Wenn der Kredit am Alter scheitert

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Benachteiligt, weil zu alt: Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) beklagt die zunehmende Altersdiskriminierung in der Gesellschaft.

Der Sprecher des DIA, Dieter Weirich, moniert die "willkürliche Ausgrenzug" Älterer. Es häuften sich Fälle, in denen Senioren im Arbeitsleben, bei der Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten oder der Bewilligung von Krediten diskriminiert würden.

Bundesregierung soll handeln
Obwohl die Altersbegrenzung bei Stellenanzeigen oder Ausschreibungen schon vom Grundgesetz her ausgeschlossen sei, würden immer wieder Texte gewählt, aus der die Bevorzugung bestimmter Alterskohorten klar hervorgehe. In solchen Fällen seien für abgelehnte Bewerber Klagen möglich, die allerdings nur in seltenen Fällen angestrengt würden.

Weirich sprach sich auch für eine Flexibilisierung der Rente aus. Es sei aufgrund der demographischen Entwicklung nicht mehr zeitgemäß, an Tarifverträgen festzuhalten, die ein automatisches Ende der Beschäftigung mit Erreichen der Altersgrenze vorsehen. Er fordert, dass die Große Koalition sollte nach dem Einstieg in die Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit weitere Anreize für jene schaffen solle, die länger arbeiten wollten.

 

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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