Jobwunder bei den Älteren

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In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 50 und 65 Jahren um 30 Prozent von 7,6 auf 9,8 Millionen gestiegen, so eine Auswertung der Initiative "7 Jahre länger", die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile ist sie fast so hoch wie bei den Jüngeren.

Basis der Untersuchung bildeten Daten der Bundesagentur für Arbeit. Diese belegen, dass der Anstieg der älteren Arbeitnehmer nicht nur demografische Gründe hat. Seit 2010 nämlich wuchs die Zahl der Menschen zwischen 50 und 65 nur um 11,3 Prozent. Auch die Entwicklung der Beschäftigungsquote belegt diesen Trend: Sie stieg seit 2010 von 45,1 Prozent auf rekordverdächtige 53,8 Prozent. Von den 15- bis 50-Jährigen hatten Ende 2015 59 Prozent einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz.

Ein Drittel ist über 50
Im Finanz- und Versicherungsgewerbe nahm die Zahl der älteren Arbeitnehmer um 23,1 Prozent zu. 31,9 Prozent aller Angestellten dieser Branche sind mittlerweile über 50 Jahre alt (+ sechs Prozent gegenüber 2010).

Am stärksten zugelegt hat die Zahl älterer Arbeitnehmer seit 2010 im Gastgewerbe (+ 50,3 Prozent), gefolgt von der Informations- und Kommunikationswirtschaft (+ 43 Prozent), den freien Berufen (+ 39,5 Prozent) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (+38,8 Prozent). Die anteilig meisten Älteren arbeiten in der öffentlichen Verwaltung. Dort sind 44,7 Prozent der Beschäftigten zwischen 50 und 65 Jahre alt.

7 Jahre länger
Die GDV-Initiative "7 Jahre länger" () will "das Bewusstsein dafür schärfen", dass die Menschen immer älter werden und dabei auch länger fit bleiben. Der Verband hat dafür ein ansprechendes Online-Angebot geschaffen, das seine Mitgliedsunternehmen auf ihre Seiten übernommen haben. Mit interaktiven Elementen können Besucher prüfen, wie viel ihre Rente 2040 wert sein wird, Fachartikel lesen, ihre Lebenserwartung schätzen oder sich mit Mythen rund um das Alter auseinandersetzen. Dass die Informationen zur gestiegenen Lebenserwartung die Nutzer auch für das Thema Altersvorsorge sensibilisieren sollen, ist beabsichtigt.

Quelle: GDV
Bild: © Oliver Berg /dpa

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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