Schöner shoppen mit der Allianz

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Es ist der ewige Kampf: Wie binde ich meine Kunden und - oft noch anstrengender - wie gewinne ich neue dazu? Ein Thema, das viele Branchen und Unternehmen umtreibt, auch natürlich die Versicherer. Die Allianz zeigt sich hier mal wieder besonders kreativ und hat nun eine Handy-App zum mobilen Bezahlen für Apple-Kunden herausgegeben.

Das neue Kundenbindungsinstrument der Allianz trägt den lautmalerischen Namen „Pay&Protect“. Dieses System soll als virtuelle Kreditkarte für Apple-Nutzer funktionieren, die Bezahlungen sind zugleich versichert.
"Das ist für uns eine Chance, stärker im Alltag unserer Kunden präsent zu sein", sagte Bernd Heinemann, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland, kürzlich auf einer Pressekonferenz. Die App sollen auch Kunden nutzen (können), die keine Versicherung bei den Münchenern abgeschlossen haben. Und somit vielleicht zu neuen Kunden werden (können).

Funktioniert mit jedem Konto, Mobilfunkanbieter und NFC-fähigen Smartphone

Anbieter der Allianz Pay&Protect ist die Allianz Partners Deutschland GmbH, involvierte Dienstleister sind Apple Pay, Visa und Wirecard. Jede geschäftsfähige Person über 18 Jahre kann das neue Allianz-Produkt nutzen. Allianz Pay&Protect funktioniert mit jedem Konto, Mobilfunkanbieter und NFC-fähigen Smartphone.

Allianz Pay&Protect ist verfügbar für alle iPhones ab der Generation 6/6s/SE mit iOS 10.3 (und höher), sowie iPad Pro, iPad (ab der 5. Generation), iPad Air 2, iPad mini 3 und iPad mini 4 mit iOS 10.3 (und höher). Das System kann auch mit einer Apple Watch (watchOS 2 und höher) genutzt werden, eine aktive Internetverbindung ist nicht notwendig. In Kürze soll auch eine Android-App folgen.

In nur drei Schritten soll das mobiles Bezahlen über die Allianz-App möglich sein:
1. Die Allianz Pay&Protect App herunterladen.
2. Sich registrieren und eine von zwei Optionen wählen: Allianz Pay&Protect Light oder Allianz Pay&Protect Premium.
3. Und bezahlen. Dafür muss der Händler informiert werden, dass man mit Kreditkarte (VISA) zahlen möchte. Der Bezalvorgang läuft so: Smartphone an das Display des Kartenterminals im Geschäft halten und die Zahlung mit Touch ID, Face ID oder per PIN autorisieren. Mit der Allianz Pay&Protect Premium Kreditkarte kannst man auch online shoppen.

Mit Allianz Pay&Protect kann laut Unternehmensangaben bereits an mehr als 500.000 NFC-Terminals in Deutschland mobil bezahlt werden. Weltweit gibt es mehr als 46 Millionen Akzeptanzstellen. In Italien hatte die Allianz das Produkt schon vor gut einem Jahr eingeführt, allerdings nur in der Prepaid-Version.

Wie oben bereits erwähnt gibt es zwei Produktvarianten, kostenlos als Light-Version und in der Premium-Version mit extra Versicherungsschutz.
Die beiden Produktvarianten im Überblick:

Allianz Pay&Protect
Light
Allianz Pay&Protect
Premium
Kartentyp Digitale Visa Prepaid-Karte Digitale Visa Kreditkarte
App-Gebühr (pro Monat) Keine 1,25 Euro
Bei einem Transaktionsvolumen von mehr als 5.000 Euro im Jahr entfallen die Gebühren
für die nächsten zwölf Monate.
Ausgabenlimit (pro Monat) 100 Euro bis zu 3.000 Euro (ermittelt auf Basis der individuellen Kreditwürdigkeit)
Unabhängig davon ist eine Aufladung des Guthabens bis zu 10.000 Euro im Monat möglich.
Einsatz Nur in Deutschland und in Geschäften Weltweit, in Geschäften und bei Online-Käufen
Identifizierung ohne Videoidentifikation mit Videoidentifikation
Versicherungsschutz Keiner Allianz Banking- und Online-Käuferschutz
Ausgabenanalyse Ja

Ja

Was die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verraten

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für „Pay&Protect“ können auf der Webseite der Allianz eingesehen und heruntergeladen werden. Doch für die Karte und die App müssen zwei verschiedene AGB-Dokumente heruntergeladen werden: Der erste Vertrag umfasst satte 24 Seiten, der zweite sogar 26. Das heißt also insgesamt stolze 50 Seiten Vertragsbedingungen für eine App, die mehr Einfachheit verspricht. Etwas widersprüchlich.

Ein Blick in die AGB zeigt leider: Teilweise sind die Haftungssummen sehr begrenzt. Der Versicherungsschutz beinhaltet zum Beispiel einen "Banking-Schutz". Danach werden dem Kunden „anfallende Auslagen bei missbräuchlicher Nutzung der Konten und Karten“ erstattet. Doch maximal 150 Euro zahlt die Allianz je Versicherungsfall, wenn die Karte widerrechtlich zweckentfremdet wird.

Quellen: Allianz, Handelsblatt, Versicherungsbote, Zeit online

Autor(en): Meris Neininger

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