Kasko: Leistungskürzung bei Alkoholeinfluss

740px 535px

Nach dem neuen VVG ist das frühere „Alles oder Nichts-Prinzip“ gefallen, hinsichtlich der nun anzuwendenden Leistungs-Quotelungen herrscht bislang jedoch keine rechtliche Klarheit.

In diesem Urteil entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamm, dass bei 1,1 Promille von einer absoluten Fahruntüchtigkeit und somit von 100 Prozent Leistungskürzung auszugehen ist, beim VN wurden 0,59 Promille nachgewiesen, heirbei handle es sich um eine relative Fahruntüchtigkeit und eine Leistungskürzung von 50 Prozent sei angemessen.

Besondere Umstände sind weiterhin zu berücksichtigten, wie in diesem Fall schwere Erkrankungen in der Familie. Aus diesem Grund ist eine pauschale Aussage nach Ansicht des Gerichts nicht immer möglich - die Einzelfallumstände können das Verschulden verringern oder erhöhen.

Der Versicherungsnehmer hatte vor dem OLG teilweise Erfolg, die vorherige 75-Prozent-Kürzung des Versicherer wurde verringert.

Den vollständigen Urteilstext (Nr. 2/22) können Sie bei der Versicherungs- und Rentenberatung Rudi & Susanne Lehnert abrufen - Telefon: 09 11/40 51 73 oder E-Mail: kanzlei@berater-lehnert.de

Für Versicherungsmagazin-Abonnenten ist dieser Service einmal jährlich kostenlos. Danach wird ein Betrag von 50 Euro plus MwSt. pro Urteil berechnet (bitte Abo-Nummer bereithalten).

Vor der Verwendung eines hier zitierten Urteils empfehlen wir den Einsatz vorher mit unserer Versicherungs- und Renten-Beratung, Rudi & Susanne Lehnert, zumindest telefonisch abzusprechen, damit sichergestellt ist, dass dieses auch für den in Frage kommenden Fall geeignet ist, oder ob nicht doch ein anderes Urteil besser geeignet sein könnte.

Haftung: Da es sich bei jedem rechtskräftigen Urteil stets nur um die Beurteilung eines Einzelfalls handelt, besteht deshalb bezüglich des Erfolges keine Haftung und Gewähr.

Autor(en): Rudi und Susanne Lehnert

Mehr zu Kasko-Versicherung

Alle Recht News