GKV: Wieder eine Kasse weniger

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Die Zahl der Kassen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schrumpft weiter: Zum 1. Januar 2017 werden die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) und die Vereinigte BKK fusionieren. Die neue Krankenkasse wird den Namen BKK VBU führen.

Die beiden Kassen kooperieren bereits seit 1. Januar 2016. "Wir haben frühzeitig damit begonnen, uns auf den Zusammenschluss vorzubereiten, damit wir am 1. Januar 2017 startklar sind", so Andrea Galle, Vorständin der BKK VBU und Rüdiger Schulz, Vorstand der Vereinigten BKK.

Zahl der Kassen nimmt kontinuierlich ab
Mit der Fusion will die bundesweit geöffnete BKK VBU ihre regionale Präsenz in Hessen stärken. Durch den Zusammenschluss wird die Kundenzahl der BKK BVU die halbe Million überschreiten und die Krankenkasse unter den Top 30 der gesetzlichen Kassen rangieren. Die BKK VBU ist bereits in den Vorjahren mit anderen Kassen fusioniert: zum 1. Januar 2015 mit der BKK Medicus und zum 1. Jamuar 2016 mit den Unternehmen BKK DKM, BKK S-H sowie BKK Basell.

Durch Fusionen ist die Zahl der Krankenkassen in Deutschland stetig zurückgegangen. Die rund 70 Millionen Versicherten der GKV wurden 1970 noch von 1.815 gesetzlichen Krankenkassen betreut. Ihre Zahl hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ständig reduziert. 1990 waren 1.147 Kassen tätig. Im Jahr 2000 waren es noch 420. Seit der Gesundheitsreform 2007, mit der die Einführung des Gesundheitsfonds beschlossen wurde, hat sich die Anzahl der jährlichen Krankenkassen-Fusionen, auch durch die Einführung kassenindividueller Zusatzbeiträge zum 1. Januar 2015, gesteigert. Aktuell existieren nur noch 118 Kassen.

Quellen: BKK VBU, GKV-Spitzenverband
Bild: © bk /Fotolia.com

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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