Pensionsfonds: Investitionen in Infrastruktur, Hedge-Fonds und Immobilien

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Jeder dritte Manager von Pensionsfonds investiert im aktuellen Niedrigzinsszenario risikoreicher, um Finanzierungslücken seiner Pensionskasse zu schließen. Dies ist ein Ergebnis einer State-Street-Studie. Mehr als ein Drittel der befragten Pensionsfonds-Manager verfolgt eine risikofreudige Anlagestrategie. Knapp die Hälfte der Befragten tendiert zu einem risikoaversen Ansatz und möchte das Investitionsrisiko aktiv verringern. Fast jeder Fünfte tendiert dazu, das Risikoprofil des eigenen Portfolios nicht zu verändern.

Sowohl risikofreudige als auch risikoaverse Pensionsfonds-Manager wollen in den kommenden drei Jahren verstärkt auf Investitionen in Dach-Hedgefonds, Immobilien, Private Equity und Infrastruktur setzen. Grundsätzlich ist die Hälfte aller Umfrageteilnehmer jedoch der Meinung, dass die Risiken aus alternativen Anlagen nach wie vor nicht hinreichend transparent sind.

Kentnisse über Risiken sind zu gering

Auch Manager, die das Risiko zugunsten höhrerer Renditen steigern wollen, versuchen die Auswirkungen auf das Gesamtrisiko möglichst gering zu halten, weiß Oliver Berger, Leiter Asset Owner Solutions & Strategic Market Initiatives, Sector Solutions EMEA bei State Street. "Pensionsfonds sind gezwungen, ihre internen Governance-Strukturen anzupassen, um die Anlageziele zu erreichen. Die Vorstände der Pensionskassen müssen dabei den Handlungsspielraum der Investment-Manager erhöhen, damit sie auch Investitionen mit höheren Ertrags- und Risikopotentialen eingehen sowie neue Anlagemethoden schneller nutzen können", so Berger.

Nur knapp die Hälfte der befragten Pensionsfonds-Manager glaubt, dass die zuständigen Gremien für die Eigenkontrolle von Investitionsentscheidungen ihrer Unternehmen über einen hohen Kenntnisstand hinsichtlich der Risiken verfügen. In diesem Zusammenhang planen die Altersvorsorge-Institutionen laut Befragungsergebnis, die Auswahl und Schulungsprozesse für diese Gremien ändern zu wollen.
In den kommenden drei Jahren will circa die Hälfte ihre internen Teams zur Risikobewertung verstärken. Mehr als ein Viertel der Befragten plant, die Zahl ihrer externen Berater in den nächsten drei Jahren zu erhöhen.

Über die Studie
Das Analysehaus Longitude Research hat im Auftrag von State Street im Oktober und November 2015 eine Umfrage unter 400 institutionellen Altersvorsorgeeinrichtungen in 20 Ländern vorgenommen. Über zwei Drittel der Befragten sind für öffentliche Altersvorsorgeeinrichtungen tätig, ein Viertel für private Altersvorsorgeeinrichtungen und knapp ein Zehnte für Pensionskassen.

Quelle: State Street

Bildquelle: Cumulus

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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