Diesen Preis möchte kein Versicherer gewinnen

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Was die goldene Himbeere für die amerikanische Filmindustrie, ist der "Versicherungskäse des Jahres" für die deutsche Assekuranz: Ein Negativpreis für unsinnige und schlechte Versicherungsprodukte, mit dem die ausgezeichneten Versicherungsunternehmen sich sicher nicht schmücken wollen. Auch 2018 ist er wieder am Start.

Verliehen wird der Preis vom Bund der Versicherten e. V. (BdV), der nach eigenen Angaben damit mangelnde Transparenz, lückenhafte Leistungen, unverständliche Bedingungsklauseln, zu hohe Beiträge, zweifelhaften Nutzen sowie intransparente Vermittlungsmethoden bei Versicherungsprodukten, anprangern will.

Einen Nerv getroffen
"Die Vorschläge an fragwürdigen Produkten und preiswürdigen Kandidaten, die wir über das Jahr hinweg von Mitgliedern, Medien und Verbraucherschützern erhalten, zeigen, dass wir mit der Auszeichnung einen Nerv getroffen haben", sagt Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV.

Bis zum 15. Februar kann jeder Vorschläge einreichen. Der BdV lädt auch die Versicherungswirtschaft ein, "dem Wettbewerb auf die Finger zu schauen" und Produkte vorzuschlagen. Eine Jury entscheidet, welche drei Produkte es in die Endauswahl schaffen. Der "Versicherungskäse des Jahres 2018" wird am 13. April 2018 auf der Wissenschaftstagung des BdV in Berlin verliehen.

Im vergangenen Jahr hatte die Ideal Lebensversicherung a.G. mit dem "Krebs Airbag" das zweifelhafte Vergnügen, Preisträgerin zu sein.

Der Jury gehören Kerstin Becker-Eiselen (Verbraucherzentrale Hamburg e. V.), Edda Castelló (ehemals Verbraucherzentrale Hamburg e.V.), Lars Gatschke (Verbraucherzentrale Bundesverband e. V.), Peter Schütt (Versicherungsberater) sowie Barbara Sternberger-Frey (Redaktionsbüro Sternberger-Frey) an. Vorschläge können bis zum 15. Februar 2018 an den BdV unter kaese@bundderversicherten.de gesandt werden.

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Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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