Vergleichsportale: Verivox übernimmt Marke "Transparo"

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Das Vergleichsportal Verivox wird ab dem 1. Juli 2014 Vergleiche für die Kfz-Versicherung unter den Marken "Transparo" und "Aspect-Online" anbieten. Die Rechte wurden vom Huk-Coburg Konzern übernommen, der das bisher im Konsortium mit der WGV und dem HDI-Direkt geführte Vergleichsportal einstellt. ()

Angeblich mussten die Eigner durch Transparo hohe zweistellige Millionenverluste hinnehmen. Im neuen Vergleichsrechner werden die Huk-Coburg und aller Wahrscheinlichkeit nach auch die WGV und der HDI vertreten sein. Laut Verivox habe die Marke Transparo einen gestützten Bekanntheitsgrad von 45 Prozent und zähle beim Markenvertrauen zu den Top-20 Internetunternehmen in Deutschland. Wie viele Versicherer tatsächlich am Vergleich teilnehmen, ist jedoch noch unklar.

Einladung zur Teilnahme
Der CEO von Verivox, Chris Öhlund, appellierte öffentlich an die Assekuranz-Unternehmen beim neuen Kfz-Versicherungsvergleich mitzumachen. "Wir werden mit einer sehr innovativen Lösung auf den Markt kommen", heißt beim Vergleichsportal aus Heidelberg. Dadurch werde eine Marktlücke beim Vergleich der Vermittlung von Versicherungen geschlossen.

Mit der Markenübernahme könnte Verivox, das in der Vergangenheit bereits mit Transparo kooperiert hatte, zu einem bedeutenden Player im Markt werden und dem unbestrittenen Marktführer Check24.de Paroli bieten. Genau wie Check24, setzt Verivox, für Angebotsvergleiche auf eine Multiprodukt-Strategie. So bietet das Unternehmen Vergleichsangebote in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Versicherungen, Finanzen und Immobilien an. Neben Kfz-Versicherungen können bei Verivox auch Angebote in der Privathaftpflicht-, Rechtsschutz-, Hausrat-, Wohngebäude-, Risikolebens- und Tierhalterhaftpflichtversicherung verglichen werden.

BVK warnt vor Vergleichen
Die Weiterführung der Marke Transparo und der Start eines eigenen Kfz-Versicherungsvergleichs, dürfte eine Enttäuschung für den Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sein. So hatte der BVK gemutmaßt, dass User Vergleichsportale meiden würden, weil sie merken würden, dass im Ranking diejenigen Anbieter bevorzugt würden, "die die höchsten Vermittlungsgebühren zahlen." Tatsächlich melden aber alle Vergleichsportale steigende Nutzerzahlen.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Transparo gehen nach Einschätzung von Experten vor allem auf hohe Gebühren für die Nutzung der Werbeangebote von Google zurück. Der BVK warnte gleichzeitig davor, dass Versicherungskunden bei der Nutzung von Vergleichsportalen Nachteile erleiden könnten. "Denn viele Kunden wissen gar nicht, dass ihre alten Verträge beispielsweise noch bessere Rückstufungstabellen oder Rabattretter haben", kritisierte BVK-Präsident Michael Heinz.

Autor(en): Uwe Schmidt-Kasparek

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