bildung von stabilen, risikogerechten Versichertenkollektiven", betont" Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV), auf der Jahrestagung des Vereins in Bremen.

Kalkulationsansätze werden sich wandeln
Die großen Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten, die unter dem Begriff Big Data zusammengefasst werden, versprächen zusätzliche Erkenntnisse über Versicherte und Risiken und ermöglichten eine größere Risikodifferenzierung als dies heute der Fall sei. Gleichzeitig stellten sich neben mathematischen Fragen auch weitergehende wie Datenschutz oder zu möglichen Diskriminierungen.

Diesen Spagat zu meistern, seien Aktuare bestens geeignet. Denn ihre quantitativ ausgerichtete mathematisch-statistischen Ausbildung liefere das methodische Wissen Datenschutz und risikogerechte Differenzierung unter einen Hut zu bringen. Der Verein geht davon aus, dass sich durch Big Data die aktuariellen Modelle und Kalkulationsansätze weiter entwickeln werden.

Mehr zum Thema liefert die zweite Ausgabe des DAV-Kompass "".

Bildquelle: © Dreaming Andy/ Fotolia.com

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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