Flexi-Rente: Mehr Freiheit in der Lebensplanung?

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Arbeitnehmer in Deutschland sollen bald flexibler in die Rente einsteigen können. Wer will und noch kann, darf künftig länger arbeiten. Hierfür haben sich Union und SPD auf die so genannte Flexi-Rente geeinigt. Jörg von Fürstenwerth Vorsitzender der GDV-Geschäftsführung begrüßt den Beschluss.

Die Flexi-Rente könne dazu beitragen die durchschnittliche Lebensarbeitszeit zu erhöhen, schreibt von Fürstenwerth in eine Kolumne auf der Homepage des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV). Davon profitiere die sowohl die Gesellschaft, als auch jeder Einzelne. Die Gesellschaft könne so die Auswirkungen des Fachkräftemangels abfedern. Für Arbeitnehmer sei es künftig leichter und attraktiver, auch im Rentenalter noch zu arbeiten, wenn sie sich fit fühlen.

Flexibilisierung des Erwerbslebens
Die Flexi-Rente sei aber mehr als nur ein durchlässigerer Übergang in den Ruhestand. Sie könne den Menschen helfen, ihr Leben insgesamt neu zu ordnen und die Arbeit anders zu verteilen. Gerade in der Lebensmitte, wenn Arbeitnehmer Job, Familie und Haushalt unter einen Hut bringen müssten, würden Viele beruflich gern etwas kürzer treten. Die Flexirente biete die Chance, Einbußen bei der Rente zu bestimmten Zeiten auszugleichen.

"Es geht um die Flexibilisierung des gesamten Erwerbslebens", Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Geschäftsführung

Von Fürstenwerth forderte auch den Ausbau von Langzeitarbeitskonten. "Und wir sollten nicht nur über die gesetzliche Rente diskutieren, sondern auch die betriebliche und private Altersvorsorge mit einbeziehen", so der GDV-Geschäftsführer. Die kapitalgedeckte Vorsorge biete ebenfalls noch viele Gestaltungsmöglichkeiten, um den Übergang vom Beruf in den Ruhestand zu flexibilisieren.

Quelle: GDV
Bild: © Gina Sansers /Fotolia.com

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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