Vier Spitzenwertungen im Fondspolicen-Rating

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Der Map-Report veröffentlichte zum zweiten Mal sein "Fondspolicen-Rating deutscher Lebensversicherer: Bruttotarife". Gegenüber dem ersten Rating im Sommer 2016 hat sich die Teilnehmerzahl verdoppelt, liegt aber mit 14 Gesellschaften "noch weit von einer ausreichenden und aussagekräftigen Anzahl", entfernt, so die Redaktion. Die Experten glauben jedoch, auf dem richtigen Weg zu sein. Rückmeldungen aus der Branche belegten, dass durchaus Interesse an aussagekräftigen Vergleichen zu den zukunftsträchtigen Fondspolicen bestehe.

Die Untersuchung basiert auf Bilanz-, Service- sowie Vertragskennzahlen, ergänzt um eine ausführliche Auswertung zu Fonds-Daten. Bei dem Rating wurde auf externes Know-how der Morningstar Deutschland GmbH zurückgegriffen. Die Analyse ist in die Bereiche Bilanz, Service und Transparenz, Fonds sowie Vertragsdaten unterteilt. Neben der Gesamtwertung gibt es für jeden der vier Teilbereiche eine eigene Rangliste.

Kopf-an-Kopf-Rennen
Die Ergebnisse zeigen, dass es unter den 14 bewerteten Gesellschaften ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab. Die beste Bewertung im Rating bekam die Condor, die mit 73,38 Punkten ein "mmm" für hervorragende Leistungen erzielte. Beinahe punktgleich mit 73,32 Punkten folgt auf dem zweiten Rang die Europa. Der Versicherer überzeugte vor allem in den drei Teilbereichen Bilanzkennzahlen, Service und Transparenz sowie bei den Vertragskennzahlen. Ein "mmm" erreichten ferner die Debeka (72,11 Punkte) und die Allianz (70,36 Punkte).

Die Cosmos führt das Feld der mit "mm" für sehr gute Leistungen bewerteten Unternehmen an und verfehlte mit 66,05 Punkten die höchste Bewertung nur knapp. Dahinter folgen mit Continentale (65,69 Punkte), LV 1871 (65,65 Punkte), Öffentliche Braunschweig (65,33 Punkte), Neue Bayerische Beamten (64,14 Punkte), Nürnberger (62,49 Punkte) und Huk-Coburg (62,01 Punkte).

Ergo, Hansemerkur und Württembergische wurden jeweils mit einem "m" für gute Leistungen im Test ausgezeichnet.

Die Teilergebnisse
Bei den Service- und Transparenzdaten lagen Allianz, Cosmos und Europa eng beieiander. Die Cosmos konnte die Wertung  mit 17,90 von maximal 20 Punkten knapp für sich entscheiden. In der Bilanzwertung ging die Europa als Sieger hervor. In der Summe wurden 17,40 von maximal 20 Punkten erzielt. Dicht dahinter folgen Hannoversche mit 16,20 Punkten und Allianz mit 15,80 Punkten.

Die Wertung im Teilabschnitt Fonds gewann die LV 1871 mit 15,84 von maximal 30 Punkten. Auf den weiteren Rängen folgen Württembergische (15,26 Punkte) und Condor (15,13 Punkte). Die Hansemerkur konnte die Vertragswertung mit 26,10 von maximal 30 Punkten für sich entscheiden. Nur knapp dahinter folgen Condor (25,25 Punkte) und Europa (24,25 Punkte).

Punkte wurden verschenkt
Die Rater konstatieren, dass beinahe alle Gesellschaften mögliche Punkte verschenkt haben. Besonders betroffen sei der Fragebogen zu den Fonds gewesen, der häufig sehr lückenhaft ausgefüllt worden sei. "Teilweise wurde anstatt den Fragebogen zu beantworten auf beiliegende Dateien verwiesen. Präzise Antworten zu den gesellten Fragen waren darin aber auch eher selten zu finden", heißt es im Map-Report.

Die teilnehmenden Versicherer haben über 4.000 verschiedene gemanagte Fonds und börsengehandelte Indexfonds (Exchange Trade Fonds) gemeldet. Da manche dieser Investmenttöpfe von mehreren Versicherern angeboten werden, beläuft sich das Angebot der 14 untersuchten Gesellschaften auf mehr als 4.700 Auswahlmöglichkeiten.

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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