Mit welchen fünf Rechtsrisiken Gewerbekunden rechnen müssen

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Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige sehen sich jeden Tag mit diversen Gesetzen, Verboten oder Verordnungen konfrontiert. Missverständnisse oder Verstöße können die Folge sein. Roland Rechtsschutz hat aus den rund 5.900 Leistungsfällen des vergangenen Jahres die fünf größten Rechtsrisiken für Gewerbekunden gefiltert.

Fast ein Drittel aller Leistungsfälle drehten sich 2018 um Vermögensdelikte und andere Vorsatztaten. Strafrechtsschutz-Versicherungen sichern dieses Risiko ab und schützen auch, wenn dem Unternehmen beziehungsweise dem Mitarbeiter eine Vorsatztat – zum Beispiel Steuerhinterziehung oder Betrug – vorgeworfen wird.
Und auch bei Ordnungswidrigkeiten ist das Unternehmen abgesichert. So zum Beispiel, wenn Anwohner des Firmengeländes den Betrieb wegen Geruchs- oder Lärmbelästigung anzeigen oder das Unternehmen beschuldigt wird, Abfälle illegal entsorgt zu haben. Bei Roland Rechtsschutz fallen 2.353 Leistungsfälle aus dem Jahr 2018 in diese Kategorie.

Rechtsstreitigkeiten im Verkehrssektor stehen an zweiter Stelle

Viele Unternehmen haben einen eigenen Fuhrpark. Neben der Kfz-Versicherung dient auch ein Verkehrs-Rechtsschutz für deren Absicherung. Das ist wichtig, denn: „Mit 1.032 Leistungsfällen stehen rechtliche Auseinandersetzungen aus dem Bereich Verkehr in der Statistik an zweiter Stelle“, sagt Marcus Acker, Sprecher von Roland Rechtsschutz Ob es um eine Ordnungswidrigkeit wie zu schnelles Fahren geht oder einem Mitarbeiter nach einem Verkehrsunfall fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen wird – im Straßenverkehr lauern zahlreiche rechtliche Risiken.

Wenn sich Unternehmen und ein Geschäftsführer streiten

Auf dem dritten Platz stehen Konflikte aus dem Bereich Arbeitsrecht: Der Versicherer mit Sitz in Köln bearbeitete 2018 etwas mehr als 1.000 Fälle, die auf Kündigungen, Vertragsaufhebungen oder andere arbeitsrechtliche Themen zurückzuführen sind. „Kündigungsschutzklagen von Mitarbeitern
machen fast die Hälfte aller arbeitsrechtlichen Streitigkeiten aus“, so Marcus Acker.
„Ein gutes Fünftel entfällt auf den Anstellungsvertrags-Rechtsschutz, also wenn es zwischen dem Unternehmen und einem Geschäftsführer Differenzen gibt – beispielsweise über Gewinnbeteiligungen, Abfindungen oder Wettbewerbsverbote.“

Wie unberechtigte Forderungen aus dem Vertrag abwehren?

Tagtäglich schließen Unternehmen unzählige Verträge. Sie kaufen und verkaufen Waren, unterzeichnen Finanzierungs- oder Leasingverträge und treffen Vereinbarungen mit Dienstleistern. Das birgt in zweierlei Hinsicht Risiken: Zum einen besteht die Gefahr, dass der Vertragspartner seinen Teil der Vereinbarung nicht erfüllt. Zum anderen, dass das Unternehmen unberechtigte Forderungen aus dem Vertrag abwehren muss. 570 Mal kam es in diesem Bereich im vergangenen Jahr zu Differenzen.

Was tun, wenn eine geschädigte Organisation rechtlichen Beistand braucht

Auch für Unternehmen sind die Möglichkeiten, in einen Rechtskonflikt rund um eine Schadenersatzforderung zu geraten, vielfältig. Braucht die geschädigte Organisation dann rechtlichen Beistand oder muss sogar vor Gericht ziehen, drohen hohe Kosten. „2018 haben wir unsere Kunden aus Industrie und Gewerbe in über 200 Schadenersatzforderungen unterstützt“, so Marcus Acker. Damit landet dieses Risiko auf dem fünften Platz im Ranking des Versicherers.

Quelle: Roland Rechtsschutz

Autor(en): Versicherungsmagazin

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