Das Eigenheim als Glücksfaktor

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Das Glück hat viele Gesichter und eines davon ist Immobilienbesitz. Zu diesem eindeutigen Ergebnis kommt eine Studie der Universität Hohenheim.

Wer in den eigenen vier Wänden lebt, ist in der Regel glücklicher als die Bewohner einer Mietwohnung. Diese Erkenntnis stützen knapp zwei Drittel der befragten Wohneigentümer in Deutschland und auch 36 Prozent der Mieter geben an, sie wären mit Immobilienbesitz glücklicher. Anlass für diese Aussagen ist die erste große, systematische Studie zum Zusammenhang zwischen Wohneigentum und Glück. Wissenschaftler der Universität Hohenheim befragten im Auftrag der Stiftung „Bauen und Wohnen“ der LBS Baden-Württemberg 2.788 Personen in Baden-Württemberg und 1.442 im restlichen Deutschland.

„Glück ist kein objektiver Sachverhalt, sondern ein subjektives Empfinden. Ursachen und Inhalte variieren daher von Mensch zu Mensch“, sagt Professor Dr. Frank Brettschneider, Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationstheorie und Leiter der Studie, über die Hintergründe der Untersuchung. Es gebe unter den sieben identifizierten Glücksdimensionen zwar Bereiche, die stärker ins Gewicht fallen als die Wohnsituation – dazu gehören Gesundheit und finanzielle Sicherheit ebenso wie Partnerschaft und Beruf. Aber auch das eigene Nest habe einen großen Einfluss auf das Glücksgefühl.

Eigentümer zufriedener mit Wohnumfeld als Mieter
Dabei ist es nicht allein die Eigentumsfrage, die über die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnung entscheidet. Auch das Wohnumfeld an sich ist wichtig. Eine ruhige Lage, eine gute Infrastruktur und eine ordentliche Verkehrsanbindung sind wesentliche Kriterien, nach denen die meisten Menschen auswählen. Interessant ist, dass Immobilienbesitzer insgesamt offenbar deutlich zufriedener mit der Umgebungssituation sind als Mieter. 65 Prozent der Teilnehmer gaben sogar an, dass sie sich auch zum zweiten Mal in Folge für den Erwerb derselben Immobilie entscheiden würden.
Auch die Bindung von Eigentümern an das soziale Umfeld der Wohnumgebung ist im Vergleich zu Mietern deutlich stärker ausgeprägt. So engagieren sie sich in höherem Maße ehrenamtlich, etwa im Bildungsbereich oder bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Für und Wider beim Kauf einer Immobilie
Vorteile
Hemnisse
  • Altersvorsorge
  • Kosten
  • keine Miete
  • Risiken durch Arbeitslosigkeit/Krankheit
  • eigene Gestaltungsmöglichkeiten
  • das Risiko der Trennung vom Partner

Mehr Unterstützung für Immobilienkäufer wünschenswert
Diese positiven Effekte fördern und Erwerb von Wohneigentum unterstützen – das klingt nach einem lohnenswerten Ziel. Und es gibt Wege, es zu erreichen: Mit den richtigen Impulsen aus der Politik wäre es möglich, die Zufriedenheit von Mietern und Wohneigentümern weiter zu verbessern, wie Professor Dr. Brettschneider betont. Faktoren, die den Erwerb von Wohneigentum hemmen, könnten abgebaut werden. So wäre beispielsweise eine Senkung der hohen Grunderwerbssteuer möglich, und auch die Beschleunigung von Abläufen, die zu einer Baugenehmigung führen, könne sich positiv auswirken. Nicht zuletzt erhöhen Investitionen in eine gute Infrastruktur und Verkehrsanbindungen die Attraktivität von Wohngebieten und bieten so gute Chancen für Käufer, mit ihrem eigenen Wohnbesitz das persönliche Glückslevel zu erhöhen.



Quelle: Elsner/Universität Hohenheim
Bildrechte © Jean Kobben/Fotolia



Autor(en): versicherungsmagazin.de

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