19.11.2015

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E-Mail-Newsletter: Auch von Versicherern unterschätzt

Obwohl E-Mails in der privaten Kommunikation zunehmend von Messenger-Diensten abgelöst werden, sind sie in Unternehmen doch unverzichtbar. "Obwohl E-Mail vor Suchmaschinen und Social Media der Werbekanal mit dem höchsten Return on Investment ist, machen selbst die Profis noch eklatante Fehler in Serie", bemängelt Thorsten Schwarz von Absolit Consulting. Das Unternehmen hat in einer Studie das E-Mail-Verhalten großer Unternehmen untersucht. Von den Multichannel-Händlern könnten sich auch die Versicherer eine Scheibe abschneiden. In dieser Branche wisse man, wie man am besten Adressen gewinne und auch behalte. Aber: Auch der Beste erfüllte nur 80 Prozent der Anforderungen.

"Nur sieben Unternehmen erfüllten alle sechs Kriterien der Rechtskonformität" kritisiert Schwarz. Zehn Prozent versäumten es, den Inhaber einer E-Mail-Adresse zu verifizieren (Double Opt-in). Nur ein Viertel der Unternehmen habe eine korrekte Anbieterkennzeichnung. Die Branchen Multichannel-Handel, Touristik, Versicherer, Krankenkenkassen sowie B2B-Unternehmen wurden in der Studie untersucht.

Die Studienmacher definierten sechs übergeordnete Kriterien, nach denen die E-Mail-Aktivitäten von 197 Unternehmen überprüft wurden:

  • Präsenz: diese setzt sich aus der Auffindbarkeit und Anzahl der Newsletter-Anmeldungen auf der Website zusammen
  • Rechtssicherheit: beleuchtet Aspekte wie Datenschutz, Opt-in-Verfahren, Impressum, Pflichtfelder und Abmeldung
  • Nutzerfreundlichkeit: beschreibt die Barrieren während der Newsletter-Anmeldung
  • Willkommens-Mail: misst die Qualität der Begrüßung nach der Anmeldung
  • Newsletter-Qualität: diese beschäftigt sich mit der inhaltlichen Qualität des Newsletters
  • Mobile Qualität: diese gibt an, wie gut der Newsletter auf mobilen Geräten gelesen werden kann


Newsletter-Anmeldung muss auf die Startseite
Bei der Präsenz sind die Multichannel-Händler ganz vorn. Versicherer, Krankenkassen sowie B2B-Unternehmen haben hier Nachholbedarf. In diesen Branchen sei es teilweise üblich, die Newsletter-Anmeldung nicht auf der Startseite zu platzieren, kritisiert Schwarz. Bei der Rechtssicherheit konnten sich die Multichannel-Händler hervortun. Die Versicherer kamen zusammen mit den B2B-Unternehmen auf Platz zwei. Defizite lägen hier vor allem im Datenschutz, so die Studienmacher.

Bei der Nutzerfreundlichkeit kamen die Versicherer auf den vierten Platz, nur die B2B-Unternehmen konnten noch weniger überzeugen. Die besten Newsletter kommen von Touristikunternehmen und dem Multichannel-Handel. Das liege vor allem daran, weil in beiden Branchen sehr viel Wert auf den optionalen Inhalt des Newsletters (Whitelisting, Social-Media-Einbindung, etc.) gelegt werde. Einzig bei der Möglichkeit, seine persönlichen Daten zu ändern, lägen die anderen Branchen vorne. Versicherer landeten hier auf dem dritten Platz.Die beste mobile Qualität boten der Multichannel-Handel sowie die B2B-Unternehmen. Wieder waren die Versicherer auf dem dritten Platz.

32 Unternehmen verzichten auf Newsletter
Von den 197 Unternehmen hatten 32 keinen Newsletter, für den man sich mit seiner E-Mail-Adresse registrieren konnte. Die Top 30 Plätze teilten sich größtenteils Touristikunternehmen und Multichannel-Händler. Erst auf Rang 36 konnte sich das erste B2B-Unternehmen platzieren. Bei den Versicherern und Krankenkassen sieht es noch schlechter aus: Diese reihten sich erst ab Platz 50 beziehungsweise 69 in das Ranking ein.



Grafik: Absolit Consulting "E-Mail-Marketing Benchmarks 2016"

Quelle: Absolit Consulting

Bildquelle: © vrd/Fotolia
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Autor(en): versicherungsmagazin.de
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