Deutschland noch BU-Entwicklungsland

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Versicherungsexperten und Verbraucherschützer sind sich einig: Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört zu den wichtigsten Versicherungen der privaten Vorsorge. Aber viele Menschen beschäftigen sich nur ungern mit dem Thema mit fatalen Konsequenzen: Nur knapp 25 Prozent haben eine BU und sind überzeugt, damit gut abgesichert zu sein. Dies zeigt eine repäsentative Studie der Canada Life.

Das Marktforschungsinstitut Toluna befragte im Auftrag des Versicherers im Januar 2015 über tausend Teilnehmer zwischen 18 bis 55 Jahren online. 28,2 Prozent halten die BU zwar für eine wichtige Versicherung, haben aber noch keine abgeschlossen. Deutlich sorgloser gehen rund 20 Prozent an das Thema heran: Sie haben sich hierzu noch keine Gedanken gemacht. Und etwa zehn Prozent stufen die Police als unwichtige Versicherung ein.

Makler bieten Unterstützung
"Dass so viele Menschen ohne Absicherung durchs Arbeitsleben gehen und damit ihre Existenz riskieren, ist alarmierend", sagt Bernhard Rapp, stellvertretender Deutschlandchef der Canada Life. Neben dem Viertel, das sich gut abgesichert glaubt, kommen weitere 20 Prozent, die zwar einen BU-Vertrag besitzen, dabei aber nicht sicher sind, ob ihr Schutz im Ernstfall auch ausreicht.

Solche Befürchtungen sind berechtigt: BU-Verträge sichern zum Teil Renten ab, die nur knapp über dem Hartz-IV-Niveau liegen. 771 Euro betrug 2013 die durchschnittliche Höhe der versicherten BU-Renten, BU-Zusatzversicherungen mit einrechnet. "Wenn man einen Vertrag im Aktenordner hat, ist leider noch nicht alles gut. Man muss wissen, ob die abgesicherte Rente für den derzeitigen Lebensstandard reicht", so Rapp. "Kunden sollten sich schnell Klarheit verschaffen. Makler können sie hier unterstützen und wenn nötig aufzeigen, wie sie ihren Schutz passgenau aufstocken können", so der Canada-Life-Chef.





Quelle: Canada Life

Bildquelle: © halfpoint/fotolia.com

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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