Drei-Säulen-Modell trägt noch

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Die Mehrheit der Deutschen schätzt das klassische Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Rente. 54 Prozent fühlen sich damit "gut" bis "sehr gut" abgesichert. Dies zeigen die Ergebnisse des aktuellen Anlegerbarometers von Union Investment. Doch der Trend verschiebt sich: Bei den Befragten unter 30 Jahren sind nur noch 43 Prozent der Meinung durch die drei Säulen im Alter "gut" bis "sehr gut" versorgt zu sein. Während sich unter allen Befragten elf Prozent "nicht ausreichend" versorgt fühlen sind es bei den Jüngeren 20 Prozent.

Die höchsten Zustimmungswerte erhält in der Befragung die private Altersvorsorge: 52 Prozent fühlen sich durch sie "gut" bis "sehr gut" abgesichert. Auf Platz zwei rangiert die betriebliche Altersversorgung (bAV). Hier halten 46 Prozent der Befragten den Grad der Versorgung für "gut" und "sehr gut". Am niedrigsten fallen die Werte bei der gesetzlichen Altersvorsorge aus. Hier fühlen sich nur 13 Prozent "gut" oder "sehr gut" abgesichert. 40 Prozent bezeichnen die gesetzliche Rente alleine als nicht ausreichend für die Altersvorsorge. „

Riester-Rente ist populär
Das Anlegerbarometer zeigt auch, dass die meisten Befragten dem Thema Rente offen gegenüber stehen: Annähernd zwei von drei Befragten (64 Prozent) sehen für sich selbst die Notwendigkeit, sich mit privater Altersvorsorge zu befassen. Je jünger, desto höher der Wert: Bei den Umfrageteilnehmern bis 30 Jahre sagen 77 Prozent der Befragten, dass sie sich auf jeden Fall mit der privaten Altersvorsorge beschäftigen wollen. Bei den Befragten zwischen 50 und 59 Jahren sind es nur noch 51 Prozent, bei den 40- bis 49-jährigen halten es noch 70 Prozent der Befragten für notwendig, sich darum zu kümmern.

Bereits aktiv geworden sind 80 Prozent der Befragten. Sie geben an, privat vorgesorgt zu haben. Dabei setzt jeder Zweite (50 Prozent) auf die Riester-Rente. 54 Prozent der Befragten geben an, durch eine bAV für ihr Alter vorzusorgen. Kritik äußern die Besitzer dieser Rentenform daran, dass es bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes für den neuen Arbeitgeber nicht verpflichtend ist, bestehende Verträge zu übernehmen. 56 Prozent finden diese Vorgehensweise nicht richtig.

Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen.

Quelle: Union Investment
Bildquelle: © esebene /istock.com

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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