23.02.2016

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Hilfe, wie war nochmal das Passwort?

Viele Menschen kennen das: Mehrfach das Passwort eines Nutzerkontos falsch eingegeben und Geräte oder Online-Dienste sind gesperrt. 46 Prozent der Bundesbürger haben diese Erfahrung schon einmal gemacht. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom.



Am häufigsten kommen Sperrungen bei Mobiltelefonen beziehungsweise Smartphones vor: 18 Prozent ist bereits der Zugriff verweigert worden, weil sie mehrfach den falschen Zugangscode eingegeben haben. Zwölf Prozent der Befragten ist ihre Bankkarte beim Abheben von Bargeld am Geldautomat gesperrt worden, neun Prozent beim Bezahlen vor Ort und ebenfalls neun Prozent standen beim Online-Banking wegen einer Falscheingabe vor verschlossener Webseite. Laut Umfrage ist neun Prozent der Befragten bereits der Zugang zu einem sozialen Netzwerk verwehrt worden, acht Prozent zu ihrem Computer, sechs Prozent zu einer Shopping-Seite und fünf Prozent zu einem E-Mail-Dienst.


"Bei der Vielzahl an Geräten und Online-Diensten besteht die Herausforderung für die Nutzer darin, möglichst sichere Kennwörter zu wählen, die sie sich außerdem gut merken können."
Marc Fliehe, IT-Sicherheitsexperte bei Bitkom

Bitkom-Tipps - So generieren Sie ohne großen Aufwand sichere Passwörter:

Ein Dienst, ein Passwort: Für jeden Dienst sollte ein eigenes Passwort genutzt werden. Eine Alternative ist es, ein "Grundpasswort" zu nutzen und dieses für jeden Dienst anzupassen.

Buchstabensalat statt Wörter: Am sichersten sind Passwörter, die aus einer zufällig zusammengewürfelten Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

Je länger desto weniger Risiko: Nicht nur die Zusammensetzung des Passworts ist wichtig, sondern auch die Länge. Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens acht Zeichen.

Per Eselsbrücke ans Ziel: Um Passwörter zu erstellen, die aus einer unzusammenhängenden Anzahl von Buchstaben und Zahlen bestehen, können die Anfangsbuchstaben aus ausgedachten Sätzen genommen werden, etwa: "Mein Verein gewann das entscheidende Spiel mit 3 zu 2!" Daraus lässt sich ein sicheres und gut zu merkendes Passwort erstellen: "MVgdeSm3z2!".

Oder aber ein Passwort-Manager: Diese erstellen zufallsgenerierte Kennwörter und speichern sie in einer verschlüsselten Datenbank ab, die mit einem Master-Passwort gesichert wird. Anschließend wird nur noch das Master-Passwort benötigt. Für Smartphones und Tablet Computer werden häufig passende Apps angeboten. So können die sicheren Passwörter auch auf den Mobilgeräten genutzt werden. In diesem Fall ist es aber umso wichtiger, dass das Master-Passwort sicher ist und nicht einfach erraten werden kann.

Für die Untersuchung wurden 1.266 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt. Die Frage lautete: "Bei welchen dieser ausgewählten Geräte oder Dienste ist Ihnen bereits der Zugang gesperrt worden, weil Sie das Passwort oder die Zugangsnummer (PIN) mehrmals falsch eingegeben haben?"

Quelle: Bitkom
Bildquelle: © Idprod /istock
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Autor(en): versicherungsmagazin.de
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