12.01.2016

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
   NEWSLETTER

Eckrentner: Von der Realität weit entfernt

Laut dem Rentenversicherungsbericht 2015 der Bundesregierung liegt die Bruttostandardrente bei durchschnittlich 1.287 Euro. Diese Rente würde der so genannte Eckrentner beziehen. Das Modell der Eckrentners beruht auf der Annahme, dass ein Arbeitnehmer 45 Jahre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, die exakt auf dem Durchschnittseinkommen beruhen. Dieser Wert sei der Wirklichkeit aber kaum anzutreffen, so die Kritik des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Vor allem Frauen erreichten die Durchschnittsrente kaum.

Und so sieht die aktuelle Rentenwirklichkeit aus: Zum Stichtag 1. Juli 2014 betrug laut Rentenversicherungsbericht die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Rentenzahlbetrags für Versichertenrenten bei Männern 1.006 Euro (in Westdeutschland durchschnittlich 1.019 Euro, in Ostdeutschland 1.117 Euro) und bei Frauen nur 583 Euro. Mit einem Wert von 770 Euro lag dieser Zahlbetrag bei den Frauen in den Ost-Bundesländern, vor allem aufgrund der unterschiedlichen Erwerbsverläufe, deutlich über dem Wert in den West-Bundesländern von 532 Euro.

Bruttostandardrente wird zu abstraktem Wert
Laut Rentenbericht sowie der unterstellten Renten-Wachstumsrate von jährlich zwei Prozent werde die Eckrente bis 2029 auf 1.824 Euro steigen und somit nominal mehr als 500 Euro über dem heutigen Niveau liegen. Relativ betrachtet ergebe sich dennoch eine Verschlechterung, weil das Sicherungsniveau vor Steuern von heute 47,5 Prozent bis zum Jahr 2029 auf 44,6 Prozent sinken werde. Das DIA warnt, dass abgesehen von den Unwägbarkeiten der tatsächlichen Rentensteigerungen auch die jährliche Inflationsrate berücksichtigt werden müsste. "Summa summarum wird die Bruttostandardrente für immer mehr Menschen im Alter zu einem abstrakten Wert, der für sie keine Bedeutung hat", heißt es im DIA-Faktencheck.

Laut Rentenversicherungsbericht dürfen die Einkommen aus der gesetzlichen Rentenversicherung jedoch nicht mit dem gesamten Alterseinkommen gleichgesetzt werden. Die die Einkommen älterer Menschen flössen aus unterschiedlichen Quellen. So verfügten Ehepaare in Rentnerhaushalten mit einer Bezugsperson über 65 Jahre im Jahr 2011 über ein monatliches Nettoeinkommen von durchschnittlich 2.510 Euro (West) und 2.016 Euro (Ost).

Quelle: DIA, Rentenversicherungsbericht 2015
Bildquelle: © Alexander Raths / fotolia.com
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): versicherungsmagazin.de
Diskutieren Sie über diesen Artikel:

am 13.01.2016 11:05:53 von Matthias Quaisser: Eckrentner

Die Durchschnittsrente bei Männern kann nicht 1006 EUR betragen, wie Sie schreiben, wenn sie durchschnittlich im Westen 1019 EUR beträgt und im Osten 1117 EUR. Wo liegt der Fehler?
mehr ...
am 01.02.2016 11:54:46 von H.Pirchmoser: Eckrentner / Altersarmut

Bitte könnten Sie diesen Artikel mal der Bundeskanzlerin Frau Dr. Merke
zukommen lassen. Unsere liebe Kanzlerin hat für ALLES Geld in Europa u.
für die ganze Welt! Doch daß die eigenen Bürger nach einem hartem Arbeitsleben eine vernünftige Rente bekommen,daß sie auch vernünfig
im Alter davon leben können das bringt Sie nicht fertig! Es ist eine Schande für die ganze Regierung,daß man auf eine Altersarmut zusteuert die sich gewaschen hat! Ja unsere Renten sind sicher! die von den Politikern die keinerlei Verantwortung fürs Volk übernehmen!
Ich frage mich schon lange wer hat uns diese Bundeskanzlerin geschickt,die nur auf den Friedensnobelpreis schiehlt und das eigene Volk mit Ihren Rentnern in die Armut leitet! Wir brauchen keinen Krieg mehr, die Merkel schafft das auch so ganz ohne uns!!
mehr ...
FIRMEN RECHERCHIEREN


BranchenIndex - B2B-Firmensuche für Industrie und WirtschaftDie B2B-FIRMENSUCHE für Industrie und Wirtschaft
In Kooperation mit der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Kostenfrei in über 300.000 Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren:


 » Zur Business-to-Business-Firmensuche
MEHR ZUM THEMA
Vermittler sollten die private Pflegeversicherung weiterhin aktiv vermitteln und nicht auf die Reform der Pflegegrade und Leistungen zum 1. Januar 2017 warten. "Sie müssen Ihren Kunden aber ganz deutlich machen, dass die private Pflegeversicherung mit der Reform deutlich...  » mehr
24.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Renten- und Pensionssysteme dürfen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft festlegen. Regelungen, die unmittelbar auf dem Kriterium Alter beruhen, schaffen zwar eine Ungleichbehandlung, können aber gerechtfertigt sein. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil...  » mehr
23.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Zum 23. Februar 2018 muss die Insurance Distribution Directive (IDD) in deutsches Recht umgesetzt sein. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Weiterbildung. Die deutsche Versicherungswirtschaft sieht sich hier gut vorbereitet. Und: Die Bereitschaft der Versicherer und Vermittler...  » mehr
23.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Der Versicherer (VR) einer Tierhalterhaftpflicht kann dem Versicherungsnehmer (VN) im Schadensfall als Streithelfer beitreten beziehungsweise auch selbstständig eine Berufung einlegen.  » mehr
23.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Enorme Prämiensteigerungen für ältere Versicherte der privaten Krankenversicherung (PKV) sind nach einem Marktausblick der Rating-Agentur Assekurata unwahrscheinlich. Insgesamt sei die Beitragssituation in der PKV trotz Finanzmarktkrise und abgesenkter Rechnungszinsen für...  » mehr
22.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
Die Barmenia Lebensversicherung und der Verein für Nachhaltige Vorsorgeprodukte e.V. (VAV), Hamburg, haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Über den Kooperationspartner, Transparente - Nachhaltige Vorsorgeprodukte GmbH, bietet der Versicherer ab sofort nachhaltige...  » mehr
21.06.2016
   WebTV   Bildergalerie  
 
 LOGIN
Benutzername
Passwort
 
VM digital
Das neue E-Magazin von Versicherungsmagazin Das neue E-Magazin von Versicherungsmagazin

Digital, interaktiv, mobil: Ab sofort erhalten alle Abonnenten das neue E-Magazin kostenlos zusätzlich zu jeder gedruckten Ausgabe. Jetzt informieren und ausprobieren!
NEWSLETTER
Newsletter Der Versicherungsmagazin Newsletter informiert Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Versicherungsszene. Natürlich kostenlos!

  
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE

Gabler Wirtschaftslexikon Online: Lexikon und Definition für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht und SteuernDas Wissen der Experten:
- Qualitätsgeprüft.
- 25.000 Stichwörter.
- Kostenlos online.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen