Sich weiterbilden, unabhängig von Ort und Zeit

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Weiterbildung ist nicht nur als verpflichtender Bestandteil von Verbraucherschutz wichtig, sie bietet Vermittlern auch die Chance, mehr und qualitativ besseres Geschäft zu generieren. Das sieht auch Norbert Lamers, Chef des Weiterbildungsunternehmens Perspectivum, so.

Dabei spielt seines Erachtens natürlich auch die Art und Weise, wie die Weiterbildung vermittelt wird, eine immer wichtigere Rolle. "In Zeiten von Online-Seminaren und digitalen Selbstlernprogrammen ist es notwendig, dass Weiterbildung die Vermittler nicht mehr tagelang aus ihren Büros zwingt", so Lamers. Bei den zahlreichen Themen, die ein Vermittler heutzutage in seinem Unternehmen zu bewerkstelligen habe, sei dies nicht mehr zumutbar.

Bildungsbereitschaft langfristig steigern
Lernen wann man will und wo man will – das ist die Strategie von Perspectivum. Die kontinuierlich steigende Zahl von Buchungen von digitalen Lernprogrammen und multimedialen Lernsystemen zeige, dass eine non-digitale Bildungsstrategie allein in Zukunft zum Scheitern verurteilt sei, glaubt Lamers. Stattdessen sei es wichtig, die Bedürfnisse der Vermittler ernst zu nehmen. Dies steigere langfristig auch deren Bildungsbereitschaft.

Bei digitalen Systemen werde Weiterbildung einfacher konsumierbar und damit auch effektiver, da der Vermittler in Zeiten lerne, in denen er bereit dazu sei, und nicht, weil ihm eine physische Präsenz dazu verpflichte. Zudem werde Bildung in Zukunft durch die Digitalisierung auch ein Coach sein, um das Gelernte auch effektiv in die Praxis umzusetzen.
Perspectivum setzt hier nach eignen Angeben bereits Trends, da der Weiterbildungsanbieter auch Coachings anbietet.

Erfolgreich absolvierte Lehrgänge als Grundlage für neue Kurse
"Karsten Körwer, Chef des Coaching-Unternehmens Fairtriebsconsulting, ist dafür unser strategischer Partner", so Lamers. "Dabei setzen wir auf die praktische Umsetzung von Inhalten aus erfolgreich absolvierten Lehrgängen oder auch Zielgruppenthemen und Beratungsansätzen alle Praxisbedürfnisse der Vermittler abdeckend."

Auch in der Mai-Ausgabe 2017 von Versicherungsmagazin stand das Thema Weiterbildung auf der Agenda. Unter der Überschrift "Weiterbildung 2018 - Aus der Kür wird Pflicht" lesen Sie, welche Anforderungen an Weiterbildungswillige gestellt werden, was das für das Geschäft der Vermittler bedeutet und welche Weiterbildungseinrichtungen welche Themen anbieten.

"Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) sieht vor: Vermittler müssen sich jährlich im Umfang von 15 Zeitstunden weiterbilden. Was das für Vermittler konkret heißt, ist Thema dieses Artikels. ...
Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e. V. (BVK) begrüßt in seiner Stellungnahme zum IDD-Entwurfgrundsätzlich die Regelung zur beruflichen Fort- und Weiterbildung in einem Umfang von 15 Stunden pro Kalenderjahr. Er weist aber darauf hin, dass die Anforderungen der Initiative der deutschen Versicherungsbranche „Gut beraten" mit einem Umfang von 200 Stunden und fünf Jahren auch gerne gesetzlich geregelt gesehen hätte. Der BVK begrüßt es ausdrücklich, dass in der Begründung zum vorgelegten Referentenentwurf eine über den vorgeschriebenen Umfang von 15 Stunden pro Jahr hinausgehende freiwillige Fortbildung selbstverständlich nicht ausgeschlossen werde.

Dass Makler Weiterbildungspunkte bei „Gut beraten“ schon im Vorgriff sammeln sollten, verneint AfW-Vorstand Rottenbacher: „Weiterbildung ist für Versicherungsvermittler immer sinnvoll, ein Sammeln von zum Beispiel ,Gut beraten‘- Punkten ist aber 2017 rechtlich für Makler nicht nötig, weil die gesetzlichen Anforderungen erst ab Februar 2018 greifen und es keine rückwirkenden Anforderungen geben wird.“ Die Übertragbarkeit von Punkten von einem auf das andere Jahr sei jedenfalls nicht vorgesehen, erklärt er weiter. „Um zum Beispiel dem Kodex des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft zu genügen, reichten andere Weiterbildungsnachweise wie zum Beispiel Teilnahmebescheinigungen der Seminaranbieter“, meint der AfW-Vorstand."

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Quellen: Perspectivum, Versicherungsmagazin (Bernhard Rudolf)

Autor(en): Versicherungsmagazin

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