Zwei neue Partner mit einem gemeinsamen Ziel

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Das Verhältnis zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist längst nicht mehr geprägt von ideologischen Grabenkämpfen. Beide Seiten versuchen zunehmend Vorteile aus Kooperationen zu ziehen, wo es sich anbietet, vor allem im Bereich der Zusatzversicherungen. Gleichzeitig aber verschärft sich so der Wettbewerb um die Versicherten. Nun ist der Münchener Verein eine Kooperation eingegangen und zwar mit der Novitas BKK. Die Details.

Die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. und die Novitas BKK, gehen gemeinsame Wege. Unter dem Motto „Zwei Partner. Ein Ziel. Ihre Gesundheit“ haben sie zum 1. Juli 2018 ihre Kooperation gestartet.

Die Versicherten der Novitas BKK können ihren bestehenden Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung individuell mit privaten Krankenzusatzversicherungen des Münchener Verein ergänzen. Die Kunden der Betriebskrankenkasse sollen so ihre Versorgung im Krankheitsfall verbessern können, zugeschnitten auf ihre persönlichen Bedürfnisse.

Diverse Zusatzversicherungen im Angebot
Bei den Versicherungsprodukten des Münchener Verein, die die Novitas BKK ihren Mitgliedern empfiehlt, stehen insbesondere die Deutsche Zahn-Versicherung, die Deutsche Ambulant-Versicherung und die Deutsche Privat-Pflege im Vordergrund. Angeboten werden auch die Krankentagegeldversicherung des privaten Versicherers, die stationäre Krankenhaus-Zusatzversicherung sowie die Auslandsreisekranken-versicherung.

Die Versicherten der Novitas BKK erhalten bei Abschlüssen einen an die Mitgliedschaft der Krankenkasse gebundenen Rabatt. Bei Fragen zu den Versicherungsprodukten oder im Rahmen einer Beratung können sich die Mitglieder der Betriebskrankenkasse an die Kundenservice-Hotline des Münchener Verein unter der Nummer 0800 1501090 wenden.

Weitere Informationen über die Zusatzversicherungen finden Versicherte unter www.novitas-bkk.de/zusatzversicherungen. Darüber hinaus liegen in den 38 bundesweiten Geschäftsstellen der Krankenkasse Informationsmaterialien aus.

Geschichte der und Zahlen zur Novitas BKK
Sie wurzelt in der bereits 1828 gegründeten BKK Rasselstein und in der 1836 von Alfred Krupp und seinen Arbeitern in Essen gegründeten „Hülfs-Krankenkasse“. Ihre Statuten waren Vorbild für Bismarcks Krankenversicherungsgesetz von 1883. Mit rund 400.000 Versicherten zählt die Novitas BKK zu den zehn größten deutschen Betriebskrankenkassen.

Kooperationen zwischen gesetzlich und privat: Ein Zusammenspiel, das durchdacht sein muss
Kooperationen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherern sind vor allem dann Erfolg versprechend, wenn sie regional angelegt sind. Diese Position vertrat schon früh Dr. Ulrich Knemeyer als Vorstandsvorsitzender der VGH Provinzial Krankenversicherung Hannover.

"Die Konvergenz der Systeme hat Grenzen, aber auf regionaler Ebene lassen sich Kooperationsmodelle zwischen GKV und PKV einfacher gestalten und ausbauen", glaubte Knemeyer schon vor geraumer Zeit.

Gute Erfolge als Lückenfüller
Sowohl beim Vertrieb von Zusatzversicherungen als auch bei der Gestaltung der Versorgung biete das Regionalmodell seines Erachtens Vorteile. Vermittlungserfolge hätten die PKV-Unternehmen vor allem im Bereich Zahnersatz. "Es läuft da gut, wo Lücken im GKV-Schutz sind“, so Knemeyer. Wichtig für eine gute Zusammenarbeit sei, dass beide Seiten die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Dabei helfen würden der regelmäßige Austausch und das gegenseitige Kennenlernen.

Der Gesundheitmarkt wird auch künftig ein regionaler Markt bleiben, erwartete der Gesundheitsexperte schon 2011. Bei den Versorgungsstrukturen sei die GKV der PKV aber meilenweit voraus.

Quellen: Ärzte Zeitung, Münchener Verein

Autor(en): Versicherungsmagazin

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