Jubiläum: Vema feiert sich selbst und investiert in die Zukunft

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Bei ihrer Veranstaltung „Vema-Tage 2017“ in Fulda feierte die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft eG unter dem Motto „20 Jahre Produkte, Prozesse, Partnerschaft“ ihr 20-jähriges Jubiläum. Mit über 1.000 angemeldeten Maklern und 498 Versicherern beziehungsweise Dienstleistern konstatierte die Genossenschaft einen Teilnehmerrekord hinsichtlich ihrer Hausmesse.

Der stetige Zuspruch könnte ein möglicher Grund dafür sein, dass die Hausmesse mutmaßlich ab 2019 im Kongress Palais Kassel stattfinden wird. Zudem berichteten die Vorstände Andreas Brunner und Hermann Hübner über das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr sowie neue Dienstleistungsangebote.

Innerhalb der diesjährigen „Vema-Tage 2017“ feierte die Genossenschaft ihr 20. Jubiläum. In seiner Begrüßungsrede zeigte sich der Vorstand Hermann Hübner dann auch sehr zufrieden mit der Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit Gründung im Jahr 1997 hat sich das Unternehmen zum größten genossenschaftlichen Zusammenschluss unabhängiger Versicherungsmakler in Deutschland entwickelt. Inzwischen beträgt die Anzahl der Partnerfirmen 2.595 (2016: 2.554), darunter 665 Genossen (2016: 614). 16.095 Mitarbeiter (2016: 15.886) sind demzufolge für die jeweiligen Vema-Partner tätig.

Wachstum mit Sorgfalt

Grundsätzlich möchte die Genossenschaft an dieser Stelle weiter wachsen – jedoch nicht um jeden Preis. So gibt es seit Gründung der Vema spezifische Qualitätsanforderungen, die eine Makler erfüllen muss, um mit der Genossenschaft zusammenzuarbeiten. So muss ein Makler mindestens drei Jahre als Versicherungsmakler tätig gewesen sein und einen Umsatz aus Versicherungscourtagen von mindestens 100.000 Euro sowie mindestens zwei Berufsträger im Team (Versicherungskaufleute oder gleichwertige beziehungsweise höhere Qualifikation) nachweisen.

Ebenso ist ein Maklerverwaltungsprogramm verpflichtend. Auch sollte ein Makler überwiegend (etwa zu 75 Prozent) als Versicherungsmakler tätig sein. Die Summe an Ansprüchen bewirken mit Blick auf das vergangene Jahr, dass mit 345 Maklern erneut mehr Interessenten bei Vema abgelehnt als mit 281 zugelassen wurden. Zielgruppe sind indes mittelständische Maklerbetriebe bis zu 100 Beschäftigten.

Positive Bilanz für 2016
Wie die Entscheidungsträger der Vema berichten, sei die Entwicklung der Genossenschaft in 2016 sehr zufriedenstellend gewesen. „In nahezu allen Bereichen konnten Steigerungen verzeichnet werden“, fasst Brunner das letzte Jahr zusammen. Detaillierte Geschäftszahlen – etwa zu Umsatz und Gewinn – gab es stattdessen abermals nicht. Wie Hübner jedoch in seiner Eröffnungsrede zusammenfasst, konnte Vema den Umsatz alle vier Jahre verdoppeln und blickt mit Bezug auf 2016 auf das erfolgreichste Geschäftsjahr zurück.

Positiv gestimmt ist man zudem über die vielfache Nutzung der Vema-Dienste: So erstellten VEMA-Partner über die angebotenen Tarifrechner im letzten Jahr 878.780 Angebote und versandten 168.214 Deckungsnoten an die kooperierenden Versicherer. „Erneut konnte man sich hier über ein Wachstum von mehr als 20 Prozent freuen. Über die verschiedenen Kfz-Vergleichsprogramme wurden 50.230 Anträge eingereicht. Über die Ausschreibungsplattform EAA wurden 11.504 Individualanfragen an die verschiedenen Versicherungsunternehmen gestellt“, so Brunner.

Neue digitale Unterstützung
Mit Blick in die Zukunft und unter dem Einfluss der rasant fortschreitenden technischen Möglichkeiten möchte die Genossenschaft insbesondere „die Vorteile einer individuellen und persönlichen Beratung herausstellen und mit digitalen Informationen untermauern“, wie Hübner erklärt. Infolgedessen habe man gemeinsam mit versicherungsmarkt.de die Implementierung der "VEMA-Landingpages" vorangetrieben. Seit Februar 2017 sind an dieser Stelle elf dieser Marketing-Pages verfügbar, mit denen Kunden gezielt auf die Seiten der Vermittler geführt werden können.
Dabei handelt es sich um Themenseiten (wie zu Cyber- oder Hausratversicherungen), welche die Risiken und das problemlösende Versicherungsprodukt anschaulich erklären.

„Die Seiten können in jede Maklerhomepage eingebunden werden, für sich alleine als „freie“ Infoseite genutzt werden oder als vertriebsunterstützender Link an Kunden gemailt werden. Alle Seiten tragen Logo und Kontaktdaten des jeweiligen Maklerunternehmens, damit sichergestellt ist, dass Angebotsanfragen dort landen, wo sie landen sollen“, betont Brunner. Innerhalb der nächsten zwei Jahre möchte man bei VEMA zu alles zentralen Themen entsprechende Landingpages zur Verfügung stellen. Dabei steht laut Hübner „das Cross-Selling, die Beratungsunterstützung, die Bestandspflege und die gezielte Ansprache von Interessenten im Fokus.“

Maklernachwuchs im Blick

Ein weiteres Ziel der Vema liegt in der Gewinnung neuer Makler. In Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Karlsruhe wurde hierzu mit dem Vema Dual+ (Bachelor of Arts Versicherung) ein entsprechend berufsbegleitendes Studienangebot installiert, um Abiturienten für den Beruf des Maklers zu begeistern. Das dreijährige duale Versicherungsstudium mit Schwerpunkt Maklermanagement wird zudem durch Inhalte der eigenen Akademie sowie den „19 Erfolgsfaktoren des Vema-Makler-Büros“ ergänzt.

Ausgewogener Wechsel zwischen den einzelnen Angeboten
Mit dem Vema-Traineeprogramm für Juniorpartner bietet die Genossenschaft – ebenfalls in Zusammenarbeit mit DHBW – überdies eine spezielle Option an, um Makler bei der Mitarbeitgewinnung zu unterstützen. In neun Monaten werden ausgewählte Kandidaten hinsichtlich kommender Makler-Aufgaben geschult und erhalten abschließend ein Zertifikat der DHBW. „Das Training wird in einem ausgewogenen Wechsel zwischen Einsatz im Maklerbüro, Workshops und Eigenarbeit stattfinden. Neben der produktbezogenen Weiterbildung erfolgt die betriebswirtschaftliche Qualifikation zur gezielten Führung eines Betriebs.“, kommentiert Brunner das Angebot. Kostenpunkt pro Teilnehmer: 2.400 Euro.

Sowohl Studium als auch Trainee sollen mit Marketingaktionen bundesweit beworben werden. Zusätzlich bietet Vema an, eingehende Bewerbungen für Partner zu sichten und die besten Bewerber über ein Assessment Center zu finden.

Bild: © fotogestöber /fotolia

Autor(en): Marc Oehme

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