Axa Exklusivvertrieb: Branchenfremder soll helfen, Kosten zu senken

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Christian H e i n (50) übernimmt am 1. August 2016 die Leitung des Exklusivvertriebs der deutschen Axa Versicherungen. Dieser gehört mit noch 3.790 Vermittlern in 2.474 Agenturen bislang zu den größten Vertriebsorganisationen der deutschen Versicherungsbranche.

Christian Hein (siehe Bild unten) verfügt laut Unternehmensangaben über umfangreiche Erfahrungen im persönlichen und digitalen Vertrieb. Augenblicklich ist er noch für die Fluggesellschaft Germanwings als Senior Vice President tätig und verantwortet seit 2013 deren weltweiten Vertrieb. Seine Zuständigkeit umfasst die Geschäftsfelder Sales, E-Commerce und Distribution. Der Diplom-Ingenieur, der an der Technischen Universität Berlin Verkehrswesen sowie Luft- und Raumfahrttechnik studierte, hatte zuvor unterschiedliche Führungsfunktionen bei der Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa im In- und Ausland.

Jens Hasselbächer, im Axa Vorstand für Vertrieb und das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft
verantwortlich, erhofft sich von der Anstellung des branchenfremden Vertriebsexperten kompetente Unterstützung für die Zukunft seines Hauses. Diese Zukunftswünsche formuliert Hasselbächer folgendermaßen: "Christian Hein hat bereits in der Luftfahrtbranche starke Veränderungen sehr erfolgreich gemanagt. Dabei ist es ihm immer gelungen, aus der Verbindung von Menschen und digitalen Möglichkeiten einen Mehrwert zu generieren. Als Axa stehen wir genau vor diesen Herausforderungen. Hier wird uns Herr Hein enorm helfen und sicherlich die Transformation beschleunigen und neue Ideen einbringen."





Oberste Priorität: Kosten sparen, Kosten sparen, Kosten sparen
Das ist formvollendetes Marketing-Sprech. In erster Linie will und muss Axa aber Geld einsparen und zwar nicht zu knapp. So soll bis zum Jahr 2020 die jährlichen Kosten um 2,1 Milliarden Euro vor Steuern sinken. Außerdem will der Versicherer großzügig in digitale Angebot investieren und dabei andere Unternehmen aufkaufen. Pro Jahr sollen gut eine Millarde Euro für Firmeneinkäufe locker gemacht werden.

Schon im September 2015 hat die Axa Gruppe die Gründung von Kamet, einem 100-Millionen Euro starken Insurtech-Unternehmen, bekannt gegeben. Kamet soll als so genannter Inkubator dazu beitragen, disruptive Produkte und Dienstleistungen für die Axa zu entwickeln. Damit will das Versicherungsunternehmen ihre Bemühungen im Fintech-Bereich verstärken.

Was ist ein Inkubator, was sind disruptive Produkte?

Mit Inkubator werden in der EDV Unterseiten eines Internet-Projektes bezeichnet, in denen neue (Teil-)Projekte umgesetzt und etabliert werden sollen. Disruptive Produkte sind innovative Produkte, die das Potenzial haben, altbewährte Formen vollständig zu verdrängen und eine Marktrevolution
auszulösen.

Quelle: Axa; Bilder: © Axa

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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