BRSG lässt Versicherer auf Geschäft hoffen

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Einige Versicherer sehen das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) als gute Voraussetzung für ein langfristiges Wachstum. So auch die Signal Iduna Gruppe. Mit einer Gesamtlösung aus marktfähigen Produkten, digitalem Service für Arbeitgeber und online-gestützten Beratungshilfen für Vermittler will der Versicherer die bAV für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Vermittler attraktiver machen.

Bereits seit Jahrzehnten ist die Gruppe fest in kleineren und mittleren Unternehmen in Handwerk, Handel und Gewerbe verankert und damit genau in der Zielgruppe des BRSG.
Zum Jahresbeginn legt der Versicherer aus Hamburg seinen Schwerpunkt in der Lebensversicherung auf die neue Förderrente für Geringverdiener – die SI Betriebsrente+. Ergänzt wird das Angebot um die neue „SI Betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung“ und eine durchgehende digitale bAV-Verwaltung für Arbeitgeber – das „Signal Iduna bAVnet“. Im zweiten Quartal soll ein spezielles bAV-Beratungstool folgen, das den digitalen Beratungsprozess bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern unterstützen soll.

Genau in der Zielgruppe des BRSG verankert
„Der Wachstumsmarkt bAV wird neu verteilt. Wir haben beste Voraussetzungen geschaffen, dabei stärker zu wachsen als der Markt: Durch unsere Wurzeln und unsere Erfahrung in Handwerk, Handel und Gewerbe sind wir genau in der Zielgruppe des BRSG verankert", ist Clemens Vatter, Konzernvorstand und zuständig für die Lebensversicherung, überzeugt.

Die neue „SI Betriebsrente+“ der Gruppe wurde speziell für die neue Geringverdienerförderung im Rahmen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes entwickelt. Sie erfüllt nach Aussage des Versicherers alle gesetzlichen Anforderungen für den neuen bAV-Förderbetrag. So werden zum Beispiel die Abschlusskosten über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt. Durch die Anlage in Fonds verbindet sie Beitragsgarantie mit Renditechancen.

Arbeitgeber können Verwaltungsaufgaben selbst übernehmen
Die Betriebsrente kann auch komplett digital beantragt und administriert werden. Arbeitgeber können auf diese Weise die häufigsten Verwaltungsvorgänge, wie Namens-, Adress- und Beitragsänderungen für alle bAV-Verträge, selbst vornehmen.

Arbeitgeber können mit der „SI Betriebsrente+“ für ihre Mitarbeiter mit geringem Einkommen steuer- und sozialversicherungsfrei eine betriebliche Altersversorgung ermöglichen. Der Gesetzgeber belohnt die Initiative des Arbeitgebers mit einem Zuschuss von 30 Prozent auf den Beitrag, der zwischen mindestens 240 bis 480 Euro jährlich liegen darf.


Bürokratischer Aufwand kann reduziert werden
Eine weitere Neuerung, mit der das Versicherungsunternehmen zum Jahresauftakt startet, ist das „Signal Iduna bAVnet“ – ein Verwaltungstool, das in Kooperation mit xbAV, einem Technologieanbieter für die Digitalisierung der bAV, entwickelt wurde. Arbeitgeber können damit die häufigsten Verwaltungsvorgänge, wie Namens-, Adress- und Beitragsänderungen sowie Meldungen von Krankheit und Elternzeit ihrer Mitarbeiter, selbst vornehmen oder einem Vermittler oder Dienstleister übertragen. Damit wird der hohe bürokratische Aufwand in den Betrieben und beim Versicherer erheblich reduziert.

Im zweiten Quartal 2018 beabsichtigt die Signal Iduna, ein Beratungstool für eine einfache und schlanke Arbeitgeberberatung auf den markt zu bringen. Das Tool kann dann direkt bei der Beratung in den Betrieben eingesetzt werden, um vor Ort Anliegen zu lösen und Berechnungen vorzunehmen.

Unser Lesetipp für Sie
Auch in der Januar-Ausgabe von Versicherungsmagazin sind bAV und BRSG wichtige Themen. Unter der Überschrift "Neuer Schub für die betriebliche Vorsorge" wird unter anderem erläutert, warum ein hoher Digitaliiserungsgrad in den Unternehmen wichtig ist und wie es mit diesem in der Realität aussieht:

"Ein wichtiger Aspekt bei der Verbreitung der bAV ist auch die Digitalisierung. Diverse Experten sind sogar davon überzeugt, dass von dieser der Erfolg der bAV maßgeblich abhängen wird. Digitalisierung in der bAV bedeutet, dass Arbeitgeber, Versicherer, Vermittler und Arbeitnehmer digital vernetzt sind, miteinander kommunizieren und Prozesse automatisiert erfolgen. Die Digitalisierung der gesamten bAV-Wertschöpfungskette kommt allen Beteiligten zugute, da so Produktverständlichkeit,

Transparenz und Wirtschaftlichkeit gefördert werden. Diese Position vertritt jedenfalls Martin Bockelmann, Gründer und Vorstandsvorsitzender der xbAV AG aus München. Ernüchtert ist er ob des Digitalisierungsgrades der Unternehmen: „Dieser ist noch viel zu gering. Solange der Hauptanteil der Geschäftsprozesse manuell oder gar über Formulare abgewickelt wird, kann man nicht von Digitalisierungsgrad sprechen. Kurzfristiges Ziel muss es sein, das Meldewesen zwischen Unternehmen und bAV-Produktanbietern vollständig und konsequent zu automatisieren und standardisieren – in einem Maße, wie es zwischen Unternehmen und Sozialversicherungsträgern bereits seit Langem Standard ist.“

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Quellen: Signal Iduna, Versicherungsmagazin (Meris Neininger)

Autor(en): Meris Neininger

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