Kfz-Sparte: Maklerversicherer verlieren gegenüber Direktanbietern

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Die Wechselphase der Kfz-Versicherungsnehmer ist zur Hauptfälligkeit am Jahresende 2013 geringer ausgefallen als noch in 2012. Dies hat jedenfalls das Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov festgestellt.

Nach Hochrechnungen von Yougov wurden 1,87 Millionen Kfz-Versicherungsverträge von Privatkunden (2012: 2,04 Millionen) von einem Anbieter zum anderen gewechselt. Das ist ein Rückgang um rund 170.000 Vertragswechsel (8 Prozent). Bei durchschnittlich 1,21 gewechselten Verträgen sind dies rund 1,5 Millionen Privatkunden-Wechsler (2012: 1,6 Millionen).

Rund 2.000 wechselwillige Kfz-Halter befragt
Dies würden die aktuellen Ergebnisse der zum sechsten Mal in jährlicher Folge erscheinenden Studie „Wechseltätigkeit in der Kfz-Versicherung 2013“ zeigen. In der ersten Befragungswelle der Studie wurden im November 2013 rund 2.000 wechselwillige Kfz-Halter befragt. Dieselben Personen wurden im Dezember 2013 wiederholt befragt, um die endgültigen Entscheidungen der Versicherungsnehmer zu erfassen.

Die Versicherer mit den meisten Neuabschlüssen seien (in alphabetischer Reihenfolge) Allsecur, DA Direkt, Direct Line, Huk24 und Huk-Coburg. Durch den Abschluss eines neuen Vertrags sparten die Wechsler im Schnitt 119 Euro (2012: 130 Euro).

Grund für Nichwechsler: Gefühl beim Versicherer gut aufgehoben zu sein
Von den zum Jahresende wechselbereiten Kfz-Versicherten, die in diesem Jahr sogar von 16,5 auf 18,2 Prozent zugenommen hätten, läge der Grund für einen letztendlichen Nichtwechsel hauptsächlich in dem Gefühl, beim jetzigen Versicherer gut aufgehoben zu sein. Deutlich gestiegen sei aber auch der Anteil derjenigen, die kein besseres Angebot finden konnten.

Vergleichsrechner sind wichtigste Informationsplattform
Wie Analysen zeigten, hätten sich die Wechsler im Schnitt 3,6 Angebote eingeholt. Im Vergleich zum Vorjahr seien es noch durchschnittlich 4,3. Vergleichsrechner und Direktversicherer als Online-Abschlusspunkt beanspruchten zusammen weiterhin etwas mehr als die Hälfte aller Käufe und teilten sich die Neukunden nun schon im zweiten Jahr fast gleich stark auf. „Vergleichsrechner werden inzwischen als Hauptinformationsplattform im Internet genutzt. Von hier aus finden viele Wechsler den Weg zu einem Direktabschluss bei einem Anbieter“, beschreibt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung, die Kaufströme.

Maklerversichere mussten Kunden an Direktanbieter abgeben
Insgesamt hätten die Direktversicherer 19 Prozent der Wechsler für sich gewinnen können, die Außendienst- bzw. Maklerversicherer mussten dagegen die entsprechende Anzahl an Kunden (hochgerechnet: 355.000) an Direktanbieter abgeben. Gleichzeitig hätten Direktversicherer rund ein Drittel ihrer Kündiger an Außendienstversicherer wieder zurück verloren.

Die Analysen zeigten, inwieweit Vermittler, die einmal im Kontakt mit suchenden Kunden stünden, den Neuabschluss am effektivsten für sich gewinnen könnten.
Weitere Detailanalysen der Untersuchung zeigten die typischen Such- und Entscheidungsmuster der Wechsler auf und wie Kfz-Versicherungsanbieter an den verschiedenen Kontaktpunkten das Kundenverhalten am besten für sich beeinflussen könnten.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter:
http://research.yougov.de/services/wechseltatigkeit-der-kfz-versicherung/

Quelle: YouGov

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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