Millionen hohe Deckung für selbst verschuldete Unfälle

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Pünktlich zum Start in die Motorradsaison haben die Itzehoer Versicherungen ein neues Fahrerschutz-Produkt herausgebracht.

Nach Aussage des Versicherers gibt es den Fahrerschutz im Kfz-Bereich bereits, nicht jedoch für Motorradfahrende. Die Itzehoer bietet nun bis zu 15 Millionen Euro Deckung für den Fall selbst verschuldeter Unfälle an und sieht sich damit als ein Vorreiter auf diesem Sektor. Die Deckung soll für alle berechtigten Fahrerinnen und Fahrer des versicherten Motorrads gültig sein.

Deckung meist um ein Vielfaches höher als bei der Unfallversicherung

Während die Unfallversicherung nur einen festen und begrenzten Betrag zahlt, greift der Fahrerschutz viel weiter und auch bei einem selbst verschuldeten Unfall so, als wäre er fremd verursacht. „Die Deckung ist in der Regel um ein Vielfaches höher als bei der Unfallversicherung“, heißt es wörtlich aus dem Unternehmen. Sind unfallverursachende Fahrerinnen oder Fahrer ernsthaft verletzt, zahle die Itzehoer beispielsweise neben einem Schmerzensgeld auch entstehende Einkommenseinbußen.

Darüber hinaus übernehme sie notwendige Umbaumaßnahmen für den Wohnbereich oder die Kosten für eine Haushaltshilfe. Womöglich kostspielige Konsequenzen eines Verkehrsunfalls mit Verletzungsfolge würden mit dem neuen Motorrad-Fahrerschutz damit abgefedert.

Dazu ein Beispiel:
Eine Motorradfahrerin oder ein Motorradfahrer rutscht in einer Kurve weg, bricht sich ein Bein und wird sechs Monate arbeitsunfähig geschrieben. Der Angestellten-Nettoverdienst liegt bei 2.500 Euro. Nach den ersten sechs Wochen der Entgeltfortzahlung wird vermindertes Krankengeld gezahlt, die Differenz zahlt die Itzehoer.

Ebenso werden die Kosten für eine notwendige Haushaltshilfe übernommen. Zum Ausgleich der Beeinträchtigungen kann ein Schmerzensgeld beansprucht werden, das sich in der Höhe an den üblichen Schmerzensgeldansprüchen bei einer Verletzung durch Dritte orientiert.

Hintergrundinformationen zum Motorradsektor

Zahlen des statistischen Bundesamtes belegen, dass es Anfang 2020 gut 4,5 Millionen Krafträder in Deutschland gab. Die Statistik zeigt auch, dass das Risiko mit einem Motorrad zu verunglücken 2020 doppelt so hoch war wie mit einem Pkw. Nicht angepasste Geschwindigkeit ist die häufigstes Unfallursache.

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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