07.03.2013

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Streit um PKV-Beratung und Beitragsexplosion

Die Beratung zum Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) ist nach Einschätzung des Rechtsanwalts Johannes Fiala und des Versicherungssachverständigen Peter Schramm oft unzureichend. So würden manche PKV-Versicherte vor dem Vertragsabschluss nicht darüber aufgeklärt, dass die PKV-Beiträge ohne jede Rücksichtnahme auf die verfügbare Rente berechnet werden. Ein Manko gebe es bei Informationen über die Beitragssteigerungen. So würde den potenziellen Kunden nicht mitgeteilt, dass die Beiträge im Alter noch stärker steigen würden.

Privatpatienten, die zu diesen Themen nicht richtig aufgeklärt worden wären, könnten den Vermittler haftbar machen, heißt es in einer Veröffentlichung von Schramm und Fiala. Zudem müsste darüber informiert werden, dass Privatpatienten später nicht in die Krankenversicherung der Rentner wechseln (KVdR) können. Auch an dieser Stelle sehen die Autoren für uninformierte Privatpatienten eine Chance, den Vermittler in die Haftung zu nehmen. Wie solches Beratungsverschulden nachgewiesen werden kann, erläutern die Autoren hingegen nicht.

Demgegenüber bezweifelt der Verband der privaten Krankenversicherer, dass Vermittler ihre Kunden nicht über die Unterschiede zwischen PKV und GKV aufklären würden. "Ein guter Vermittler erläutert den Kunden die unterschiedliche Kalkulation in beiden Systemen und ihre grundlegenden Prinzipen", sagt Dirk Lullies vom PKV-Verband. Zudem gebe es eine ganze Reihe von Informationen, die jeder Vermittler dem Kunden vor dem Abschluss laut Gesetz vorlegen muss. So seien Vermittler verpflichtet deutlich zu machen, dass steigende Krankheitskosten auch steigende Beiträge nach sich ziehen würden und dass der Kunde zur Beitragsbegrenzung im Alter in den Standard- oder Basistarif wechseln könne.

Debeka widerspricht Aussage zu pauschalem Beitragsanstieg
Entschieden wendet sich gleichzeitig die Debeka gegen die Aussage die Beiträge würden im Alter stärker steigen. Die Beiträge würden im Alter im Gegenteil tendenziell sinken, heißt es bei dem Versicherer aus Koblenz, der mit seinem Marktanteil von rund 22 Prozent den Bevölkerungsaufbau in Deutschland widerspiegelt. Durchschnittlich zahlen sowohl weibliche als auch männliche Arbeitnehmer und Selbstständige bei der Debeka für einen umfassenden Versicherungsschutz auch im hohen Alter Monatsbeiträge von unter 500 Euro, so das Unternehmen.

Demgegenüber behaupten Fiala und Schramm: "Mit jährlichen Prämiensteigerungen um die sieben Prozent bei Älteren liegt man oft richtig". Nach einer Untersuchung der Deutschen Aktuarvereinigung steigen hingegen die Beiträge in der PKV im Schnitt lediglich um 3,3 Prozent, während gesetzlich Versicherte immerhin mit einer Steigerung von 3,1 Prozent pro Jahr rechnen müssten.

Bildquelle: @Claudia Hautumm/Pixelio.de
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): Uwe Schmidt-Kasparek
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

am 08.03.2013 13:36:54 von Manfred Zwingmann: Streit um PKV-Beratung und Beitragsexplosion

Kein Vermittler muss in der Beratungsdokumentation den Unterschied zwischen Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung erläutern!
Dieser Aussage fehlt jede Grundlage!

Das Betragssteigerungen über Jahre gesehen stattfinden, weil alle Güter einer Inflation unterliegen, weiß jedes Kind, eben ein natürlicher Prozess.

Gott sei gedankt, dass ich den ganzen Tag arbeiten und Geld verdienen muss, sonst würde mir wegen Langeweile auch ein Angst schürrendes Pamphlet einfallen.

Ist das jetzt als unlautere Werbekampagne zu werten?
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am 08.03.2013 14:11:27 von Müller Stefan: Mann der starken Worte

Kommentar zu: Streit um PKV-Beratung und Beitragsexplosion

Kein Vermittler muss in der Beratungsdokumentation den Unterschied zwischen Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung erläutern!
Dieser Aussage fehlt jede Grundlage!

Das Betragssteigerungen über Jahre gesehen stattfinden, weil alle Güter einer Inflation unterliegen, weiß jedes Kind, eben ein...
RA Fiala ist bekannt als Mann der starken Worte. Taten folgen dem dann meist keine; soll heißen, die aufgebauten Schreckensszenarien verwirklichen sich nicht. Beispiel: Sein Diskurs hinsichtlich der Zillmerung von Veträgen der betrAV. Fiala macht sich seinen Markt. So baut man sich potentielle Mandaten auf, sorgt für Presse und Wirbel. Auch eine Art von Marketing.
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am 08.03.2013 16:18:23 von Peter Bilbao: Streit um PKV-Beratung und Beitragsexplosion

Herr Ra Fiala pauschalirt wieder einmal stark. Als Makler mit 25 Jahren Berufs-erfahrung nund vielen Kontakten zur Vermittlerszene kann ich sagen, dass
eigentlich sehr gut aufgeklärt wird.
Behauptet Herr Fiala auch, dass einige seiner Kollegen ihre Mandanten nicht darauf hinweisen, das Honorar auch bei verlorenem Prozess fällig wird?
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am 10.03.2013 13:09:43 von DerMakler: Streit um PKV-Beratung und Beitragsexplosion

Öfters schon musste man sich die verwirrenden Aussagen des Sachverständigen Schramm in Presseartikel anhören , der damit eindeutig immer mehr die These einer zwar nicht öffentlich geäußerten, aber durch solch Kommentare sich aufdrängenden Meinung , das er eher nahe der Bürgerversicherungen steht und dies damit eindrucksvoll wieder unterstreicht !

Fakt ist (Morgen & Morgen) zu 86,7 % der Grund zum Wechsel seitens der Interessenten / Kunden aufkommt und an Makler & Vermittler gerichtet wird ! Wechselgrund Nr. 1 hierzu ist die UNZUREICHENDE Aufklärung auf Seiten der GKV zu Beitragsanpassungen & Entwicklungen und weiterer Ausrichtung in der Zukunft ! Das in den letzten fünfzehn Jahren 18 Leistungen gekappt oder gänzlich ohne Ersatz gestrichen wurden oder sechs Mal der Beitrag innerhalb der letzten zehn Jahre angepasst wurde
(11,8 % / 12,1 % / 12,5 % / 13,3 % / 13,8 % / 15,5 % ) fällt mehr als oft in einer Gegenüberstellungen !

Sehr oft verschweigen Sozialversicherungskauffrau / Männer ,die freiwillig GKV Versicherte beraten sollen die wichtigsten Thesen , viele wissen noch nicht einmal die Anzahl der gesetzlichen Kassen oder wie die für alle gleiche Grundbasis / Versorgung in der GKV aussieht ! Jeder zweite macht falsche Aussagen zu Zahnleistungen oder läßt zuviele Eventualitäten einfliessen ! Jeder fünfte "GKV Berater" rät dem Kunden von KV Zusatz ab !

..und der Seite der PKV Zusatz / KV Voll Beratern ,Vermittlern , Maklern ,die mit E.U. Beratungsprotokollen arbeiten MUSS (!) und jeweils auch in Kooperation mit viele GKV ´s stehen ,wirft man Falschberatung in Punkto Beitragserhöhungen / Entwicklung im Alter vor.. ?

Erst einmal vor der eignen Türe kehren und nicht immer die gleichen Polemiker in Artikeln benennen ! Nicht umsonst nennen solche Menschen anders Denkende wie Toruf Müller oder mehrere Verbände / Circle die sich der ordnungsgemäßen Beratung in der PKV verschrieben haben "Populisten in eigner Sache"

Weder sachlich noch fachlich eine neutral geführte Disskussion !

In diesem Sinne
Der Makler

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am 10.03.2013 19:45:58 von Christian L.: Altersbeiträge

Hat Herr Fiala denn Ahnung, was der normale GKV-Versicherte zahlt, wenn er Rente und Betriebsrente hat ? Für einen Schutz, der deutlich schlechter ist und immer noch vom Gesetzgeber reduziert werden kann. Das Thema Beiträge im Alter (RfB, gesetzl. Zuschlag, etc.) wird in der Beratung immer angesprochen und wenn einer denkt, er sei im Alter arm, dann ist er auch kein Kunde für eine PKV.
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am 11.03.2013 13:45:15 von Anne: und immer wieder werden die Versicherungsmakler schlecht dargestellt..

Kommentar zu: Streit um PKV-Beratung und Beitragsexplosion

Herr Ra Fiala pauschalirt wieder einmal stark. Als Makler mit 25 Jahren Berufs-erfahrung nund vielen Kontakten zur Vermittlerszene kann ich sagen, dass
eigentlich sehr gut aufgeklärt wird.
Behauptet Herr Fiala auch, dass einige seiner Kollegen ihre Mandanten nicht darauf hinweisen, das Honorar...
ist schon Tradition geworden...
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